Freya Cordon
Habt ihr schon jemals in einer Kleinstadt gelebt? Es gibt kleine winzige Gerüchte, die sich wie ein Lauffeuer verbreiten, aber auch so manche Familiengeheimnisse. Hier trägt jede Familie ein Geheimnis mit sich. Zum Beispiel die Familie McAdams. Der Mann der Familie verlässt das Haus jeden Mittag zum «Tennis spielen» im Country Club, doch jeder weiß, dass er sich nur einer anderen Frau hingibt.
Daraufhin gibt es noch seine Tochter Abby McAdams. Die Queen der Schule. Mädchen sehen auf sie herab und die Jungs finden sie gut zum vögeln. Ihre guten Noten bringen sie dadurch besser zum Vorschein und das sie mit meinem besten Freund zusammen ist macht es nicht gerade besser.
Woraufhin wir zu Louis Tomlinson kommen. Ein weltklasse Fußballspieler, der Traum aller Mädchen und mein bester Freund seit den Sandkastenjahren. Geben sie nicht das perfekte Paar ab? Louis und Abby. King und Queen.
Es ist nicht so, dass ich mich nicht für meinen besten Freund freue, es ist nur so..wie kann ich es nur nett formulieren? Abby ist ein Miststück. Seit der fünften Klasse meint sie, mich peinigen zu müssen. Es ist wie ein Ritual geworden, aber ich habe auf der anderen Seite Glück. Denn seitdem sie mit Louis zusammen ist, ist es ein wenig ruhiger zwischen uns geworden.
Als sie am Anfang ihrer Beziehung standen fühlte ich mich eher gesagt beobachtet. Ihr müsst es euch so vorstellen, Louis' Haus ist neben meinem. Abbys jedoch paar Häuser weiter, aber sie hat dennoch die Möglichkeit mich und Louis zu beobachten. Natürlich wenn wir die Sachen machen, die beste Freunde eben machen.
So kommen wir auch zu meinem kleinen Familiengeheimis. Ich w-
«Erde an Freya!» Ich wurde aus meiner kleinen Traumwelt gerissen, als ich Louis Hand vor meinem Gesicht rumfuchteln sah.
«Hast du mal wieder geträumt?» er sah mich mit einem amüsierten Blick an und ich fing an zu kichern.
«Das ist nicht witzig. Du weißt wie viel Spaß es macht!»
«Sieh' du lieber mal zu, dass du dein Essen isst. Deine nächste Stunde beginnt und ich habe keine Lust auf dich zu warten, weil du zu spät kommst, nachsitzen musst und ich eine ganze Stunde warten muss, weil ich derjenige bin, der dich nachhause fährt u-»
«Louis! Atme. Ich hab dich verstanden. Ich gehe los. Wir sehen uns draußen?» Er nickte mir zu und ich rannte in die Klasse rein, während ich eine allzu bekannte Person umstieß.
«Kannst du nicht aufpassen!» quitsche mir die bekannte Stimme in mein Ohr. Abby McAdams.
«Sorry!» schrie ich ihr zu, während ich weiter davon rannte. Ich hatte keine Zeit und Lust mich mit ihr auseinerzusetzen. Außerdem hatte Louis recht. Ich würde zu spät kommen und ich hatte in diesem Moment echt keine Lust das Gespött der Schule zu werden, indem sie die ganze Aufmerksamkeit auf sich zog.
Nachdem Unterricht sprintete ich aus der Klasse, in der Hoffnung niemanden umzustoßen. Meine Mum nannte mich schon immer einen Tollpatsch und ich musste mich echt zusammenreißen.
Louis wartete vor dem Wagen auf mich, doch nicht alleine. Ich wusste, dass der Tag noch schlimmer werden kann. «Wir fahren Abby auch nachhause.»
Genervt nickte ich und stieg in den Wagen rein. Jedoch stieg ich mit Absicht vorne ein. Ich grinste Louis zu, der jedoch leicht kichernd den Kopf schüttelte. Ich wusste, dass Abby nichts neben Louis sagen konnte.
Im Auto herrschte eine peinlich Stille und ich hatte das Gefühl gleich zu explodieren. Als wir Abby vor ihrem Haus absetzten und die paar Meter zu unserem weiter fuhren atmete ich erleichtert aus.
«Das war unangenehm.»meinte ich.
»Ach komm, so schlimm war es nicht.»
»Für dich vielleicht. Schließlich seid ihr zusammen.»
