Weiter lief Mila durch das Dorf. Mit der einzigen Information die sie hatte: eine Sommerinsel. Welche, weiss sie nicht. Aber dafür wusste sie mittlerweile umso mehr, dass das mittlerweile kein Traum mehr sein konnte, sondern real war. Ganz egal, wie absurd das sein mag. Während sie weiter lief, überlegte sie wo und als was sie arbeiten könnte. Das einzige, was Mila bisher gemacht hatte war, als Kellnerin in einem Café über die Ferien zu arbeiten.
Bei einem Gedanken nach Hause schlich sich ein trauriges Lächeln über ihre Lippen. Das nicht wegen ihrer Familie, sondern ihren Freunden. Ob man es schon bemerkt hatte, dass sie weg war? Ihre Eltern wäre das wahrscheinlich eher egal. Es hatte sie nie interessiert sobald sie abgehauen war. Da sie eh wieder kommen würde. Aber ob das dieses mal auch so wäre wenn sie wüssten, das sie nie mehr mit einer hohen Wahrscheinlichkeit dort auftauchen würde? Zumindest erhoffte sie sich bei dem Gedanken an ihren Freunden, dass man sie vermissen würde. Oder?
Ihr Lächeln mit dem Gedanken das es völlig gleich wäre, stimmte das Mädchen immer trauriger.
Nach einiger Zeit des umher laufens, blieb sie vor einer Bar stehen die ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Unsicher überlegte sie ob sie mal nachfragen sollte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit trat sie dann schließlich doch ein. Zielstrebig lief sie auf den Tresen zu und machte davor halt.
"Wie kann ich dir helfen?", fragte eine freundliche Stimme einer älteren Frau das Mädchen.
"Ehm.... Ich wollte fragen ob ich hier vielleicht arbeiten könnte?..", fragte sie etwas unsicher die Frau. Fragend sah diese das Mädchen an, welches sie mit einem etwas flehendem Blick ansah. Die Frau hinter dem Tresen seufzte. "Was hast du dir vorgestellt?", fragte nun die Frau das Mädchen welches ihr antwortete. "Ich dachte vielleicht kellnern? Da es doch eine ziemlich große Bar ist..."
Die Frau nickte. "Na gut hör zu... . Dann fängst du jeden Tag außer an einem Tag der Woche von um vier Nachmittags, bis zwölf hier Abends an."
Mit einem nicken gab sie zu verstehen, dass sie verstanden hat. "Woher kommst du eigentlich und wie heißt du?", fragte die Frau erneut.
"Ich heiße Mila und komme von außerhalb.", genau wo sie her kam zu erzählen wäre ihr viel zu kompliziert gewesen. Die Frau nickte. "Also Mila, ich bin Ayumi. Falls du ja für heute nichts mehr zu tun hast, könntest du schon heute anfangen. Und wie lange bist du schon hier?"
Mila nickte und antwortete auf ihre Frage: "Ich bin erst seit heute hier."
"Dann nehme ich mal an das du noch nichts zum schlafen gefunden hast?", fragte sie das Mädchen welches nur mit einem nicken antwortete.
"Wenn du dich heute gut anstrengst, zahle ich dir heute schon was aus."
Sie nickte wieder.
Nach einigen Minuten des weiteren reden und auch das einweihen der Arbeit, fing Mila mit der Arbeit an. Sie weiß, es ist nicht das was sie sich vorgestellt hatte, aber besser als wie gar nichts und auf der Straße leben zu müssen.
Nachdem das Mädchen sich eingearbeitet hatte und gegen Abend die Bar immer voller wurde, bemerkte sie erst jetzt, auf was sie sich da eigentlich hat eingelassen.
Zufrieden schaute Ayumi dem Mädchen kurz bei ihrer Arbeit zu. Auch wenn sie am Anfang, als es begann voller zu werden, dass Mädchen etwas verunsichert wirkte, musste Ayumi nur darüber lächeln.
Ein kurzer Blick auf die Uhr sagte ihr, dass sie bald frei hatte.
Und nach zwei Stunden war es dann auch so. Ayumi hatte dem Mädchen ihren heutigen Lohn gegeben und ihr gesagt, wo sie erstmal hin gehen und schlafen konnte.
Mila bedankte sich noch bei ihr und machte sich dann auch schon auf dem Weg dorthin. Die so gut wie leeren Straßen machten das Mädchen doch etwas ängstlich und somit beschleunigte sie ihre Schritte.
Irgendwann dort angekommen, bezahlte sie ihr Zimmer und suchte dieses auf. Als sie dieses auch ziemlich schnell fand, legte sie sich in das Bett und schlief umgehend ein. Ihre Sorgen waren für einen kurzen Moment vergessen...
