Wir waren gerade beim Landeanflug, als ich aus meinem Halbschlaf schreckte. Wir flogen nur knapp 3 Stunden und in diesen hatte ich genug Zeit, um den Schlaf nachzuholen, den ich die letzten Wochen nicht hatte.
Als das Flugzeug am Boden aufsetzte klatschten alle und meine Aufregung stieg immer weiter. Meine Oma Ana wollte mich vom Flughafen abholen und hatte mir Spaghetti Bolognese versprochen, wenn wir bei ihr waren.
Ich stieg als einer der ersten aus dem Flugzeug und machte mich auf den Weg meinen Koffer zu holen. Vorher ging ich nochmal auf Toilette und wusch meine Hände.
Mit meinem Koffer bewaffnet ging ich aus dem Flughafengebäude und hinaus in die sonnigen 24 Grad Orlando's. Es war jetzt kurz vor 10 Uhr und die Sonne schien schon warm vom Himmel. Meine Oma hatte mir schon geschrieben, dass sie auf mich wartete und mir eine genaue Wegbeschreibung zu ihrem Auto gegeben. Ich lief die paar Meter und sah schon ihren weißen Opel Corsa. Sie schien mich auch zu sehen, denn sie stieg aus und lief mit einem breiten Grinsen auf mich zu, um mich in die Arme zu schließen. "Ach mein Mäuschen, ich habe dich so vermisst. Am besten du verlässt mich nie wieder", sagte sie. Ich lächelte. Ihr Mäuschen war ich schon immer gewesen. Ihre Augen leuchteten in der selben hellblauen Farbe, wie meine.
"Komm jetzt ab ins Auto, die Bolognese wartet schon", sagte sie während sie mich zum Auto dirigierte. Wir fuhren nur eine halbe Stunde zu dem kleinen Haus meiner Oma. Sie hatte mich zu meinen Eltern und meinen "Freunden" ausgefragt. Ich musste ihr leider berichten, dass ich, seit meine Brüder weggezogen waren, nur noch einen besten Freund hatte und sonst allein war. Meine Freundinnen waren alle nur hinter meinen mega hübschen Brüdern her gewesen und hatten mich stehen gelassen, als diese wegzogen. Nur Ash war geblieben und hatte mich bis zum Schluss unterstützt.
Auch ich fragte sie einige Dinge. Beispielsweise über meine Brüder. Sie wusste nur ein paar Sachen, doch sagte auch, dass sie nicht wirklich nachgeforscht hätte, um den drei Jungs ihren Freiraum zu lassen. Sie vermutete aber stark, dass sie die Rockwood Highschool besuchten, weshalb sie mich auch auf dieser angemeldet hatte. "Die Rockwood ist die beste Schule hier in der Nähe. Dort gibt es so viele Sportangebote und alle Möglichkeiten, einen guten Abschluss zu machen. Ich denke allein schon wegen der extrem guten Football Mannschaft sind sie dorthin gegangen", erklärte sie mir.
Kurze Zeit später kamen wir auch schon am Haus meiner Oma an. Sie hatte einen kleinen gepflegten Vorgarten und ein einfaches Weißes Haus, umgeben von vielen anderen Häusern.
Ich trug meinen Koffer ins Innere des Hauses und zuerst stachen mir die vielen Bilder an der Wand ins Auge. Darauf zu sehen waren entweder meine Brüder zu dritt oder ich mit ihnen. Auch Einzelfotos von mir gab es. Ein Bild stach mir besonders ins Auge und ich musste die Tränen zurückhalten. Darauf zu sehen war ich mit meinen Brüdern an meinem 13. Geburtstag. Das heißt genau zwei Wochen, bevor sie weggezogen waren. Auf dem Bild pustete ich gerade die Kerzen aus und meine Brüder sahen mir grinsend dabei zu. Ein paar Sekunden nach dem Bild, hatten sie meinen Kopf in die Sahnetorte gedrückt und als Rache dafür, hatte ich ihnen den Kakao über den Kopf gekippt. Wir hatten Ärger bekommen, doch den Spaß war es wert.
