Kapitel 5

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Die Tage vergingen und jeden Tag besuchte mich Lorander. Bei unserer ersten Begegnung wirkt er ganz nett aber es stellte sich ziemlich schnell heraus das er genauso arrogant war wie sein Vater. Tja ich glaub Mitgefühl kann man von Prinzen nicht erwarten.

Die Zellentür öffnete sich und es stand wieder mal Lorander da. Langsam pisste er mich echt an.
"Was willst du denn schon wieder?! Ich hab dir gesagt das ich dir nichts mehr sagen werde."
"Ich wollte mich nur an deinem Leiden laben" so ein Arschloch!
"Wenn du damit fertig bist kannst du ja wieder gehen..."
"Aber,aber wer wird denn gleich so missmutig. Na gut wenn meine Anwesenheit hier nicht erwünscht ist dann geh ich eben wieder. Wir sehen uns dann morgen bei deiner Hinrichtung"

Mit einem knall flog die Zellentür wieder zu. Ich starrt ihm noch lange Zeit hinterher. Ich wusste ja das ich bald hingerichtet werden würde. Aber gleich morgen...?
Ich hatte ein wirklich großes Problem.

Ich war schon seit Stunden wach als die wachen kamen und mich raus führten. Mir ist aber keine Annähernd realistische lösung eingefallen. Is ja egal jetzt nützt mir das auch nix mehr.
Ich wurde wieder auf demselben Marktplatz geführt wie damals nur mit dem unterschied das diesmal in der Mitte, gut sichtbar für die menge die sich darum versammelt hatte ein riesiger scheiterte Haufen stand. Das war nicht gut! Ich konnte mir gut vorstellen das es ziemlich weh tat bei lebendigem Leib verbrannt zu werden.
Neben dem Scheiterhaufen stand auf einem Podest der König (neben ihm sein Sohn),als er mich sah erhob er die Stimme und die "Zeremonie" begann.

"Wir haben uns heute hier versammelt um dieses Wesen das mit dem Teufel im Bünde steht (er deutete auf mich) in den Tod zu schicken" zustimmen des gejohle. Kommentiert von meinem augenrollen brach aus.
"Ich euer barmherzigen König hatte anfangs meine zweifel. Aber dann machten wir den test und es stellte sich heraus das diese Frau da eine Hexe ist! Nun müssen wir unsere Stadt von diesem ungetühm befreien!" zustimmen des gemurmel.
"Auf den Scheiterhaufen mit ihr!"
Ich wurde von zwei wachen auf den Scheiterhaufen gezogen und so festgebunden das meine arme ziemlich sicher absterben würden. Ich zog probehalber an dem Seil. Nein es hielt und lockerte sich um keinen Zentimeter. Ich hätte wahrscheinlich auch so nicht entkommen können, denn der gesamte Platz wa von Soldaten umstellt. Ich hatte es längst aufgegeben sie davon zu überzeugen das es keine hexen gab. Also warum nicht einen denkwürdigen Abgang machen.
"Ich verfluche euch! Ihr die mich die rechte Hand des Teufels verbrennt! Eure ernten werden vertrocknen. Ihr werdet hungern und wenn der dritte Reiter der dunkelheit gekommen ist wird sich eure haut vom Fleisch lösen! Eure Knochen werden brechen und eure Seelen werden im ewigen Moor des verderbens versinken!"

Toten stille. Dann brach Panik aus. Ich musste mich wirklich zusammen reißen um nicht laut loszulachen. Jetzt würden mich die leute nicht so schnell vergessen. Ich grinste zufrieden.

"Los zünde sie an!" die worte des Königs brachten mich zurück in die Realität.
Ein Typ mit ner Fackel kam dem Holz gefährlich nahe. Gerade in dem Moment wo er die Fackel ans Holz halten wollte wurde es gleißend hell. Ich kniff meine Augen zusammen und als ich sie wieder öffnete sah ich ein starkes flimmern in der luft.
Es hatte ungefähr die Größe und Form einer Tür. Nun kamen im Laufschritt ein dutzend Soldaten herausgejoggt. Allesamt hatten sie millitärskleidung an und ein Maschinen gewehr in der Hand. Zehn von ihnen umringten den Scheiterhaufen und richteten die Gewehre auf die Menschenmasse. Die anderen zwei kamen auf mich zu und befreiten mich. Das war Rettung in letzter Sekunde! Ich rieb mir die Handgelenke und entdeckte neben dem Portal meinen vorgesetzten. Ich glaub das war das erste mal das ich mich freute ihn zu sehen. Ich wollte schon gerade von dem Haufen Holz runter klettern, als sich der König wieder fing.
"Wer seid ihr und was wollt ihr? Wieso befreit ihr diese Hexe?!"
Mein Vorgesetzter antwortete sehr höflich wie ich fand.
"Ich entschuldige mich für die unanehmlichkeiten die euch 9368 bereitet hat. Sie hat noch viel zu lernen. Ich werde sie jetzt wieder mitnehmen."
"Ihr seit also auch mit dem Teufel im Bunde!" seine Männer zogen nacheinander ihre Schwerter
"Gewiss sind wir das nicht und wir sind auch nicht auf einen Kampf aus..."
"Natürlich seid ihr das nicht. Was könnt ihr schon mit diesen eisenstäben anrichten" er deutete auf die Gewehre. Dann gab er seinen Soldaten ein Zeichen zum angriff.
Die Männer kamen mit gezückten Schwerter auf uns zu, die Soldaten um uns herum einen Kreis bildeten schossen gleichzeitig auf die wachen des königs. Sodass jeder der wachen danach ein perfektes Loch in seinem Schwert hatte. Sie sahen uns verblüfft an.
"Nun dann ich glaube es ist besser wenn wir jetzt gehen." meinte mein vorgesetzter und verschwand durch das Portal. Nach und nach joggten alle Soldaten wieder in das flimmern. Ich drehte mich noch mal zu lorander um.
"Wenn du mich brauchst, rufe mich und ich werde da sein."
Dann trat ich durch das Portal das sich hinter mir wieder schloss.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Jan 01, 2016 ⏰

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