Kapitel 6: Felix Felicis
#Missy's Sicht
Verwandlung hatte ich bei Professor McGonagall in ihrem Büro. Sie übte mit mir verschiedene Dinge wie ein Streichholz in eine Nadel und wieder zurück verwandeln - was bei mir auf Anhieb klappte. Ich versuchte es auch bei größeren Gegenständen und es klappte alles. Sie war sehr überrascht, aber positiv. Sie freute sich eine so talentierte Schülerin zu haben.
Während des Mittagessens war ich nur kurz in der Großen Halle. Ich wollte nie zu lange dort bleiben, denn die neugierigen Blicke der Schüler ärgerten mich. Vielen warf ich einfach nur meinen Todesblick zu, der wirklich beängstigend war, andere ignorierte ich einfach, was mich dennoch große Anstrenung kostete, sie nicht einfach anzuschreien mich in Ruhe zu lassen.
Dauernd spukte mir der Gedanke im Kopf das ich die Gang anrufen musste. Eigentlich sollte ich schon längst wieder in L.A. sein und sie machten sich bestimmt Sorgen. Mein Handy hatte ich einfach ausgemacht und in meinem Zimmer liegen lassen aber ich würde mich dem wohl oder übel stellen müssen. Wütend auf mich selbst, das ich schon zu feige war meinen Bro's was – eigentlich vollkommen verrücktes – zu erzählen, stapfte ich aus der Halle in mein Zimmer. Professor McGonagall hatte mir aufgegeben den Spruch für die Verwandlung von Knöpfen, Stiften und anderen Alltagsgegenständen zu üben. Ich sollte die Farbe und ihre Muster verändern und sie größer oder kleiner machen. Das alles klappte fantastisch sodass ich am Ende zehn unterschiedlich bemusterte Stifte vor mir liegen hatte, jeder Knopf verschieden aussah und ich meiner alten Michael Kors Tasche ein neuen Look verpasst hatte.
Ich packte mir das Zaubertränkebuch ein und lief runter in die Kerker, wo mir eine Klasse entgegen kam, die mich alle entweder mit Abscheu, Neugierde oder Verachtung betrachteten. Ein weißblonder Junge der mich – wie alle anderen auch – beobachtete viel mir ins Auge. Er hatte was verschlossenes, das sah ich sofort. Innerlich den Kopf schüttelnd ging ich in den Klassenraum und lies mich einfach auf einen Platz fallen.
Der rundliche, grauhaarige Professor räumte gerade etwas in seine Tasche als er mich bemerkte.
„Ah, Miss Garcia. Ich bin Professor Slughorn und werde sie in Zaubertränke unterrichten. Schlagen sie einfach schonmal ihr Buch auf Seite 193 auf, versuchen sie den Schlaftrunk für traumlosen Schlaf zu brauen . Zutaten müssten sie ja haben und falls sie etwas nicht finden schauen sie im Schrank nach. Ich muss kurz weg, hab noch ein Gespräch mit Professor Sprout doch ich denke sie schaffen das.“ Ohne mich zu Wort kommen zu lassen verschwand er eilend aus dem Raum und lies mich zurück. Aus meiner Tasche kramte ich das Zaubertränkebuch, den Kessel und alles andere Notwendige, schlug das Buch auf und fing an.
Jetzt müssen man noch dreimal rechts umrühren, dann zweimal links und wieder rechtsherum. Dann den Trank zehn Minuten ziehen lassen.Er müsste sich mitternachtsblau färben.
Ich rührte der Anleitung gemäß und lies den Kessel dann einfach stehen. Professor Slughorn war immer noch nicht wiedergekommen und ich hatte auch keine Lust zu warten weshalb ich mir einfach einen anderen Kessel aus dem Schrank holte, der an der Wand stand und suchte mir einen anderen Trank aus dem Buch raus.
Felix Felicis – Flüssiges Glück
Das klingt doch interessant, denke ich nur und hole die nötigen Zutaten. Während ich das Innere der zwei Schrumpffeigen entnehme und sie klein drücke bekomme ich das Gefühl das die Beschreibung im Buch nicht ganz zutrifft. Ich bin mir nicht ganz sicher doch es ist ein Gefühl was sich einfach falsch anfühlt. Kurzerhand handle ich einfach wie ich es für richtig halte, was ich auch ziemlich gewohnt bin. Statt den Wellhornschnecken nehme ich einen Billywig-Stachel. Dann noch vierzehn Tropfen einer Blutblasenschote, ein bisschen geriebenes Einhorn-Horn und dazu noch Mondstein und Weinrautenessenz. Anstatt den Wermutstropfen tropfen jetzt in regelmäßigen Abständen Liebstöckel hinein. Langsam verfärbt sich der Trank in einen bernsteinfarbenen Ton. Ich muss vierzehnmal rechtsrum rühren, dann eine Minute stoppen und noch weitere fünfmal umrühren. Die Geschwindigkeit des Rührens ändert sich immer wieder und auch langsam wird der Trank heller. Ein schwarzer Dampf steigt auf. Das wird auch beschrieben: Wenn schwarzer Dampf von dem bisjetzt schon sehr hellen Trank ist das ein gutes Zeichen, denn der austretende schwarze Dampf steht für die Verbannung der gefährlichen und unglückbringenden Dinge.
