Nach dem Aufstehen machte ich ein meine Sportübungen, also dehnte mich, machte Klimmzüge an der Stange an der Tür zum Wohnzimmer, Sit-Ups und Liegestütze.
Dann duschte ich und wusch mir meine Haare mit heißen Wasser, ich liebe es einfach, das heiße Wasser auf mich herunterprasseln zu lassen. Ich stieg aus der Dusche, trocknete meine rot gewordene Haut ab und zog schwarze, leicht zerrissene Shorts und ein tiefrotes Top mit dem Schriftzug "NINJA" und einem schwarzen, schwertschingenden Ninja darauf an. Dazu noch schwarze Sportschuhe, meine Haare mit etwas Gel sexy verwuschelt und mein Outfit war fertig. Ich sehe auf die Uhr. 7:02, Nina sollte langsam kommen.
Als ich mein Rucksäckchen, ein kleines schwarzes Teil im used-look, packe, klingelt als es an meiner Tür. Ich öffnete sie und sehe Nina. Überraschung mimend, schlage ich mir mit meiner flachen Hand an die Stirn. "Verdammt, ich hab' dich ganz vergessen! Ich bin noch nicht fertig! Weißt du was, ich fahr mit meiner Kawasaki, da bin ich schneller als mit dem Bus" Ihre Mimik drückt genau das aus, was ich erreichen wollte, sie sagt "Ok, kein Problem, soll ich dir kurz helfen?" - "Ne, ich glaub das geht schlecht" Sie wirkt erleichtert "Ok, aber ich muss mich beeilen, ich bin sowieso leicht zu spät" Wir umarmen uns kurz, dann dreht sie sich um und eilt die Treppe hinunter. In aller Ruhe packe ich mir noch ein paar Brote in mein Rucksack, schließlich will ich mit meiner Kawasaki nicht zu früh kommen und einen coolen Auftritt hinlegen.
Ich ziehe mir meine Lieblingslederjacke an, dann ziehe ich die Tür hinter mir zu, schließe sie ab, werfe die Haustürschlüssel in meinen Rucksack und laufe die Treppe hinunter zu meinem Motorrad. Ich aktiviere es, schwinge mich darauf und fahre los. Langsam fahren ist eh für Anfänger, und ich schaffe es, Ampeln geschickt zu umfahren (Gehwege sind 'ne tolle Erfindung), auch wenn sich ein paar Passanten beschweren. Ich zeige ihnen den Mittelfinger und rase weiter. Wie ich dieses Leben liebe! Kurz überlege ich einen Umweg über eine Polizeistation zu machen und mit Begleitung vor der Schule zu erscheinen, doch ich lasse es lieber.
Vor der Schule rase ich an einen noch freien Parkplatz heran, drängle mich an dem Auto quietschrosa, gehört bestimmt der Schulbitch vorbei und drehe mein Schätzchen um 180° mit rauchenden Reifen, sodass ich später bequem herausfahren kann. Der ungeteilten Aufmerksamkeit aller Leute um mich herum bewusst steige ich elegant vom Motorrad herunter, bocke es auf, sichere es, sodass es zwar niemand klauen kann, aber auch niemand e'nen Stromschlag abbekommt wie gestern Nacht und drehe mich um. Ein Mädchen, ca. 1,75 groß, wasserstoffblonde, kaputte Haare mit braunem Ansatz, sichtlich eitel und dümmlicher Gesichtsausdruck, ha, sag ich doch, Schulbitch und 100-prozentig öffntliches Verkehrsmittel steigt schnell aus. Sie ist so rot geworden, das ist selbst durch die Tonne Make-Up erkennbar, und setzt dazu an, mich anzukeifen, doch ich sage nur "Glaubst du wirklich, was zu sagen zu haben?" und gehe eiskalt und mit selbstbewusster Körperhaltung an ihr vorbei. In your face! Es bereitet mir einfach jedes Mal diebische Freude Bitches, Schlampen, Macho und ähnliches Menschengeziefer zu verarschen.
Ich sehe mich um und entdecke sofort meine Zielperson, Peter Caroli, mit dem Rest der Band an einem Ende des lang gezogenen, einreihigem Parkplatz bei einem alten Klamottensammelkontainer stehen. Offensichtlich die Raucherecke. Ich gehe zu ihnen hin stelle mich im Kreis neben die zweite E-Gitarre der Band, ein gut aussehendes, sehniges Mädchen mit schwarzen Kajal um die Augen und natur-schwarzblauen Haaren in langen schwarzen, ziemlich zerrissenen Jeans. Mit Pokerface ziehe ich eine Packung Camels aus meiner Tasche, nehme mir die vor-vorletzte Zigarette, die in der Packung ist -an sich rauch ich nicht, doch wem wird mit voller Zigarettenpackung schon abgenommen, dass er raucht und in der Szene ist?- Kurz und demonstrativ krame ich in meiner Tasche, dann frage ich in die Runde, es sind drei Mädchen und sieben Jungs, "gibt mir wer Feuer?" Zu meinem Bedauern zückt nicht der Hässlichste der Runde, Peter, sondern Ken, der absolut heißeste Typ wahrscheinlich der der ganzen Schule, seinen Zippo. Nach der dreiviertelten Zigarette im absoluten Schweigen, nur unterbrochen durch Peters durch den Rauch provozierten Husten, inhaliere ich einmal tief, atme den wohlriechenen Rauch -ich liebe diese eine wohlriechende Zigarettenart- aus und sage mit vom Rauch leicht rauer Stimme: "Nennt mich Zya. Ihr heißt wie?"
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Powergirl -on hold-
ActionIch arbeite die Geschichte gerade auf und verändere den plot leicht! Zya Jacy, temperamentvolle Agentin eines Secret Service, soll Informationen über einen Drogenboss sammeln. Der hat einen sechzehnjährigen Sohn und über die Band von diesem soll sie...
