~ Leahs Sicht ~
Müde blinzelte ich und gähnte einmal vorsichtig. Eigentlich wollte ich gar nicht aufstehen. Ein Lichtstrahl, der genau auf mein Auge fiel, hatte mich geweckt. Unwillig rollte ich mich einmal herum, bis ich auf einen Körper stieß. Sofort schlug ich die Augen auf. Wo war ich? Wer war das? Doch sofort beruhigte ich mich wieder, als ich sah, dass ich gegen Tim gerollt war. Alles gut. Ich war bei Tim. Es war Sonntag. Gut. Tim. Dieser war schon wach und grinste mich an. "Na, gut geschlafen?", fragte er, immer noch mit einem breiten Lächeln im Gesicht. "Vorzüglich", antwortete ich, ebenfalls lächelnd, und schwang mich aus dem Bett. Tim erhob sich ebenfalls und bedeutete mir, ihm zu folgen. In der Küche blieb er stehen und zog eine Schachtel Kellogs hervor. "Wir haben leider nur Cornflakes", meinte er unsicher. "Macht nix, ich kann morgens eh nicht viel essen", antwortete ich schmunzelnd und setzte mich zu ihm an den Küchentisch.
~ Bergis Sicht ~
Wahrscheinlich hatte Leah gar nicht bemerkt, wie sehr ich diese Nacht genossen hatte. Ich hatte ihr zugesehen, wie sie eingeschlafen war, und war bei ihr gelegen, bis sie aufgewacht war. Mann-O-Mann, dieses Mädchen war echt... Wow. Ich kannte sie weder lang noch gut, aber ich wusste genug, um zu erkennen, dass sie anders war, als alle Frauen und Mädchen die ich je kennengelernt hatte oder die Ehre erfuhren hatten, meine Freundin zu sein. Sie war nicht so... aufdringlich. Und trotzdem war sie nicht schüchtern. Außerdem mochte sie mich nicht nur wegen meines Fames. Unwillkürlich lächelte ich, als ich sie mir als meine kleine Freundin vorstellte. Sofort wollte ich mich schlagen für meine Gedanken. Nein, Tim, die ist bestimmt mindestens 6 Jahre jünger als du, zudem die Sis' von Unge, und du weißt ja nicht mal, was sie empfindet. Du weißt ja nicht mal, was DU empfindest!
Ich schüttelte kurz den Kopf, um die Gedanken loszuwerden. Dann schüttete ich sowohl Leah als auch mir ein paar Cornflakes in zwei Schüsseln und goss ein paar Schlucke Milch darauf. Während wir aßen herrschte ein beklemmendes Schweigen. Keiner wusste so wirklich was zu sagen. Als wir fertig waren, nahm ich Leah die Schüssel ab und stellte sie zu meiner auf die Ablage. Dann grinste ich sie an. "Wenn du in den Shorts nachhause willst, könnte es kalt werden", meinte ich zwinkernd. Leah wurde rot, was ich irgendwie wieder attraktiv fand, und stammelte ein 'Sorry'. Sie verließ die Küche und kramte aus ihrer Tasche eine schwarze Leggins, vermutlich vom Tanzen. Fragend blickte sie mich an. "Behalt den Pulli fürs Erste. Dann erinnerst du dich an mich", rief ich ihr zu. "Danke", rief sie zurück und verschwand im Bad. Sofort eilte ich zu meinem Schreibtisch, um das zu tun, was ich schon die ganze Zeit tun wollte. Ich schnappte mir ein Post-It, kritzelte meine Nummer drauf, rannte zurück ins Schlafzimmer, klebte es auf das Display des Handys und ging betont langsam wieder zurück.
Genau in dem Moment erschien Leah aus dem Badezimmer. "Fertig", meinte sie bloß, drückte mir dankend die Kuschelsocken in die Hand und nahm aus ihrer Tasche ihre eigenen, zog sich die Schuhe an, und stand auf einmal völlig abfahrtsbereit vor mir. Ich gaffte nur wie blöd und sagte kein Wort. Sofort ergriff Leah erklärend das Wort: "Tut mir Leid. Meine Mutter tickt aus, wenn ich noch länger wegbleibe." "Soll ich dich fahren?", fragte ich mit hochgezogenen Augenbrauen. "Nein Danke, ich kenn' den Weg", antwortete sie, ohne schnippisch zu klingen. "Okay", meinte ich. "Dein Handy!", fiel mir ein. Schnell holte ich das Smartphone und steckte es, ohne das Display zu zeigen, in ihre Tasche. Dann schwiegen wir wieder. Wir standen so nah beieinander, dass sich unsere Körper beinahe berührten. Bei dem Gedanken bekam ich eine Gänsehaut. "Machs's gut", meinte ich schließlich. "Bis bald?", fragte sie ein wenig schüchtern. Schmunzelnd nickte ich: "Schreib mir." "Wie...?", entgegnete sie sofort, aber ich brachte sie zum Schweigen, indem ich einen Finger auf ihre zartrosa Lippen legte. Oh Gott, sie lächelte so süß zu mir hinauf. Süß, aber nicht unschuldig-süß, sondern hammer-attraktiv-süß.
Dann tat ich was, was sowohl mich als auch sie überraschte. Ich beugte mich zu ihr hinunter und küsste sie auf die Wange. Alles in mir schrie, von 'Wieso tust du das?!' bis 'Lass es bloß!', es fühlte socj irgendwie falsch und genau richtig zu gleich an. "Bis Bald", sagte sie nur grinsend, drückte flüchtig meine Hand und verschwand aus der Tür. Ich sah ihr nicht nach. Weg. Einfach weg. Einige Sekunden stand ich einfach nur da. Sie war ein paar Momente weg und schon vermisste ich ihre Anwesenheit.
[ ALL I WANT FOR CHRISTMAS IS YOU! Oh Mann, Ohrwurm. Ich liebe die FF. Nicht weil ich mich selbst toll finde, haha, weit davon entfernt, aber ich steigere mich da immer selbst rein xD - es ist irgendwie einfach manchmal Goals AF. Feedback? ]
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Confusing - Zufälle gibt es nicht
FanfictionLeah Wiefels. 17. Kleine Schwester eines bekannten LetsPlayers. Hobby: Tanzen. Single. Tim Bergmann. 26. LetsPlayer und Kurzfilm-Macher. Single. Was geschieht, wenn diese beiden Welten aufeinander treffen? Eines Nachts begegnen sich Leah und Tim. Na...