Kapitel 5

18 1 0
                                        

Bis hierher werdet ihr mir die Geschichte vermutlich noch glauben, aber ab hier kommt der Punkt wo ihr euch denken werdet: "Schreibt sie hier WIRKLICH die Wahrheit?" Ich werde ja sagen und ihr werdet mich nach Beweißen fragen. Daher sage ich euch gleich, dass ich keine habe. Alles was ich euch sagen kann ist, dass das hier meine wahre Geschichte ist. Ob ihr mir die Geschichte glaubt oder ob ihr sagt "Gutes Märchen" ist euch überlassen.

Also, in den folgenden Tagen habe ich versucht nach Beweißen zu suchen, dass meine Eltern keine Mörder waren. Tamtam wollte mir das ausreden und irgendwann ist das ganze so eskaliert, dass ich sie als fette Bitch bezeichnet habe, die nie ein richtiges Leben führen wird, weil sie jede Woche mit einem anderen schläft... Die meisten die sie kannte hätten mir vermutlich recht gegeben. Dennoch war sie immer für mich da wenn es mir schlecht ging. Ich konnte mit ihr über alles reden was mir am Herzen lag und sie hat immer den Mund gehalten. Und so wie ich ihr vertraut habe hat sie auch mir vertraut.
Die Sache ist nur die, dass sie solche Dinge die ich gesagt habe extrem persönlich nimmt.

Und so kam es dann, dass ich in die Schule ging und mich alle auslachten. Erst wusste ich nicht warum, bis einer von Vorne rief: "Hey, haben sich deine Eltern unter den Bus gelegt nachdem sie erkannt haben, dass ihre Tochter eine Lesbe ist?"
Natürlich wusste ich wer dahinter steckte... Tamtam hat es ihnen verraten...
Aber darum konnte ich mich jetzt nicht kümmern. Denn ein anderer meinte spöttisch: "Hey, Lesben sind laut der Aussage von Präsident Kurvo nichts wert, da ist es doch egal wenn wir ihr was tun!"
Der erste Junge kam her und trat mir in den Bauch. Als ich dann am Boden lag stellte er sich auf meine Hände damit ich nicht aufstehen konnte. Dann namen die anderen ihre Lineale und schlugen mit voller Wucht auf meinen Rücken. Nach etwa einer Minute, in der ich versuchte mich irgendwie zu befreien, fühlte es sich an als würde ich bluten. Dann haben sie mich endlich frei gelassen und mich bespuckt während sie lachten.
Ich stand langsam auf und lehnte mich mit dem Rücken an die Wand was keine gute Idee war. Ein Schmerzschrei kam aus meinem Mund. Mein Rücken brannte höllisch.
Als ich es endlich schaffte meinen Kopf zu heben, sah ich die blassen, entsetzten Gesichter von den Jungs die mich gerade noch niedergeschlagen haben. Ein paar andere drehten sich zu mir um und erschraken.
Dann bemerkte ich, dass die Wand hinter mir in Flammen stand. Das Feuer war rund um mich blau und wurde immer gelber je weiter es von mir weg war. Ich bemerkte, dass sogar mein T-Shirt verbrannte. Allerdings tat es mir nicht weh und ich erlitt keine Verbrennungen. Begriffwn habe ich aber erst viel später, dass mein Rücken wortwörtlich brannte.
Einer der Jungs nannte mich Freak und schlug mir mit seinem Lineal ins Gesicht. Dann war rund um mich nur noch Feuer. Das nächste woran ich mich erinnere ist, dass ich im Krankenhaus aufwachte.

Innere FlammeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt