Nach der zweiten Einweihung unseres neuen Bettes setzten Jan und ich uns an den Tisch im Esszimmer, den Dorothy uns überlassen hatte. WIr redeten über Kinder und Eheverträge und kamen zum Schluss, dass wir das eigentlich alles nicht wollen. Aber es brauchen. Jan sagte wir schlafen beide eine Nacht darüber und sehen was rauskommt.
Nächster Morgen:
Jan und ich schliefen mal wieder ein, diesmal im Wohnzimmer.
-Bist du wach?- Keine Antwort.
Jan hatte mir gestern noch von dem Keller im Haus erzählt, den wir so wenig wies geht betreten sollten. Ich wollte mich daran halten. Doch was konnte schon so schlimm sein, dass es einen ewig fernhalten könnte. Im eigenen Haus. Es war sozusagen der perfekte Moment. Er- schlief noch tief und fest, ICH- hellwach.
Der Kellereingang lag einen zweiten Gang hinter der linken weißen Treppe und war gut versteckt. Ich quetschte mich durch die kleine Tür und suchte vergeblich nach einem Lichtschalter. Ich ging wieder zurück und das Licht einer schwachen Lampe an der Wand hinter mir funzelte in den Keller. Die Treppe nach unten war total mosig und triefte. Von der Decke gar nicht erst zu sprechen.
Ich fand also den Schalter und eine kleine Funzel leuchtete unten im Raum auf. Ich wagte mich auf die Treppe und die schwere Kellertür flog zu. Ob Jan es gehört hat. Es war noch früh am morgen. Vielleicht sechs oder so. Die Treppe sackte etwas ab als ich sie betrat. Ich hatte nur eine Stoffshort und ein viel zu kleines Top an. Nicht gerade die richtige Ausrüstung für die Temperaturen hier unten. Am Ende der Treppe schaute ich nochmal nach oben. Ein schmaler Lichtspalt kroch unter der Tür hervor.
Es war ein kleiner Raum mit einer Tür die nach rechts führte und ein Gang links Hmmm Rechts, links, rechts, links.......Links. Der Gang war nicht beleuchtet. Ich tappte im Dunkeln nur mit Hausschuhen auf dem nassen Boden herum. Angeblich gab es hier mal einen Unfall mit einer Waschmaschine seit dem herrscht hier Waterworld mit Kevin Costner. Sprich: Es ist furchtbar feucht und schimmelig. Der Gang war zu Ende und meine großen Finger ertasteten einen Türgriff. Einen monströsen Türgriff. Ich drückte ihn nach unten und die Tür flog mir entgegen.
Der Geruch kam mir erschreckend bekannt vor. Und auch das Geräusch der Tür war mir unangenehm vetraut.
Ich entschiedm ich zuürck zu gehen. Durch den Gang. Die Treppe hoch. An die.. Die Tür. Ich presste gegen die Tür ,denn von innen hatte sie keinen Hebel. Ich warf mich dagegen und schmierte auf dem Boden ab. Wieso ging sie nicht auf. Ich schrie einen unüberhörbaren Hilfeschrei aus.
-HALLLLOOOO!!!!! JJAAAAANNNNN!!!!!! - Mein Herz setzte einige Schläge aus uns ich konnte wieder klar denken.
-Haha, sehr witzig, dass du mich einsperrst, aber ich hab dich durchschaut. Komm schon, lass die Kindereien.- Kein Lachen.
Die Tür öfffnete sich und die weiße Tapete strahlte mich an. Ich setzte einen Fuß auf dem Teppichboden ........... und wurde sofort zurückgeworfen. Es war nicht Jan. Ich landete auf der letzten Stufe der Treppe und rappelte mich wieder auf. Was sollte das? Ich warf meine Hand zwischen Tür und Rahmen und die Tür öffnete sich weiter. Ein Schatten stand vor mir. Er kickte mich mit großen Millitär- Boots wieder nach unten und trat ein.
-Omg was soll das. Du krankes Schwein!- Ich hatte weder sein Gesicht gesehen noch seine Stimme gehört, doch diese Bewegung und diese Geräusche bei Bewegungen waren mir so vertraut.
Bevor die Tür ins Schloss zurück fiel schrie ich erneut nach meinem Zukünftigen, aber kein Mucks.
-Du brauchst ihn nicht rufen. Er hört dich nicht. Sagen wir so. Wir können froh sein ,wenn er überhaupt irgendwann wieder ein Sinnesorgan benutzen kann. - Diese Stimme.
-Was soll das?- Er zerrte mich am Arm die Treppe runter. -Verpiss dich!!-
-Na, na, na. Redet man so mit einem alten Bekannten? Wir hatten doch immer viel Spaß zusammen und du hast mich einfach in den Knast gebracht? Tz tz tz.-
-Aber, aber das kann nicht sein.... Du warst im Pisteljail.... Das...das ist das sicherste Gefängnis in der Umgebung.-
-Ach, die Dame kann auch in Sätzen sprechen. Wie schön.- Die folgenden Sätze trug er mir theatralisch auf dem Weg durch den Gang vor.
-So, jetzt will ich dir mal was erzählen, Bärchen. Ich saß mehrere Jahre dort. Und starrte die Wand an und ich hatte ein Stück Kohle geklaut. Aus dem Kraftwerk und rate was ich an meine Wand malte?-
Er machte eine Pause und kam so dicht an mein Ohr, dass ich ihn atmen hören konnte.
-Dich!!- Schrie er flüsternd. (Vorstellungskraft siegt)
Er kam so nah an mein linkes Ohr, dass seine Lippen mein Ohrläppchen berührten und mich regelrecht verrückt machten.
-Naackt..- So leisseeeee.
-Ich geb dir alles was du willst, wenn du mich endlich in Ruhe lässt... Bitte.-
-Oh gerne.. Gib mir einfach das, was ich schonmal wollte. Nur naja... Mehr!- Er grinste. Ich hatte Angst, verständlich.
Jan, wahrscheinlich tot. Dorothy, weg und ich, ich als einziger da. Mit ihm.
Sein Name war Nik. Zumindest nannte er sich so. Sollte es das gewesen sein? Ein paar Jahre Auszeit und dann das selbe Verbrechen wieder begehen. Wir betraten den Raum, aus dem ich vor einigen Sekunden noch fluchtartig abgehauen bin, weil er mich an das erinnerte was jetzt grade passierte. Schonwieder. Ein Stich in den Arm befreite mich von meinen Gedanken und ich sackte an der Türschwelle zusammen.
Das war der 6te Part. Viel passiert. Bleibt dran. Follow gegen Follow ist immernoch kein Problem. Verbesserungsvorschläge, Morddrohungen und Liebesbriefe in die Kommentare x3
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The Revenge
FanfictionAvery, genannt Ave hat ein glückliches Leben, doch ihre Vergangenheit holt sie ein. Ihre Vergangenheit ? Er.