Lange hielten wir uns nicht am Flughafen auf, denn ich weiß nicht wielange ich unerkannt blieb. Natürlich hatten mich schon einige Fans entdeckt - doch ist es immer etwas anderes wenn die Familie und Freunde bei sind.
Also verabschiedete ich mich von Fran und den anderen, mit dem Versprechen morgen im Studio vorbei zu schauen. Mit einem Lächeln, lief ich mit Papa und Angie zum Auto. Ramallo stand vor dem Wagen, lächelte mich an und ich konnte nicht anders als ihn kurz zu Umarmen. "Schön dich zu sehen.",sagte ich mit einem grinsen zu ihm. "Es freut mich auch dich wieder zu sehen Violetta.",hörte ich ihn sagen und eins stand fest, er sah glücklicher aus als früher. Die Beziehung zu Olga scheint ihm gut zu tun.
Nachdem mein Gepäck im Kofferraum verstaut wurde stieg ich ins Auto, keiner wusste wie ich mich wirklich fühlte und das war auch gut so. In den Jahren habe ich gelernt mich zu verstellen, damit die Leute in meinem Umfeld nicht mit bekamen wie es in mir wirklich aussah. Ja ich gebe es zu, ein Teil von mir hat gehofft er wäre am Flughafen - doch konnte ich ihn auch verstehen.
Meine Gedanken schweiften wieder einmal ab, als das Auto los fuhr und ich mich zurück lehnte. Ich sah León vor mir, kurz nach Papas und Angies Hochzeit - wir planten unsere Zukunft, doch für mich stand es schon fest, dass ich Buenos Aires verlassen werde um meinen Traum zu leben. Er hatte mich vor die Wahl gestellt, anstatt mich zu unterstützen und trotzig wie ich war, habe ich mich für die Musik entschieden und verließ die Stadt. Ich habe nie wieder was von ihm gehört - kein Anruf, keine SMS, keine WhatsApp Nachricht oder sonst was. Ich habe versucht ihn zu vergessen.
Musik ist das was mich ausmacht.,dachte ich und seufzte.
Anscheint blieb meine Nachdenkerei nicht verborgen, denn ich bemerkte das Angie mich traurig ansah und das war das letzte was ich jetzt brauchte. Leider konnte ich noch nie ein Geheimnis vor meiner Tante verbergen - doch wollte ich auch nicht in Papa seiner Anwesenheit mit ihr drüber reden. Grad als ich ihr mit einer Handbewegung zeigen wollte, dass ich jetzt nicht drüber reden möchte, sah ich das sie unauffällig nickte. Ich liebte sie dafür und war ihr dankbar. Leicht lächelte ich sie an und konzentrierte mich dann wieder auf meine Umgebung.
Buenos Aires hat sich nicht ein bißchen verändert, es war noch immer alles so, wie kurz vor meiner Abreise. Ich spürte wieder diesen Schmerz, dass ich meine Freunde in Stich gelassen habe und für was?
Für Erfolg und Anerkennung. Ich weiß das ich winken Fehler gemacht habe und nun muss ich mit den Konsequenzen leben.
Die Fahrt nach Hause dauerte nicht lange, vielleicht eine halbe Stunde. Ich wusste nur eins und zwar das ich nur noch in mein Bett will. Der Flug war anstrengend und ich fühlte mich mal wieder allein, obwohl ich nun wieder mein gewohntes Umfeld um mich hatte.
Als das Auto vor meinem Elternhaus hielt, stieg ich aus und entdeckte Olga. "Vilu meine Kleine.",hörte ich sie strahlend sagen und sah wie sie ihre Arme ausbreitete, ohne lange darüber nach zu denken, lief ich zu ihr und schloss sie in meine Arme.
"Ahhhh Olga.",schrie ich schon fast und drückte sie. Es war schön sie wieder um mich zu haben. Sie hatte mir in all den Jahren wirklich gefehlt. Ich fühlte mich wieder ein Stück zu Hause und das reichte mir für den Anfang.
Nach dieser herzlichen Begrüßung, nahmen Papa und Ramallo meine Koffer auf dem Auto und bestanden darauf das ich vorlief. Etwas verwirrt lief ich zum Haus und öffnete die Tür. Jetzt wusste ich warum ich vor laufen sollte.
"ÜBERRASCHUNG!",schrien alle meine Freunde und ich fing an herzhaft zu lachen. "Ihr seit verrückt, wirklich.",sagte ich lachend zu ihnen und umarmte jeden. Ich hätte es eigentlich wissen müssen, aber naja meine Gedanken waren im Moment ganz wo anders. Selbst Pablo und Antonio waren da, was mich natürlich freute. Ich hatte die beiden genauso vermisst wie die Anderen - es war einfach schön wieder zu Hause zu sein und dann auch noch von denn Menschen umgeben die einen Lieben und die man Liebt.
