Liebes Tagebuch, als ich am Sonntagmorgen die Kommentare einer ersten Leserin in meinem Roman entdeckt habe, war für mich ein bisschen Geburtstag und Weihnachten zusammen und ich bin vor Freude und Aufregung an meiner Familie vorbei getanzt! So toll!
Dass ich gerade so aktiv mit Lesen, Kommentieren und Schreiben sein kann, ist ein bisschen der Grippe geschuldet, die mich leider erwischt hat. Mein Mann hat dann am Wochenende übernommen aber leider bricht jetzt doch langsam das halbe Chaos hier Zuhause aus und die vorwurfsvollen Blicke in meine Richtung, mit Laptop auf dem Schoß, häufen sich. Schon gut, Message verstanden!
Hier komm ich auch schon zu dem Thema Vereinbarkeit von Hauptjob, Familie und Schreiben: Ist ja sowieso schon schwer den Spagat zu schaffen. Jetzt lenken mich hier auch noch Geschichten ab, die ich gerne nicht nur Lesen, sondern auch kommentieren will. Plus noch Netzwerken mit allen lieben UserInnen die man hier so trifft. Absolute Zwickmühle.
Das eigene Buch schreibt sich dann leider auch nicht von allein. Ich glaube so langsam muss wieder ein bisschen Fokus her.
Bin dann übrigens heute unsere Zwischentreppe runtergefallen, die ich am Tag 100 Mal laufe. War eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass mal was passiert. Meine Mädels haben sich lautstark gestritten und ich musste schnell dazwischen, hatte aber noch keine Brille auf.
Könnte sein, dass ich die vorletzte Stufe für die letzte gehalten habe. Aber die Höhe ist ja manchmal nicht das Problem. Mein umgeknickt er Knöchel irgendwie schon, wobei ich hatte viel Glück nix gebrochen.
Ob ich mir kurz vorgestellt hab wie romantisch und komplett am Klischee bedient ich mit gebrochenem Fuß nun mein Buch schreiben könnte?
Ob ich dann ziemlich schnell gemerkt habe, dass mit Erstklässlerin ohne Hortplatz, Kindergartenkind und einem Job den ich sowieso 80% in Home Office erledige, es die Dinge nur zusätzlich maßlos erschweren würde?
Also Gott sei Dank alles gut! Nur sollte ich den Fuß jetzt trotzdem etwas schonen.
Meine ersten Dialoge habe ich jetzt übrigens gemeistert. Nächstes Problem: richtige Absätze machen, da tue ich mir auch schwer und Kapitellängen. Meine ersten beiden Kapitel sind ultra kurz. Inhaltlich muss das aber so. Darf man ultrakurze Kapitel als Stilmittel haben wenn sie später länger sind ?
Wobei ich hab schon gehört, dass kurz, hier auf Wattpad ganz gut kommt, weil alle über das Smartphone lesen. Was ist aber und eigentlich möchte ich gar nicht so weit denken, aber sollte man das Buch trotzdem irgendwann mal als Buch sehen wollen, wäre doch besser es hätte schon so eine typische Länge von was? 2000 Wörtern? Wie macht ihr das?
So langsam kickt das Worldbuilding in meiner Geschichte und das ist der Grund, warum ich noch nicht weiter veröffentlich habe. Dinge müssen ja hier und da eingestreut werden, Foreshadowing ist mir auch sehr wichtig. Wenn ein Kapitel aber veröffentlicht ist, soll sich inhaltlich nichts mehr ändern. Das mache ich nur noch im Notfall. Wäre ja insbesondere bei Hinweisen, die für später in der Handlung wichtig sind ja super blöd. Ich muss mir also sicher sein, dass ich in dem veröffentlichtem Kapitel nichts mehr einbauen muss, das für den weiteren Verlauf der Geschichte wichtig ist.
Gar nicht so einfach!
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Behind the Scenes eines Debuts
RandomIch schreib ein Buch! Ich schreib ein Buch? Möchtegernautorin! Hier schreibt eine Millennia in ihren Thirtysomethings: Zwischen ganz viel Wollen und sich nicht trauen und dann doch viel trauen aber im ewigen Dilemma, des Impostor-Syndroms feststecke...
