Rauchzeichen

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Rauchzeichen sind eine einfache Form der Fernkommunikation, genauer der optischen Telegrafie, bekannt geworden. Besonders durch die Anwendung bei den Indianerstämmen Nordamerikas. Neben den gewollten Rauchzeichen zur Kommunikation kann man jegliche Rauchbildung (sowohl natürliche als auch künstliche) als Zeichen lesen, die unser Handeln beeinflussen. So kann zum Beispiel eine starke Rauchentwicklung bei Waldbränden Veranlassung sein, seinen Aufenthaltsort zu ändern. Um Rauchwolken zu erhalten, setzten nordamerikanische Indianer dem offenen Feuer in der Regel nasses Gras zu. Anschließend wurde die nun stark qualmende Feuerstelle mit einer Decke abgedeckt. Der sich sammelnde Rauch wurde in bestimmten Abständen freigesetzt, so dass eine Zeichenfolge von „Rauch" und „Nichtrauch" entstand, ähnlich wie beim Morsen, denen unterschiedliche Bedeutungen zugeteilt wurden. Andere Unterscheidungsmerkmale waren die unterschiedliche Größe der einzelnen Wolken sowie die Farbe, die durch die Wahl der rauchbildenden Feuerbeigaben beeinflusst wurden. Die Übertragungsrate von Rauchzeichen soll bis zu 8 Zeichen pro Minute betragen, was einer Bitrate von 0,13 Zeichen pro Sekunde entspricht. Doch nicht nur die Indianer Amerikas verständigten sich mittels Rauchzeichen. So wurden beispielsweise in der Antike des Abendlandes und im alten China Rauchzeichen zu militärischen Zwecken benutzt.

 So wurden beispielsweise in der Antike des Abendlandes und im alten China Rauchzeichen zu militärischen Zwecken benutzt

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