Der Winterball mit Nachgeschmack(26)

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Geschockt von der Tatsache, dass die Liebe meines Lebens mit Lydia, die er seit der dritten Klasse liebt, zusammen ist, ließ mich vor den Treppen der Schule stehen bleiben. Allison schien mein abruptes Stehenbleiben zu bemerken und drehte sich auf den Stufen um.

"Alles okay?"

"Hm."Gab ich nur als Antwort und nickte geistesabwesend. "Ich komme gleich nach."

"In Ordnung. Wir warten drinnen auf dich."Lächelte Allison und ging mit Scott, der mich besorgt und stirnrunzelnd ansah, in die Halle. Ich lehnte mich gegen das Treppengeländer und sah in den Nachthimmel, während glückliche Paare und Freunde in die Halle gingen und die Nacht ihres Lebens erlebten.

Ich sollte mich eigentlich für Stiles freuen, da er so lange auf diesen Moment gewartet hatte, endlich mit Lydia auszugehen. Doch ich konnte nicht, nicht mal für ihn. Ich liebe Stiles, sollte aber anfangen, ihn los zulassen. Die ganzen Jahre habe ich mir Hoffnung gemacht, ja, sogar bis zu diesem Abend. Doch als mir Allison diese schreckliche Nachricht übermittelt hatte, ist eine Welt für mich zusammengebrochen. Natürlich, ich liebe diesen Idioten schon seit Jahren. Auch wenn es unmöglich scheint, muss ich von ihm wegkommen. Er will mich nicht. Doch ich sollte mich glücklich schätzen, jemanden zu haben, der mich will. Derek. An den Gedanken an ihn, schlich sich ein kleines Lächeln auf meine Lippen, da mir bewusst wurde, so richtig bewusst, dass er immer schon da war, wenn ich jemanden am meisten brauchte. Er war da, selbst, als wir uns noch gar nicht kannten. Dennoch hatte ich immer nur Augen für Stiles. Was, wenn ich schon einen 'Stiles' in meinem Leben habe, aber zu 'Lydia' bin, um es zu sehen? Was ist wenn Derek mein 'Stiles' ist?

Immer noch ringend mit den Gedanken bei Stiles und Derek, beschloss ich, diesen dummen Winterball auch zu betreten und hinter mich zu bringen, da ich mittlerweile schon alleine draußen stand. Ehe ich mich umdrehen konnte, sah ich eine Gestalt auf mich zu laufen, doch dieser Jemand blieb stehen. Ich drehte mich wieder zu der Person, da ich erkannte wer es war.

"Lange nicht gesehen." Rief Peter mir zu und überwand die Entfernung, um nicht schreien zu müssen. 

Ich, nicht wissend was ich eigentlich von ihm halten sollte, kreuzte meine Arme und begrüßte ihn ebenfalls.

"Hallo, Peter. "Mein Ton war nicht gerade erfreut, aber auch nicht zu kalt. Er ist dieses Monster-Werwolf-Ding, dass Menschen umbringt. Dennoch ist er Derek's Onkel. Ich war also zwiegespalten, wusste aber, dass ich kein Fan von ihm bin und sein werde.

"Was führt dich zu einem High School Ball?" Ich hob meine Augenbrauen und sah ihn neugierig an.

"Ach-"Er sah hoch in den Nachthimmel und über das leere Geländer, wo bis auf uns beiden, keine Menschenseele war. Eigentlich müsste ich Angst haben, aber da ich wusste, dass er mit Derek zu tun hat und Derek sonst ausrasten würde, wenn Peter mir etwas antun würde, bewahrte ich Ruhe. Dennoch war ich alarmiert.

"Ich muss nur etwas erledigen." Erwiderte er wieder mit dem Blick auf mir.

"Was denn? Jemanden töten?" 

Er lachte kurz auf und verneinte. "Nicht doch. Nur kurz ein Besuch abstatten." Ich konnte seinen Blick nicht deuten. Log er und seine Antwort ist nur ein Codewort für Ich bringe doch jemanden um oder besuchte er wirklich jemanden? Ist es Scott? Gibt es noch einen Werwolf an der Schule?

"Du weißt, dass nur Schüler und Lehrer befugt sind, das Gelände zu betreten, oder?" Versuchte ich ihn aufzuhalten. Wie gesagt, wer weiß was er in Schilde führt.

Er kam ein Schritt näher und musterte mich ab.

"Solltest du nicht zu deinem Date?"

"Ich hab keins. Ehrlich gesagt, bin ich nicht freiwillig hier." Ich strich mir eine Strähne hinter mein Ohr und beobachtete sein veränderten Gesichtsausdruck von gehässig lächeln auf stirnrunzelnd.

StilinskiWo Geschichten leben. Entdecke jetzt