32 Minuten

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Er konnte seinen Augen kaum Trauen als er da hinter dem Tor 5 voll ausgerüstete SEK-Beamte sah.
Von dem Übungsplatz konnte er in diesem Moment nur einen kleinen Teil erkennen, es schien sich fürs erste tatsächlich um eine Art Hindernislauf zu handeln. Matthias sah Stefan an, Stefan schritt mit Ihm gemeinsam wortlos voran und meinte dann kurz vor den 5 Kollegen „Wir werden den Parkour zunächst im Team machen, in dieser Übung übernimmst du die Führung und musst gemeinsam mit diesen 5 Kollegen sämtliche Aufgaben hinbekommen, nur wenn du alles in 32 Minuten schaffst, werden wir weiterhin über eine Ausbildung und Beschäftigung bei der Polizei sprechen können."
Stefan fuhr fort: „Natürlich kennst du dein Team und die Ausrüstung sowie die Aufgaben jetzt noch nicht, deshalb ist das Zeitlimit jetzt noch höher als es später dann sein wird"

In diesem Moment kam ein junger Mann angelaufen und gab Matthias eine Schutzweste, einen großen Gürtel und einen schwarzen Rucksack. Matthias erahnte schon das er diese Ausrüstung jetzt anlegen und damit den Pakour bestreiten müsste. Stefan gab ihm Also zunächst den Gürtel, an diesem hingen verschiedene Taschen is Gegenstände. An der rechten Seite war auch eine blaue Dummy-Pistole angebracht. Matthias fragte scherzhaft: „Bekomme ich keinen echten Bleibeschleuniger?"
Stefan antwortete ganz trocken: „Nein, wenn dann was schief geht, zahlt die Versicherung nicht."
Mattias legte also auch die Schutzweste an, auch an dieser waren mehrere Gegenstände angebracht. Er kannte all diese Dinge, es war für Ihn nichts neues, er hatte genau das erwartet.
Als er dann fertig angezogen war, war er dennoch überrascht über das Gewicht das er nun zu tragen hat.
Er kannte das tragen von Rucksäcken und Schutzwesten (sogenannte „Plattenträger" weil Schutzplatten in der Weste sind) vom Airsoft spielen, dort waren die Dinge aber alle immer viel leichter.
In diesem Moment realisierte Mattias zum ersten mal worauf er sich hier gerade einließ und wie verdammt hart das werden wird.
Mattias stellte sich den 5 gespielten Teamkollegen für den heutigen Tag vor und er erfuhr die Vornamen von allen.
Es waren Franz, Maik, Alexander, Andreas, Dieter und Oliver.
Er war sich unsicher wie er jetzt diesen Zug überhaupt anführen sollte, er hatte so etwas ja noch nie gemacht.
Er ging also voran und meinte zu seinem Team: „Ich würde sagen ich gehe einfach mal voran und ihr folgt mir, dann sehe ich mir an was zu tun ist, und sage euch dann wie wir das machen,,
Die 5 nickten einfach nur und folgten Mattias dicht.
Es war ein wirklich seltsames Gefühl für Ihn, er fühlte sich zwar nicht unwohl aber etwas überfordert und hatte keine Ahnung was der Zweck hinter dieser Aufmachung sein sollte. Schließlich sollte es doch hier nur um eine kurze Beurteilung und Überprüfung seiner körperlichen Fähigkeiten gehen, so hatte es Stefan ihm am Telefon zumindest mal gesagt.

Sie gingen also alle auf die erste Station zu und es war ein schmales Treppenhaus, die Aufgabe war lediglich nach oben zu kommen, und sich von oben mit einem Seil wieder auf den Boden abzuseilen.
Matthias sah die Treppen hinauf und wusste sofort wie er dort am schnellsten hoch kommen würde.
Er blickte zu seinem 5 Kumpanen und meinte: „Oliver und Franz, ihr geht voran und sichert, Andreas, du trägst mich bitte mitsamt Sack und Pack hinterher. Der Rest folgt mir und hält uns dem Rücken frei."
Die Anweisung von Matthias wurde auch direkt umgesetzt und die 6 waren im Nu ganz oben auf dem Übungsturm.

Oben angekommen fiel Matthias sofort auf das sich dort keinerlei Seile oder Klettergeschirr zum abseilen befand, lediglich eine lange Stange führte von Außen den gesamten Weg hinab auf den Boden.
Er wies Oliver an, das Laufrad an einem Karabinerhaken an Alexanders, Plattenträger zu befestigen und schickte Franz und Oliver wieder voraus.
Die beiden ,,umarmten,, also die metallerne Stange und glitten gekonnt nach unten.
Nun war Mattias an der Reihe, er setzte sich an den Rand des Turm und griff mit seinen Handschuhen, welche er an seinem Gürtel befestigt hatte nach der Stange. In diesem Augenblick kam auch schon Stefan und fasste mit seiner riesigen Hand auf Matthias's Schulter und setzte Ihm eine Augenbinde auf. Stefan meinte das er noch kurz warten sollte, nach 2 Minuten gab Stefan Matthias das Zeichen zum Start. Matthias atmete tief durch und war bereit. Bevor er das Gleichgewicht seines Körpers nach vorne verlagerte, realisierte er das er dass noch nie zuvor gemacht hatte und keine Ahnung hatte wie er das eigentlich machen müsste. In seinen Kopf schossen die Gedanken und er fragte sich: Wie fest muss ich die Stange greifen? Muss ich Schwung mitnehmen? Wie Bremse ich vor dem Boden ab? Warum bekomme ich kein Sicherungsseil? Wie hoch ist dieser Turm eigentlich? 20 Meter? 30 Meter?
Dann fasste er plötzlich all seinen Mut zusammen und rutschte einfach hinab, jedoch verlor er schon nach wenigen Metern den halt und stürzte in die Tiefe.
Gerade in dem Moment als er eigentlich auf dem Boden auftreffen müsste, spürte er plötzlich wie er in ein kaltes Becken voller Wasser fiel.
Sein ganzer Körper war unter Schock, damit hatte er nicht gerechnet, woher kommt plötzlich das Wasser???
Er konnte gar nicht so wirklich darüber nachdenken was gerade vor sich ging. Denn er bemerkte das er immer tiefer in das Becken sank, weil die schwere Ausrüstung in immer tiefer nach unten zog. Er versuchte sofort und reflexhaft nach oben zu schwimmen aber es gelang Ihm einfach nicht. Er sank immer tiefer und strampelte mit aller Kraft vergeblich unter Wasser umher...

Das neue Kapitel ist fertig

Ich wäre froh um ein kurzes Feedback

Gruß TRMEDICAL

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