Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, als Lara da war und mir erzählt hatte was sie mit mir vor hatte. Ihre letzten Worte kamen mir die ganze Zeit in den Kopf und ich fand einfach keinen Weg hier raus. Das einzige gute was war, ist das sie mich nicht gefesselt hat.
Es ging mir schon etwas besser und somit stand ich auf. Mit langsamen Schritten näherte ich mich der Tür und hämmerte dagegen, in der Hoffnung das mich jemand hören würde.
Schreien konnte ich nicht, da meine Stimme noch nicht wieder ganz da war.
*2 Stunden später*
Nach zwei Stunden gab ich es auf und setzte mich wieder auf den Stuhl. Ich war verzweifelt und konnte einfach nicht mehr. Tränen liefen mir die Wangen herunter und ich wollte einfach nur das dieser Alptraum aufhörte. Ich wollte zu León, zu Papa und Angie. Mein Blick schweifte immer wieder durch den Raum und blieb an der Heizung hängen. Ich lief zügig zu dieser und suchte nach einem Metallgegenstand. Jedoch fand ich nichts und zog meinen rechten Schuh aus. Mit diesem hämmerte ich gegen die Heizung, immer wieder. Ich hoffte das mich jemand hören würde und schon vernahm ich das jemand an der Tür war. Schnell zog ich meinen Schuh wieder an, setzte mich rechtzeitig wieder auf den Stuhl und tat so als ob ich schlafen würde. Lara öffnete die Tür und kam mit einem grinsen rein. "Na, Langeweile gehabt?",fragte sie mich mit einem hässlichen grinsen. Doch rührte ich mich nicht und tat weiter so als ob ich schlafen würde. Lange konnte ich aber nicht so tun und öffnete meine Augen.
Am liebsten hätte ich ihr die Augen ausgekrazt - so sauer war ich auf sie. Ich sagte gar nichts, denn ich wollte meine Stimme schonen um nach Hilfe zu rufen, sobald sie nicht aufpasste und ich sie überwältigen konnte. Sie lachte. "Ah das Zeug hat also gewirkt. Tja, nun hast du beides verloren. Deine Stimme und León. Der mir übrigens jedes Wort geglaubt hat, nachdem er versucht hatte dich anzurufen. Gut das ich das Handy ausgemacht hatte.",erzählte sie mir und ich spürte wie die Wut in mir hoch kam. Ich will ihr nicht die Genugtuung geben, dass mich ihre Worte verletzten, aber sie hatte Recht.
"Damit wirst du nicht durch kommen.",flüsterte ich, jedoch verstand sie jedes Wort. "Ach nein? Schau dich an Violetta. Ich habe es bereits geschafft. Du kannst nicht mehr Singen und León hast du auch verloren. Du wirst ihn nie wieder sehen.",antwortete sie mir. Ich überlegte wie sie das schaffen will das ich León nie wieder sehen werde, aber mitleerweile traute ich ihr alles zu. "Und wie willst du das machen? Du kannst mich nicht für immer hier einsperren. Meine Familie wird sich Sorgen machen, weil ich mich nicht melde.",sagte ich.
Lara fing an zu lachen. "Ich habe dein Handy oder? Wenn dein Papa eine SMS bekommt, dann reicht das ja und er macht sich keine Sorgen mehr. Ich habe alles mit eingeplant Vilu.",hörte ich sie sagen und spürte wie meine Hoffnung immer mehr verschwand. "Ich komme bald wieder und bringe dir was zu essen. Also bis dann.",fügte sie noch hinzu und ließ mich allein zurück.
Nachdem sie die Tür geschlossen hatte, legte ich die Hände vors Gesicht und fing an zu weinen. Ich gab die Hoffnung auf hier jemals raus zu kommen. Erneut zog ich meinen Schuh aus und hämmerte gegen die Heizung.
Die Hoffnung verschwand immer mehr und ich wußte nicht wie lange ich das hier noch aushalten kann. Plötzlich hörte ich Schritte die immer näher kamen, schnell zog ich meinen Schuh an und stellte mich hinter die Tür. Diesmal werde ich Lara umhauen und raus rennen. Ich schaffe das.,sprach ich zu mir selbst und wartete nun bis sich die Tür öffnete.