Nach immer unterschiedlichem Rühren und ausschöpfen, wieder rein schütten und so weiter soll der Kessel in dem der Trank ist mit eiskaltem Wasser gekühlt werden. Danach soll der Trank noch eine weitere Minute ziehen und müsste golden sein, durchzogen von leichten hellen Fäden und verändert die Form der Fäden ständig.
Als ich nach dem anderen Trank gucke, sehe ich einen wunderbar glänzenden dunkelblauen Trank aus dem kleine weiße Punkte aufsteigen. Ich warte das der Felix Felicis fertig zieht und schaue nach. Perfekt. Er entspricht genau den Erwartungen wie es im Buch beschrieben ist. Ich bin eigentlich ziemlich erstaunt von mir selber denn, das ich das so gut hinkriege dachte ich nicht. Naja, vermutlich waren das ziemlich einfach Tränke, nicht schwer herzustellend, aber was solls. Ich setze mich wieder an meinen ursprünglichen Platz, lese mir einige Seiten in dem Buch durch und warte. Professor Slughorn ist immer noch nicht aufgetaucht und ich sitze noch hier und langweile mich. Na super, Sarkasmus lässt grüßen. Müde betrachte ich den goldenen Trank. Es stimmt tatsächlich, helle Fäden ziehen durch den leicht zähen goldenen Trank und verformen sich. Mal bilden sie Kreise, Vierecke oder Herzen. Dann wieder Schlange, Löwen, Dachse oder Vögel. Manchmal erheben sich sogar eine kleine Bälle und schweben über dem Kessel. Doch was dann kommt verblüfft mich. Einige Fäden ziehen sich hoch in die Luft und bilden eine wunderbares Muster. Sie sind immer noch verbunden mit der goldenen Flüssigkeit, aber hängen in der Luft und verformen sich zu Kugel oder anderem.
„Was beim Barte Merlins?!“, höre ich die Stimme von Professor Slughorn und drehe mich um. Er steht mit geschocktem Blick im Türrahmen, die Bücher die er eben anscheinend noch gehalten hat, liegen ausgebreitet vor ihm auf dem Boden.
'“Miss Garcia, ich bin.... ist es das was ich denke das es ist?!?!?“, fragt er verblüfft. Langsam kommt er näher und deutet mit einem Wurstfinger auf das goldene Gewebe der Fäden.
„Das?!“, frage ich.
„Ja.... ist das Felix Felicis. Glauben sie mir, ich zweifele keineswegs daran das ich diesen Trank nicht erkenne nur - … haben sie ihn gebraut?!“
„Ja! Sie kamen nicht zurück und mir war langweilig aber der Trank ist bestimmt nicht so schwer denn eigentlich hat es ganz gut geklappt denn ich hab das Gefühl das die Zutaten im Buch nicht ganz stimmen denn ich hab mich so ziemlich von meinem Gefühl leiten lassen was da rein kommt.“ Ich gucke ihn nur an während er seinen Mund zu einem freudestrahlenden Lachen werden lässt und seine Augen vor Freude glänzen.
„Aber Miss Garcia! Dieser Trank ist einer der schwersten herzustellenden Tränke der ganzen magischen Welt. Nur wenige Magier und Hexen haben es je geschafft ihn zu brauen. Ich werde ihn am besten in Phiolen abfüllen. Natürlich bekommen sie den Großteil da sie ihn ja gebraut haben aber ich würde es mir erlauben etwas zu nehmen, wenn das in Ordnung ist?!“
„Natürlich, Professor. Ich weiß nichtmal wann ich diesen Trank benutzen sollte, denn im Buch steht zwar was er bewirken soll doch das mir wirklich alles gelingt was ich möchte bezweifle ich.“
Er beachtete meine Einwurf gar nicht sondern wuselte sofort im Raum herum und holte aus seiner Tasche eine Masse an kleinen Glasfläschchen und füllte den Trank darin ab. Zum Schluss bekam ich ganze 15 Phiolen und er 5 Stück.
„Das müssen wir sofort Professor McGonagall berichten. Sie sind ein Naturtalent, Missy! Kommen sie mit.“
----------------------------
so es gibt ein neues supergeiles Cover von @Keriall und ich finde sie hat das super gemacht danke danke danke an dich!!!! und naja ich hoffe das kapitel gefällt euch und nach ja etwas längerer Zeit kommt mal wieder was :)
DU LIEST GERADE
Bad Witch (german HP FF)
FanfictionAlle Rechte an Harry Potter, den Handlungsorten, Personen, etc. gehören J.K. Rowling. Missy hat sich einen Namen gemacht. Missy ist nicht gerade zimperlich was Waffen und Schmerzen angeht. Missy ist zuckersüße 18 Jahre alt. Das, ist Missy! Einführu...
