3. Kapitel
Die Woche zog sich grausam lange und ich konnte es kaum abwarten, bis wir endlich wieder Wochenende hatten. Vorallem da dieses Wochenende total durchgeplannt war. Lucy, Em und ich planten für Freitag unseren Mädelsabend nachzuholen. Und Naomi lud mich für Samstag auf ein Weinfest ein. Dementsprechend freute ich mich, als die Schulklingel endlich die Schulwoche beendete.
"Jetzt sag schon!", fordert Lucy und wirft Em mit einem Kissen ab. Lachend fängt sie dieses auf und puhlt daraufhin nervös an ihren Fingernägeln herum. "Wir haben Montag ein Date!", murmelt sie und schnappt sich schnell eine Handvoll Chips, die sie kurz darauf in ihren Mund schiebt. Wahrscheinlich nur, um somit weitere Fragen zu umgehen. Zugegebenermaßen eine clevere Taktik! "Oh Gott Endlich!", quitscht Lucy und klettert über das Bett, um Emma zu umarmen. "Das freut mich so für dich!", grinst sie und setzt sich wieder auf ihren ursprünglichen Platz. "Wo gehts hin?", frage ich und schenke mir nochmal ein Glas Wasser ein. "Kino", lächelt diese daraufhin und streicht sich verlegen eine lose Haarsträhne hinters Ohr.
"Wie läuft es bei dir und deinem Freund?", frage ich schließlich Lucy, als eine Werbepause den Film unterbricht. Schulterzuckend zieht sie die Decke weiter nach oben und vergräbt ihr Gesicht in ihrem Kissen. Okay? Was genau habe ich verpasst? Stirnrunzelnd schaue ich zu Emma, die sofort meinen Blick umgeht. Auch gut!"Bist du dir auch wirklich sicher?", frägt mich Naomi nun zum fünften Mal, während sie den Spiegel im Sonnenschutz des Autos runterklappt und sich nocheinmal betrachtet. "Ja! Du siehst gut aus!", versichere ich ihr. Selbst ihre Mutter gibt mittlerweile ein kichern von sich und klappt daraufhin den Spiegel und somit den Sonnenschutz ein. "Was denn?", gibt Naomi schnippisch von sich. Seit wir in dem kleinen Erdbeerkörbchen ihrer Mutter saßen, welches sie lustigerweiße auch so nannte, betrachtet sie immer wieder ihr Spiegelbild und verbesserte ihrer Meinung nach die missratene Make up Künste, welche sie in ihrem Gesicht präsentiert. Dabei sieht sie heute einfach bombastisch aus! "Wir sind da!", unterbricht ihre Mutter meine Gedankengänge und biegt in eine große Einfahrt.
Genervt quetsche ich mich durch die Menschenmenge. Wo zum Teufel ist sie denn nur hin maschiert? Naomi sollte eigentlich immer noch an dem kleinen Stehtisch stehen, aber als ich dort vorbei ging, war sie wie vom Erdboden verschwunden. Genau deswegen sollte man nie alleine aufs Klo gehen. Sonst findet man nämlich die anderen nicht mehr! Das kann doch alles nicht wahr sein! Wütend schnaupe ich auf, als ein Mädchen sich an mir vorbei drengelt und mich dadurch nach hinten schubst. Kann die denn nicht aufpassen? "Da ist aber jemand gut gelaunt!", lacht eine raue Stimme dicht hinter mir. Erschrocken reiße ich die Augen auf. Dani?
"Heii", begrüße ich ihn unsicher. Was zum Teufel macht er denn hier? "Ich wusste das wir uns wieder sehen!", grinsend nimmt er einen Schluck von seinem Bier, "Aber hier hätte ich damit nicht gerechnet!". "Wieso?", verwirrt über diese Aussage starre ich ihn an. Was meint er? Ein Weinfest ist nicht recht viel anderst als wie ein Hallenfest oder eine Party. Hier trifft man nunmal Leute. "Wenn Yax wüsste das ich hier bin! Glaub mir kleine, dann wär hier die Sau los!", amüsiert über meinen noch immer fragenden Blick fängt er an zu erklären, "Yax und ich sind- ... nicht direkt Freunde. Wir sind eher-...". "Feinde!", brummt eine tiefe männliche Stimme. Yax!
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Lila Regen
Romance"Lila Regen" ist ein realistisch gestalteter Roman, welcher sowohl Kitsch als auch ernstere Themen beinhaltet. Mila ist ein siebzehnjähriges Mädchen, welches wie jeder andere eine Schule besucht und alltägliche Probleme überwinden muss. Sie geht ger...