Mit einem lauten knarren wurde die Tür geöffnet und es trat jemand in den Raum. Ich erkannte die Person nicht, doch für mich zählte es nur das ich hier raus kam. Also rannte ich um die Ecke, lief mit voller Wucht gegen die Person und rannte aus dem Raum als diese zu Boden stürzte. "Violetta?",hörte ich jemanden meinen Namen sagen und blieb stehen. Ich erkannte die Stimme auf Anhieb. "León?",fragte ich krätzend, um sicher zugehen das ich mich nicht irrte. Ich lief zurück und da lag er und hielt sich den Kopf. "Was machst du hier?",flüsterte ich und half ihm hoch. "Das müsste ich dich eigentlich fragen...",hörte ich ihn sagen, doch mehr ließ ich ihn nicht sagen und stürmte in seine Arme.
León reagierte sofort und schloss seine Arme um mich. Ich lies meine Tränen freien lauf. Er versuchte mich zu beruhigen, die letzten Stunden haben ziemlich an mir genagt und ich dachte das ich ihn nie wieder sehen werde. "Was ist passiert? Wieso bist du hier unten? Ich dachte du hast Buenos Aires verlassen.",flüsterte er in mein Haar. Ich beruhigte mich etwas und sah ihn an. "Ich hätte dich nicht verlassen... Lara... sie hat...mich hier eingeschlossen.",flüsterte ich und spürte wie mein Hals anfing zu brennen. "Lara? Das darf doch nicht war sein. Hat sie dir irgendwas gegeben? Denn du hörst dich gar nicht gut an.",sagte er und ich nickte nur. Es tat einfach zu sehr weh, um mit ihm noch weiter zu reden.
León verstand sofort, hob mich im Brautstyle hoch und trug mich hoch in den Bühnenraum. Sofort kamen Pablo, Antonio, Angie und die anderen hinzu und sahen mich besorgt an. León erzählte ihnen alles und Angie rief sofort die Polizei und einen Krankenwagen. Ich wollte das ganze nur so schnell wie möglich vergessen. Lara würde dafür bezahlen, soviel war sicher und sie hatte wieder einmal verloren.
León war die ganze Zeit an meiner Seite und das beruhigte mich das ganze durchzustehen. Es dauerte auch nicht lange und die Polizei war da. Ich machte meine Aussage, auch wenn es schmerzte und erzählte ihnen von ihrem Plan. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen wie Leóns Gesichtsfarbe sich veränderte. Er war sauer, was man ihm auch nicht verübeln konnte und diesmal werde ich sie mit Sicherheit nicht in Schutz nehmen.
Nachdem ich der Polizei alles erzählt hatte, tauchte mein Vater mit Maria auf. Ich wollte nicht das die Kleine mich so sah und Papa verstand mich, denn er drückte meine kleine Schwester Angie in die Arme. Er kam auf mich zu und schloss mich in seine Arme.
Mein Papa hatte sich in den letzten Jahren ziemlich verändert. Er fragte nicht mehr was los ist oder was passiert war, sondern nahm mich einfach nur in den Arm. Ich löste mich wieder von ihm und sah zu León. Er war sofort zur Stelle und ich lehnte mich einfach nur an ihn. Es war schön unter den Leuten zu sein, die mich liebten. Auch Francesca, Camilla und Maxi standen bei mir.
Jedoch mussten sie alle Platz machen, als die Sanitäter herein kamen und mich untersuchen wollten. León wollte grad gehen, doch ich wollte nicht das er von meiner Seite wisch. Ich lies alles über mich ergehen und wartete auf die Diagnose. "Also Miss Castillo, wir können sie beruhigen. Ihre Stimmbänder sind nicht verletzt nur etwas angeschwollen. In ungefähr 2 Wochen können Sie wieder singen, aber solange sollten sie sich schonen.",hörte ich den Arzt sagen und beruhigte mich wieder. Ich bedankte mich bei dem Arzt und fuhr mit León, Papa, Angie und Maria nach Hause. Ich wollte nur noch ins Bett und alles vergessen was heut passiert war.
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Ich hoffe es gefällt euch :)
