Die Ankunft

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Ich wache gerade auf, als eine weitere Durchsage kommt: "Wir werden in wenigen Minuten landen. Bitte warten Sie mit dem Ablegen des Sicherheitgurtes bis das Flugzeug seine endgültige Landeposition erreicht hat. Vergessen sie nich Ihr Gepäck zu holen. Ich hoffe sie haben den Flug genossen."

Schnell zücke ich mein Handy und wähle den Kontakt von Kathi an.

Ich: "OMG!🤤 Wir landen gleich! Ich bin soo aufgeregt!"

Wenige Sekunden später ist sie online.

Kathi: "OMG!🤤🤤"

Ich: "ICH WEIS😲"

Kathi: "Ich wünschte ich wäre an deiner Stelle! Das Leben ist so ungerecht!😢"

Ich: "Haha🤣"

Kathi: "...😭..."

Ich: "Muss Schluss machen...Landen jetzt🤤"

Kathi: "Ruf mich an wenn du bei deinem Vater bist und erzähl mir alles in jeder kleinsten Einzelheit!"

Ich: "JAA! Bis dann😗"

Kathi: "😙❤"

Gott bin ich nervös! Ich werde gleich meinen Vater und meinen Bruder kennenlernen! Hoffentlich sind sie nett.

Ich erschrecke kurz, als das Flugzeug auf dem Boden aufsetzt. Die Türen des Flugzeuges öffnen sich. Wie in Trance laufe ich durch die verglaste Verbindung zum Flughafen.

Als mein Blick nach rechts schweift stockt mir der Atem. Es sieht soo schön aus. Auf einmal werde ich von hinten angerempelt: "Was stehsten so blöd da rum?!"

"Hey! Du hast mich doch angerempelt!", antworte ich in einem schnippischen Tonfall. "Ja wer da so doof rumsteht und nach draußen glotzt! Kann ich ja nichts für.", ruft er. Danach dreht er sich einfach um und geht. Was für ein Vollidot! Ich kenn den noch nicht mal und getan hab ich ihm auch nichts.

Nur noch wenige Meter, dann setze ich den ersten Fuß auf koreanischen Boden. Mein Herz klopft wie wild! Ich schließe die Augen, hole tief Luft und übertrete die "Grenze".

Als ich sie wieder öffne, überrollen mich meine Gefühle. Es kommt mir so vor als wäre das Ganze nur ein Traum. ABER ES IST WAHR!!! Ich bin wirklich in Korea!

Ein ältere Mann kommt mit meinem Gepäck auf mich zu und sagt auf Englisch: "Sie sind sicher Chang Yunai. Ich bin der Hausangestellte von ihrem Vater, Chang Min-jun."

Mein Gesicht muss ziemlich dumm aussehen, denn ein leichtes Lächeln huscht über sein Gesicht, als er mir in die Augen schaut. Sofort entschuldigt er sich: "Tut mir wirklich sehr leid. Sie haben mich gerade nur an ihre Mutter, Chang Elizabeth, erinnert. Wissen sie...Sie haben die gleichen Augen."

Ich schaue verlegen zu Boden. Das was er gesagt hat verunsichert mich. Auf koreanisch entgegne ich: "Sie können auch auf koreanisch mit mir reden...Ich habe es in der Schule gelernt. Und wie darf ich Sie überhaupt nennen?"

"Oh.Wie unhöflich ich heiße Cho Joo-won.", antwortet er. "Schöner Name. Bitte nennen Sie mich nur Yunai. Das wäre sehr reizend.", sage ich nun etwas aufgetauter.

"Wie Sie wünschen. Wenn sie mir nun bitte folgen würden.", äußert er. Joo-won dreht sich um und geht mit schnellen Schritten Richtung Ausgang. Ich muss mich ein bisschen beeilen um mit ihm Schritt zu halten.

Ich finde ihn nett. Wir laufen so schnell, dass ich gar nicht realiziere, dass wir schon fast beim Aussgang sind. Mein Herz fängt an wieder schneller zu schlagen.

Ich trete durch den Ausgang und mir bleibt für ein paar Sekunden die Luft weg. Es ist soo schön! Ich kann es nicht in Worte fassen.

Irgendwann bleibt der Hausangestellte vor einer rießigen Limousine stehen. OMG!🤤 Wie reich ist mein Vater denn bitte?!

Joo-won hievt mein Gepäck in den Kofferraum und hält mir anschließend die Tür auf. Langsam lasse ich mich auf den Sitzplatz der Limousine fallen...

SAVE MEWo Geschichten leben. Entdecke jetzt