Kapitel 5

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Als Liams Dad von der Arbeit kam, wurde er schon von seinem Sohn erwartet. Diesmal gab es Käse Makkaroni und währenddas Essen im Ofen war, berichtete Liam über seinen Gast. Mr. Dunbar war nicht sonderlich begeistert, aber er sobald sein Sohn den Dackelblick aufsetzte, war er einverstanden. Es klingelte an der Tür, Liam öffnete sie und empfing seinen ungebetenen Gast. Theo hatte eine Sporttasche in der Hand und grinste seinen Lover fröhlich an. Liam bat ihn herein und Theo begrüßte Liams Dad freundlich und zusammen aßen alle drei zu Abend. Liam liebeskranker Affe benahm sich anständig, wenn auch übertrieben freundlich. Mr. Dunbar hatte nichts dagegen, dass sein Sohn einen Gast hatte.

Nachdem alle fertig waren und der Doktor noch ein paar Berichteschreiben wollte, verschwanden Liam und Theo in Liam Zimmer. Esdauerte nicht lange, da schlich sich Theo schon wieder an seinen Liebsten ran und begann, ihn begehrend und lustvoll zu betrachten.

„Also...?!", fang Liam an und setzte sich an  den Schreibtisch. „Ich weiß jetzt nicht, was du machst, aber ich mussnoch Hausaufgaben machen." Er drehte sich auf dem Stuhl um undfing an, in seiner Schultasche zu kramen.

„Ich schau dir dabei zu.", sagte er ruhig und setzte sichaufs Bett. Liam seufzte und machte sich an die Arbeit. Von Konzentration kann nicht die Rede gewesen sein, aber er löste alleAufgaben und beantwortete alle Fragen. Theo saß derweil in aller Seelenruhe nur da und sah ihm dabei zu. Als Liam endlich fertig war, was circa eine Stunde später war, schlug er beide Hände überdem Kopf zusammen und packte alles wieder ein.

„Okay, hin fertig.", drehte er sich wieder zu seinem Gast und sah Theo mit verschränkten Armen hinter dem Kopf auf seinem Bett liegend. „Hast du nicht das Bedürfnis draußen im Wald ein paar Eichhörnchen nachzujagen?"‚ fragte Liam seinen Chimera.

„Nein, ich will nur bei dir sein.", sagte dieser nur undlächelte ihn an. Wieder ein Seufzer.

„Na gut, es ist schon spät und ich bin hundemüde."‚gähnte Liam und schälte sich aus der Trainingshose. Er verschwand im Badund kramte nach seiner Zahnbürste. Theo nutzte die Gelegenheit undschlüpfte auch in etwas Bequemeres. Er machte ess ich und seinem neuen Lebensabschnittsgefährten schon mal schön kuschelig in Liams Bett. Er zog sich ein weites T-Shirt über und folgte seinem Freund ins Bad. Liam war gerade dabei sich die Zähne zu putzen, als sich der Chimera hinterrücks an ihn anschlich und seine Arme um ihnschlang.

„Waff ffoll dam", nuschelte Liam mit Zahnbürste.

„Ich bin so glücklich, bei dir sein zu dürfen.", grinstees hinter ihm und gab ihm einen Kuss in den Nacken. Theo schnupperteam Haaransatz seines Liebsten und rieb leicht seine Hüfte an ihm.

„ALTER!!!!"‚ schrie Liam und spuckte den halben Badezimmerspiegel mit Zahnpasta voll. Er versuchte sich aus dem Klammergriff zu befreien, bezweckte aber nur, dass sich der Chimera noch näher an ihn heran kuschelte und zu schnurren begann. Liam musste zweimal hinhören Ja, Theo schnurre. Liam legte die Zahnbürste weg und ließ den Wasserhahn laufen. Er reinigte erst sich, dann den Spiegel. Er seufzte Das durfte doch alles nicht wahr sein. Wie gern würde er jetzt so von Hayden gehalten werden, aber nein, es musste ja den einzigen Chimera weit und breit treffen. Er schüttelte den Kopf. Er blickte auf zum Spiegel und sah auf den Mann hinter sich. Erwirkte so verändert. So zutraulich. So friedlich. So glücklich.

„Theo?"‚ sagte er leise. Theo nickte und sah ihm überden Spiegel in die Augen. „Warst du vorher nicht glücklich?" Theo sah ihn verwirrt an. „Also ich meine bevor ich dich verzaubert habe, warst du da glücklich?" Der Chimera überlegte undschüttelte mit dem Kopf. Liam machte große Augen. „Warum?",fragteder Mensch.

„Ich weiß nicht, ich bin seit dem Tod meiner Schwester sehr einsam. Obwohl ich der Grund war wieso sie gestorben ist habe ich sie geliebt."

