Kapitel 4

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Während demAbendessen bei dem Italiener, ironischer Weise in Paris, unterhieltensich Ashton, Luke, Michael und ich uns fast die meiste Zeit, Calumwar eher ruhig und hörte uns zu. Vermutlich hatte er Angst etwasfalsches zu sagen, etwas was meine Meinung, die ich den Jungs nochnicht mitgeteilt hatte, ändern würde.

Ich wollte mitihnen mit gehen, da ich a) wissen wollte was gelogen und gestimmthatte, von allem was mir Calum erzählt hatte und b) wollte ichAshton, Michael und Luke kennen lernen, da ich sie sehr sympathischhielt.

Als schließlichder grauhaarige, etwas ältere, aber liebenswerter Kellner uns dieRechnung brachte, nahm Ashton die Rechnung. Dieser schaute einenMoment auf das Stück Papier und nahm schließlich sein Portmonee ausder hinteren Hosentasche. Während er einen, mir unbekannten, Betragzahlte, legte Luke, welcher rechts von mir saß, seine Hand sanft aufmeinen Rücken und kam mir ein wenig näher.

„Wenn duwillst müssen wir nicht gleich ins Hotel. Wir könnten noch einwenig in Paris rum laufen, die Stadt anschauen.", flüsterte Luke,so das es nur ich hörte.

Etwasüberrascht schaute ich zu dem blonden, jungen Mann und ich sah wieunfassbar schön seine Augen waren. Er hatte wunderschöne ozeanblaueAugen, die auf meine dunkelgrünen Augen trafen. Einen Moment langblieb die Zeit stehen, doch als ich als Antwort ein Nicken gab,drehte sich die Zeit wieder weiter.

„Ich sag denJungs Bescheid, dann können wir gehen.", flüsterte er wieder undentfernte sich schon von mir.

Dieser Jungefaszinierte mich von seiner ganzen Art. Schon innerhalb von wenigenAugenblicken hatte er mich in seinen Bann gerissen, von dem ich michweder befreien konnte, noch wollte. Auch während er den anderen dreiJungs Bescheid gab, konnte ich nicht anders als ihn anzuschauen.Irgendetwas an ihm zog mich magisch an.

Als er sichwieder zu mir drehte, meinte er wir könnten los gehen. Wieverabschiedeten uns von den anderen und wollten aus dem Restaurantraus laufen, doch außer uns stand noch einer von den Securitymännerebenfalls auf und wollte mit uns mit gehen.

„Du kannstmit den anderen ins Hotel. Ich pass auf das mich, beziehungsweise unsniemand sieht. Wir laufen nur ein wenig rum.", erklärte Lukelächelnd.

Der groß undbreit gebaute Mann nickte freundlich und meinte: „Okay, aber passwirklich auf euch auf und falls was ist, ruf mich an."

Luke nickte undzusammen verließen wir das Restaurant, da ich nicht wusste wohin erwollte schaute ich ihn fragend an. Als er meinte er habe sich einwenig informiert, bildete sich ein Grinsen auf meinen Lippen.

Während Lukein eine gezielte Richtung los lief und ich ihm folgte, fragte er:„Was hältst du von Ashton und Mike?"

„Ashton istecht nett und hat das beste Lachen das ich je gehört habe und auchMikey ist echt klasse. Mit ihnen kann man echt gut reden und vielSpaß haben.", meinte ich lächelnd.

„Und was istmit Calum?", fragte Luke vorsichtig.

Ich wusstenicht genau wie ich es ihm erklären sollte, doch ich versuchte es:„Naja, er war gerade echt ruhig, was ich vermute er nicht immer soist. Aber ich glaube das er nur nichts falsches sagen wollte. Calumwar ja die meiste Zeit ruhig oder er hat mit einem von euch geredet,deshalb kann ich ihn schlecht einschätzen. Aber ich bin immer nochenttäuscht von ihm."

„Irgendwieversteh ich dich. Wir haben immer gedacht das du Bescheid wusstestwer er war, aber als wir erfahren haben das er nicht die Wahrheitüber sich erzählt hat, haben wir ihm gesagt er soll es dir sobaldwie möglich sagen. Wir meinten das wenn er es nicht machen würde,wir dich aufklären würden.", erzählte Luke und bog nach einerWeile nach rechts ab.

Als ichebenfalls nach rechts lief, fragte ich: „Wie habt ihr eigentlicherfahren, das er sich als jemand fremdes ausgab?"

„Mike hattesein Handy verloren und wollte mit Hilfe von Calums Handy sich selbstanrufen, aber ist unabsichtlich auf Facebook gegangen. Da Calum nochin dem Fake Account angemeldet war, hat er es erfahren. Mike hat eserst mir und Ashton gezeigt, bevor wir mit ihm darüber geredethaben. Und naja so unbekannt war es gar nicht. Das Bild ist von einemaus unserer alten Parallelklasse, er heißt Chris. Calum hat soaktuelle Bilder weil er immer noch mit ihm befreundet ist und hatvermutlich dadurch die Bilder immer aktuell gehalten.", erzählteLuke.

Ein weniggeschockt fragte ich: „Weiß dieser Chris das Calum seine Bilderbenutzt hat?"

Doch Lukezuckte mit den Schultern und meinte: „Keine Ahnung, aber ich glaubnicht. Wir haben es ja auch nur per Zufall erfahren. Aber mal zueinem anderem Thema. Begleitest du uns auf der Tour?"

Bevor ichantwortete sah ich wohin Luke uns geführt hatte, wir standen vor demhell erleuchtetem Eiffelturm. Erstaunt schaute ich erst denweltbekannten Turm und schließlich zu Luke, welcher mich mit einemsanftem Lächeln ansah. Erst da merkte ich das Luke und ich uns nahnebeneinander standen und er seine Hand auf meinen Rücken gelegthatte.

„Hast du dasgeplant? Also mit mir hierher zu kommen?", fragte ich.

Luke nicktelächelnd und erklärte: „Da wir heute frei haben, hatten wireigentlich geplant Paris ein wenig zu erkunden, aber nachdem du heuteMittag aus dem Zimmer gingst wollte keiner von uns mehr Paris sehen.Calum war zu traurig, Ashton und Michael haben ihn versuchtaufzumuntern und ich...naja ich wollte es mit dir anschauten. Alsodachte ich, das ich dich nach dem Essen einfach mal für eine Zeitlang entführe."


CatfishWo Geschichten leben. Entdecke jetzt