Louis boxte mir auf die Schulter und nahm meine Tasche auf die andere Seite. »Ich komm dann heute Abend zum Film gucken vorbei?»
Ich nickte und verabschiedete mich. Daheim angekommen warf ich meine Tasche auf den Boden und rief nach meiner Mum.
Natürlich war sie nicht daheim. So wie die letzen drei Tage. Überstunden im Krankenhaus zogen sich echt lange und ich hatte sie nur ein paar mal gesehen. Sie kam dann, als ich schlief.
Ich lief in die Küche und entdeckte einen Zettel auf dem Kühlschrank.
'Lasagne ist im Kühlschrank. Liebe dich. Mum xx'
Nach 3 Tellern Lasagne und einem Blähbauch warf ich mich oben in mein Bett. Es fing schon bald an zu dämmern und ich musste mir einen Film für den Filmabend überlegen. Ich lief kurz runter in die Küche und warf Popcorn in die Mikrowelle.
Mit zwei Tassen Kaffee machte ich mich auf den Weg nach oben und schaltete meinen kleinen, alten Fernsehr an. Wenn er überhaupt noch funktioniert. Jeden Tag denkt man er ist kurz davor abzukratzen und zu explodieren. Wäre meine Familie so reich wie Abbys Familie, dann hätte ich sicherlich schon einen neuen Fernsehr.
Oder wäre mein V-
Ich wurde schon wieder unterbrochen, durch ein Klopfen an meinem kleinen Balkonfenster. Louis stand mit einer DVD von Dirty Dancing davor und ich grinste. Ich öffnete ihm das Fenster und er stieg rein.
»So, so Kaffee also..»
»Du bist in Amerika du eingebildeter Brite. Gewöhn' dich dran!» er lachte und ließ sich auf die Couch fallen.
Ich holte das Popcorn, dämmte das Licht und kam mit zwei Decken zurück. Gerade als Louis an seinem Kaffee nippen wollte, ließ er ihn fallen und er fiel über mein Oberteil.
»Shit!» Es war einfach zu heißer Kaffee und es war auch nicht gerade zum Vorteil, dass ich ein weißes Oberteil anhatte.
»Fuck» hörte ich ihn schlucken. »Ich hole ein paar Handtücher.»
Währenddessen zog ich das Oberteil aus und es war mir scheiß egal das ich vor Louis mit meinem Bh stande. Schließlich sind wir Freunde seitdem wir klein sind und im laufe des Jahres hatte er mich immer wieder mal so gesehen.
Er kam mit einem nassen Handtuch zurück, das er aber auch auf den Boden fallen ließ.
»Louis!» kreischte ich. »Heb das verdammte Handtuch auf und überreich es mir.» Es wurde langsam echt heiß und er warf mir das Handtuch zu. Er rannte zu mir und hob es mir dahin, wo es brannte.
Ein unangenehmer Moment, doch es war mir gerade echt egal. »Das tut gut!»
»Sorry nochmal Freya! Es war ausversehen u-»
»Beruhig dich. Alles gut.»
Ich gab ihm das kalte Handtuch und eine kleine rote Stelle bildete sich. Ich zog mir schnell ein anderes Oberteil an und der Film fing an.
Nachdem Louis eingepennt war und der Film fast zu ende, hatte ich auch keine Lust mehr. Ich schaltete den Fernsehr auf normalen Kanal und durch das Licht wachte er allmählich auf.
»Ein Feuer brachte die Menschen in Vermont dazu, aus den Gebäuden zu springen. Schwer verletzt jedoch, ist John K. Cordon. Er wird momentan in ein Krankenhaus gebracht und die Chancen das er überlebt sind nicht gerade hoch. Die Brandursache ist nicht bekannt» sprach die Nachrichtenreporterin und ich setzte mich sofort gerade auf.
»Wie bitte?» fragte Louis, als hätte er nicht verstanden, was sie gesagt hatte und sah mich an.
»Louis. Das ist unmöglich!»
Ich schüttelte den Kopf und sah zu ihm. »Das ist mein Vater!»
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It all began with a Roadtrip / Louis Tomlinson
Fanfiction❝A guy and a girl can be just friends, but at one point or another, they will fall for each other...Maybe temporarily, maybe at the wrong time, maybe too late, or maybe forever.❞ - Dave Matthew Band (500 Days of Summer) Als Freya Cordon duch schrec...
