Ich schreib ein Buch! Ich schreib ein Buch? Möchtegernautorin!
Hier schreibt eine Millennia in ihren Thirtysomethings: Zwischen ganz viel Wollen und sich nicht trauen und dann doch viel trauen aber im ewigen Dilemma, des Impostor-Syndroms feststecke...
Mein Google Doc füllt sich und umfasst mittlerweile inkl. aller Notizen 14.700 Wörter auf 45 Seiten. Davon natürlich vieles noch total roh. Aber wo kam das plötzlich her?
Alle paar Seiten komme ich zu einem Moment, in dem ich blockiere und mein Imposter Syndrome kickt. Wenn ich wieder finde, dass alles nur aneinander gereiht ist und mein Schreibstil langweilig voller wiederholender Formulierungen und der Geschichte nicht gerecht wird. Dann finde ich plötzlich überall Schwachstellen in der Geschichte und das Worldbuilding droht an den Haaren herbei gezogen zu sein und immer wieder stelle ich mir die Frage: Wie viel kann ich dem Leser vorher verheimlichen ohne, dass es bei den Plottwists plötzlich zu gekünstelt wirkt? Und wie viel kann ich erklären, ohne zu langweilen. Es gab bereits drei Momente in denen ich dachte ich komm nicht über das Kapitel.
Wenn Handlungen aneinander gereiht waren, habe ich versucht schöne Beschreibungen für das Setting zu finden und wenn etwas nicht schlüssig war, kamen mir meist wieder neue Ideen, die das Worldbuilding zumindest für mich logisch erschienen ließen.
Ob ich all das aber für meine Leser gut rüber bringe, ob das Worldbuilding auch anderen gefällt, ihnen stimmig erscheinen lässt und ich es an der richtigen Stelle einschiebe und dann nicht damit langweile. Ob die Charakter so rüber kommen, wie ich es beabsichtige und ihre Motivation nachvollziehbar sind. Keine Ahnung! Es ist seltsam zu wissen, dass man sein eigenes Buch nie so selbst lesen wird, wie es ein Leser tun wird.
Ich habe die Geschichte gestartet, bereits Prolog und die ersten beiden Kapitel geschrieben, bevor ich selbst wusste, was es mit dem Nebel in meiner Geschichte überhaupt auf sich hat und jetzt habe ich die Story inzwischen grob auf 50 Kapitel der Dramaturgie einer Heldenreise angenähert, durchgeplottet und anhand dessen meine Spannungskurve erstellt. Wie spannend plane ich das jeweilige Kapitel auf einer Skala von 1-12 und wird die Handlung/ Ereignisse dem Wert dann auch gerecht? Ob ich das bei der Ausarbeitung dann schaffe ist natürlich wieder eine ganz andere Sache.
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Vor 16 Tagen begann doch erst der Tagtraum zu dieser Geschichte aus losen Szenen. Irgendwie muss es fertig werden, will erzählt werden auch wenn es am Ende vielleicht nur für mich und ein paar wenige im Internet sein wird.
Seltsam das alles irgendwie. Es fühlt sich seltsam groß an und doch mit so vielen Zweifeln.