Kurz vorab für die, welche die Info nicht gelesen haben, die Story beginnt im November 2013.
Summend mit einem Kopfhörer im Ohr stehe ich vor dem Herd und rühre in der Bolognese. Meine Vorlesung ist seit einer Stunde zu Ende und ich bin froh den anstrengenden Tag hinter mir zu haben. Meine Mitbewohnerin und gleichzeitig beste Freundin müsste auch demnächst kommen. Ich fange an zu grinsen, als ich an Sophia denke. Wir sind schon seit Ewigkeiten befreundet, so fühlt es sich jedenfalls an. Wir haben schon so viel miteinander erlebt und wissen so gut wie alles übereinander. Seit sie damals in der siebten Klasse zu uns nach Hamburg gezogen war, wurden wir unzertrennlich. Wir vertrauten einander vollkommen und das machte uns mehr zu Schwestern als zu besten Freundinnen. Lächelnd denke ich an unsere Schulzeit und was wir alles angestellt haben. Wir waren damals zu viert. Sophia, Clara, Lea und ich. Wir waren ein ziemlich komischer Haufen aber das machte uns nie was aus, wir waren stolz drauf. Eigentlich dachten wir immer, nichts könnte uns trennen, doch da hatten wir die Rechnung ohne Lea's Eltern gemacht. Die verkündeten , dass sie nach Bad Homburg umziehen würden. Das war für uns alle ein ziemlicher Schock, doch schafften wir es die Freundschaft aufrecht zu erhalten. Weiterhin grinsend dachte ich daran wie wir uns gegenseitig besucht hatten und dann nächtelang redeten oder wie wir stundenlang einfach telefonierten. Die nächste Trennung, die wir erleben mussten, war als Clara für ein Jahr in der zehnten nach Südkorea ging. Wir freuten uns natürlich für sie, da sie dort wirklich hinwollte, dennoch war es komisch das von den ehemals vier, noch zwei übrig blieben. Vor allem, als Clara dann wiederkam, aber die zehnte und Oberstufe in einer anderen Schule machte, welche näher an ihrem Zuhause lag. Unsere Freundschaft blieb bestehen, keine Frage, doch vermisste man das herumalbern mit den anderen. Auch Lea war mittlerweile noch weiter entfernt, denn sie war auf ein Internat in England gegangen, um dort ihre Schule zu beenden. Als dann Sophia und ich unser Abi hatten, gingen auch wir für ein Jahr getrennte Wege. So war sie für ein Jahr in Afrika und half dort armen Kindern und unterstütze sie, zudem lebte sie dort mit auf der Farm von Freunden die sie schon seit ihrer Kindheit kannte. Ich hingegen, machte ein Jahr Work&Travelling durch Amerika und besuchte dort meinerseits Freunde. Ich glaube das war ein hartes Jahr für unsere Freundschaft, doch umso schöner war es gewesen, als wir uns wiedergesehen hatten.
Mittlerweile hatte Clara seit etwas über einem halben Jahr ihr Abi und Sophia und ich zusammen eine WG in London und studierten auch dort. Lea war nach dem Abi direkt in das nächste Semester eingestiegen und studierte jetzt eine Stunde von uns entfernt Politik. Clara war die einzige von uns, welche noch in Hamburg war, doch hielten wir alle gut Kontakt und wenn wir uns wieder sahen, war es so als wären wir nie getrennt gewesen.
„Was starrst du so gedankenverloren durch die Gegend?", ertönt eine Stimme. Ich sehe auf und erkenne Sophia, welche sich gerade die Schuhe auszieht. „Tue ich das?", frage ich und hebe die Augenbrauen. „Ja. Ist alles ok?", leicht besorgt sieht sie mich an. Ich lächele, sie ist so ein herzensguter Mensch und kümmert sich immer um andere. „Alles gut. Ich hab nur über uns nach gedacht weißt du? Wie wir zu viert immer davon ausgegangen sind, dass uns nichts trennen kann und jetzt sind wir ziemlich verstreut.", erkläre ich ihr meinen Gedankenfluss. Sie nickt verstehend und kommt zu mir rüber. „Ich weiß. Doch sieh es mal so, wir sind immer noch sehr gut befreundet und wenn wir es die letzten Jahre geschafft haben in Kontakt zu bleiben, schaffen wir es noch weiter.", aufmunternd lächelt sie mich an. „Das habe ich auch gar nicht bezweifelt.", sage ich mit neckendem Unterton. Sie grinst mich bloß an und löste ihre langen dunkel braunen Haare aus dem Dutt. Dann dreht sie sich zu unserem Geschirrschrank und deckt den Tisch. Ich nehme mir währenddessen den Kopfhörer aus dem Ohr und schalte die Musik aus. Während Sophia den Tisch deckt beobachte ich sie nachdenklich. Sie ist relativ groß, größer als ich, was allerdings nicht schwer war, und hatte lange Beine und war schlank. Ihre warmen braunen Augen hatten, wenn man genau hinsah, einen leichten Grünstich und blickten einen fast immer warm an. Doch sollte man sich davon nicht beirren lassen. Sie war zwar ein herzensguter Mensch, doch an Sarkasmus fehlte es ihr nicht. Insgesamt war sie wunderschön innen sowie außen und lange Zeit wäre ich gern wie sie gewesen.
Das Piepen, was mir zeigt, das die Nudeln fertig sind, reißt mich zurück in die Gegenwart. Schnell gieße ich die Nudeln ab und stelle sie dann zusammen mit der Bolognese auf den Tisch. Beim Essen reden wir über alles mögliche. Nach dem Essen räumen wir ab und setzen uns zusammen in ihr Zimmer. Wir reden noch eine Weile und albern herum, bis uns einfällt, das morgen Vorlesungen sind und ich relativ früh raus muss.
AN: Ich weiß das Kapitel ist nicht sehr lang, doch hoffe ich das man trotzdem einen einigermaßen guten Einblick bekommen hat. Zudem werden die folgenden Kapitel wahrscheinlich länger als das hier. Noch einen schönen Sonntag!
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Meine Geschichte mit One Direction
FanfictionClaire lebt ihr leben ganz normal, hat eine WG mit ihrer besten Freundin in London und studiert dort. Gleichzeitig versucht sie den Kontakt zu ihren Freunden aufrechtzuerhalten, welche alle woanders sind nach der Schule. Alles ganz normal. Jedoch än...