Ich saß nun mitten in der Besprechung. Ich muss sagen, ich fühlte mich schon ein bisschen unwohl in meiner Haut...so als Neue. Außer ein paar Leuten die ich noch nie gesehen hatte, waren hier auch noch Molly und Arthur Weasley und Nymphadora Tonks. Sie war einen Jahrgang über mir gewesen, allerdings eine Hufflepuff. Neben mir: Remus. Mir gegenüber: Black. Gerade diskutierten wir da rüber, wer auf den Jungen Mr. Potter aufpassen sollte, während er seine Ferien in Little Whinging verbrachte.
„Wie wär's mit Snape?", fragte jemand von der anderen Seite des Tisches, als ein anderer erwiderte:„Ach was! Keiner traut einem Slytherin!" Woraufhin er einen bösen Blick von Snape erntete. Wow. Hallo?! Nicht so frech Freundchen! Wie kann er es nur wagen?! Empört und ohne das ganze erstmal ordentlich durchdacht zu haben, so intelligent wie ich nunmal war, rief ich: „Hallo?! Ich bin auch eine Slytherin! Und mir kann man durchaus trauen!" Während mir diese Worte aus dem Mund sprudelten, hatte ich wohl ein wenig von Stuhl abgehoben, denn verblüffte Gesichter mit offenen Mündern starrten mich an, während ich mich wieder bequem auf meinem Sitz platzierte. Uups...
Da viel mein Blick auf Sirius. Sein Gesicht war schwer zu deuten. Es war wohl eine Mischung aus Traurigkeit, Mitleid und Entsetzen. Ich blickte zurück. Dann nach einem kurzen Augenblick sah er in die Runde. Die anderen immer noch mit offenem Mündern, bekam er einen Kicheranfall, in den Remus und ich nach einem kurzen Augenblick einstimmten. Das war ein echt krass lustiger Anblick. Als die anderen dann schließlich aus ihrer Starre erwachten, kamen wir schließlich zu dem Schluss, das den Job Mundungus Fletcher bekommen sollte. Keine Ahnung was das für ein Typ ist.
Schließlich, als die Besprechung vorüber war und sich manche zum gehen wandten, fragte Molly mich: „Würdest du noch gerne zum Essen bleiben, Liebes?" Ich war ein wenig überrascht erwiderte dann allerdings: „Klar, gerne. Vielen Dank Molly!" „Könntest du mir beim Tisch decken helfen Rose?" Ich nickte lächelnd und erhob mich um die Teller zu nehmen. Gerade als ich einen Teller vor Sirius auf den Tisch stellte, griff er nach meiner Hand, blickte mich an. Ich sah ihn erst erschrocken, dann fragend an. Er öffnete seinen Mund und schloss ihn darauf wieder, ohne dass ein Ton heraus kam. Langsam ließ er meine Hand los und blickte auf seinen Teller. Er wirkte wirklich angespannt. Auch während des Essens gab er keinen Laut von sich. Naja, als wir schließlich gegessen hatten, erhob ich mich um meine Jacke zu nehmen und mich zum gehen zu wenden. „Vielen Dank für das Essen Molly. Es war wirklich lecker!" „Gern geschehen, liebes. Komm gut heim." Sie lächelte zufrieden. Ich ging durch den Flur auf die Türe zu. Dann schließlich, kurz vor der Haustüre, wurde ich aufgehalten. Es war Sirius, der sich mir in den Weg stellte.
Er wirkte ziemlich beunruhigt und es schien als wollte er mir irgendetwas sagen. „Was ist los, Black?", sagte ich ein bisschen genervter als gewollt. Dann brachte er schließlich doch einen Ton raus.
„Du bist eine Slytherin?"
„Ja. Ein Problem damit?", fragte ich ein wenig gereizt. „Nein..."
„Dann lass mich doch in Ruhe!"
Ich versuchte mich an ihm vorbei zu drängen, doch er packte mich am Arm. „Ich - Es tut mir leid. Weißt du, meine Familie ist auch eine Slytherin." Ich bedeutete ihm fort zu fahren und er erzählte mir von seiner Muggel verachtenden Familie mit ihrem Wahn reinem Blutes, dass sie Todesser waren und dass sie ihn als Blutverräter verachtet hatten als er nach Gryffindor statt Slytherin kam. Aufmerksam hatte ich zugehört und nickte stumm als er geendet hatte. Ich verstand ihn nur zu gut. Eine alte Freundin von mir hatte dasselbe Problem. Sie war auch eine Gryffindor gewesen und hatte es bei ihrer Familie auch nicht gerade leicht gehabt. „Ich verstehe dich. Aber glaub mir. Meine Familie ist anders. Wir haben rein gar nichts gegen Muggel oder so. Keine Sorge!" „Okay...", er lächelte schüchtern und ich öffnete meine Arme um ihn in meine Arme zu nehmen, nur zögerlich lies er es zu, erwiderte sie allerdings schließlich doch. „Mach's gut, Rose." Ich nickte zufrieden. Dann trat ich aus der Tür. Sirius sah mir nach mit einem traurigen lächeln. Was hatte das bitte zu bedeuten? Mit einem letzten Blick auf Grimmauldplatz schwang ich mich erstmal auf meinem Besen in die kalte Nachtluft. Den Weg kannte ich nun, da ich gerade eben ja zusammen mit Mad-Eye geflogen war.Zuhause angelangt, lies ich mich erstmal auf mein Bett fallen. So am Ende war ich selten. Ich dachte über ihn nach, bis ich schließlich in einen tiefen Schlaf sank. Was ich allerdings nicht wusste, war dass Sirius genau das gleiche tat.
Ich träumte etwas seltsames...Ich war in einem Einsatz, im Auftrag des Ordens...
Da waren Todesser. Sie bekämpften uns...wir waren in der Unterzahl...Schließlich war nur noch ich übrig.
Doch dann, war da plötzlich ein großer, schwarzer Hund, auf einmal waren alle Todesser weg, nur der Hund war noch geblieben. Doch dann plötzlich, fühlte ich einen Atem an meinem Gesicht...und kurz darauf einen Schmerz an meinem Hals. Ich schrie und schlug um mich...
Ich fiel...fiel immer tiefer...
Da war unser Haus und im Wohnzimmer lagen meine Eltern...blutig...tot...
Ich schrie. Und fiel...fiel...ins schwarze...Auf einmal erwachte ich.
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„Love Me!" - An Animagi Story
FanfictionMein Name ist Rosalie Gotham und ich erzähle euch die Geschichte, wie ich meinen lieben Sirius Black kennen gelernt hab. Die Geschichte spielt während des 5. Harry Potter Bandes.