"Ein hübsches Bild, nicht wahr?", sagte meine Oma plötzlich hinter mir, weshalb ich aus meinen Gedanken schreckte. "Oh tut mir leid, ich wollte deine Gedanken nicht unterbrechen"
Ich sah sie an und nickte, ging dann aber in die Küche, wo es schon gut nach Spaghetti Bolognese roch. Während ich vor dem Bild gestanden hatte, hatte sie schon begonnen zu kochen. Ich nahm mir einen Löffel, kostete die himmlisch leckere Bolognese und verbrannte mir prompt die Zunge. "Tja Schätzchen das passiert wenn man nicht warten kann", lachte Ana hinter mir, während ich kaltes Wasser trank.
"Ich geh hoch auspacken, rufst du mich wenn das Essen fertig ist?", erwiderte ich, als meine Zunge nicht mehr so sehr brannte. Sie nickte. "Selbes Zimmer?", fragte ich. "Selbes Zimmer", erwiderte meine Oma.
Ich trug den Koffer die Treppe hoch und öffnete die Tür des Zimmers in dem ich schon schlief, seit ich mich erinnern konnte. Es wurde regelmäßig renoviert und war jetzt ein Jugendzimmer und nicht mehr das Kinderzimmer. Ich ging hinein und warf mich erstmal auf das große weiße Bett in der Mitte des Raumes. Außerdem gab es einen großen Kleiderschrank, einen Schreibtisch und diverse Regale. Früher hatte ich mir immer ein Bad mit meinen Brüdern geteilt, wenn wir, wie jeden Sommer, hier waren. Jetzt hatte ich es für mich allein, da meine Oma ein eigenes besaß.
Ich packte alle Sachen in den Schrank und sah dann erstmal auf mein Handy. Ich hatte drei Nachrichten.
Zwei waren von Ash.
>>Hey Schatzii❤️ viel Spaß in deinem neuen Leben ❤️ ich besuch dich so oft es geht und erzähl mir bitte alles wichtige was passiert❤️ ily<<
>> Und sag, wenn du angekommen bist❤️<<
Ich antwortete:
>> Danke Schatzili❤️ ida❤️ ich bin gut angekommen und hab sogar schon ausgepackt❤️ Ich ruf dich bald mal an<<
Die andere Nachricht war aus der Klassengruppe, aus der ich erstmal raus ging. War ja jetzt nicht mehr meine Klasse. "Essen ist fertig", rief meine Oma von unten und ich stürmte sofort die Treppe runter. Ich hatte furchtbaren Hunger und freute mich schon riesig auf die Bolognese.
Ich setzte mich an den Tisch, den Ana schon gedeckt hatte und nahm mir eine große Portion Nudeln und Bolognese. Danach streute ich noch einen Berg Käse drauf und betrachtete mein Festmahl. "Na hast du mir noch was übrig gelassen?", fragte meine Oma, als auch sie sich an den Tisch gesetzt hatte. "Sicher doch", erwiderte ich grinsend. Ich fing an zu essen und natürlich schmeckte es großartig. "Oh man ist das lecker", sagte ich. Meine Oma lächelte "Schön, dass es dir schmeckt. Was hast du heut nachmittag noch vor?", fragte sie. "Ich wollte ein wenig die Innenstadt erkunden und vielleicht schon mal gucken, wo die Schule ist. Damit ich sie morgen auch finde.", antwortete ich auf ihre Frage.
Sie nickte. Meine Bücher und wichtigen Schulsachen hatte sie alle schon besorgt und ich musste morgen nur noch die Schule finden. Mitten im Schuljahr. Die neue in der Klasse. In einem ganz anderen Staat. Das konntr ja was werden.
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nächstes bearbeitetes kapitel wuhuuu. die freude ist auf jeden fall vorhanden. ich versuche jetzt jeden tag mindestens ein kapitel zu bearbeiten und denke, dass ich spätestens, wenn bei mir die schule wieder losgeht (also 19.07.) anfangen kann neue kapitel zu schreiben. dieses kapitel habe ich jetzt grob erstmal genauso gelassen, wie es vorher war, aber einige andere kapitel muss ich noch sehr stark verändern. aber lässt euch überraschen. see you later alligator.
kaya <3
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Brothers- after two years
Novela JuvenilNeue Freunde. Neue Feinde. Liebe. Probleme. Glück. Trauer. Nicht all diese Dinge hatte sich Valerie gewünscht, als sie zu ihrer Oma und ihren Brüdern nach Florida zog. Ihr Leben verändert sich komplett, genauso wie ihr Umfeld und ihr Charakter. Lest...