,,Wieso redest du nie über so was?", fragte Liam. Ihn hattedie Neugier gepackt und er wollte jetzt die Chance nutzen, dies ich ihm bot, endlich etwas mehr über seinen Freund zu erfahren.Vielleicht könnte er auch für Scott ein Mittel oder einen Weg finden, sich von dem Werwolüluch zu befreien. Theo schienanscheinend in dem Zustand sehr redefreudig zu sein.

„Weil ich niemanden habe, mit dem ich darüber reden könnte."

„Hast du keine Freunde oder Familie?" Liamergriff sanft die Hand des Chimeras.

‚Nein, ich habe keine Freunde. Hatte ich noch nie." Theo sah ihn traurig durch den Spiegel an.

„Wenn du willst kann ich dein Freund sein."

Theo sah seinen Freund ungläubig an und drehte ihn seinen Armen zu sich um. Seine Hand wanderte wie von selbst zum Kinn des Betas.

„Liam, weißt du eigentlich, wie gern ich dich als meinen Beta hättet." kam es plötzlich von dem Werwolf.

,,MICH??? Als deinen Beta??? Glaub mir, das wäre keine gute Idee." Liam lachte, wurde aber schnell wieder von dem sanftenBlick seinesFreundes zum Schweigen gebracht.

„Ich denk, du wärst ein super Beta. Du bist schlau, witzig, charmant und sexy." Theo wollte seinem Gegenüber gerade einen Kuss auf die Lippen hauchen, als dieser die heimtückische Attacke bereitserkannte und sein Gesicht leicht wegdrehte, so dass er nur die Wange erwischte.

,,SEXY??? Ich??? Nicht einmal Hayden findet mich attraktiv. Ich bin nicht sexy. Das ist dieser verdammte Zauber, der aus dir spricht." Liam löste sich aus dem Griff und verschwand zurückin sein Zimmer. Theo blickt ihm verzweifelt und allein gelassenhinterher. Er putzte sich ebenfalls seine Zähne und folgte Liam insein Zimmer.

Liam hatte sich schon in sein Bett verkrochen und die Bedecken biszur Nase hochgezogen. Er hatte sich schon einmal das Bett mit demWerwolf geteilt, aber diese Situation war definitiv eine andere. Erwar damals noch ein halber Fremder und er war definitiv hetero. Jetzt nicht mehr. Er schien durch und durch schwul zu sein. Liams Herzschlug schneller, als sich der Chimera auf der anderen Seite des Bettes einfand und sich neben ihn legte. Panisch krallte er sich ander Bettdecke fest und stame zur Decke. Theo kam immer näher unterder Decke auf ihn zu und Liam atmete immer schneller.

„Keine Angst, ich werde artig sein.", versicherte derWerwolf ihm, aber es nützte nichts. „Liam, du kannst mirvertrauen, ich werde dir nichts tun."Liam sah ihn an und sah ingroße, grüne Augen. Sein Klammergriff um die Bedecken löste sichleicht und er entspannte sich etwas.

„Morgen ist Schule und mein Wecker geht um 7:00."‚ sagte Liam und drehte seinem Freund den Rücken zu. Er reckte sich, um dieNachttischlampe auszumachen.

„Ist okay.", erwiderte der Chimera. Innerhalb von Sekundenhatten sich seine Augen an die nun herrschende Dunkelheit gewohnt.

„Gute Nacht, Theo", seufzte Liam und kuschelte sich nochetwas mehr an sein Kopfkissen. An Schlaf war mit dem Knuddelmonsterneben sich gar nicht zu denken. Er erwartete jeden Moment, das erwieder über ihn herfallen würde und sich an ihm rieb oderschlimmeres.

„Gute Nacht, Liam und träum was Schönes."‚ säuselte Theo hinter ihm und begutachtete weiter den Rücken des Jungen. Esjuckte ihn zwar ungemein in den Fingern, aber er hatte es seinemFreund versprochen. Alleine schon die Tatsache, dass er nun endlichbei ihm sein durfte, war Grund genug zur Freude. Seit Tagen plagten ihn diese Gedanken und Träume. Er benahm sich wie ein Irrer.

Liam starrte in die Dunkelheit. Er hörte den Chimera hinter sichatmen. Er rühne sich nicht. Auch Theo rührte sich nicht. Er lag einfach nur so da. Liam musste wieder an das Gespräch vorhin denken. Er wäre sein Beta?

In Gedanken versunken über mannte ihn dann doch die Müdigkeit und er schlief seelenruhig ein. Anders als Theo. Der war immer noch hellwach und genoss leicht grinsend die Gesellschaft des Schläfers. Er sog seinen Duft ein und spürte die Wärme, die von ihm aus ging, auf seiner Haut. Wenn es nach ihm ginge, könnte Liam die Schule sausen lassen und nur mit ihm in seinem Bett bleiben. Aber Liam wäre weniger begeistert und würde sich mit Händen und Füßen gegen ihn wehren. Er wollte es sich nicht mit ihm verscherzen. Ohne ihn würde er wahnsinnig werden und wieder irgendwelche dummen Sachen machen, er musste Liam unbedingt seine Klamotten wieder geben, fiel ihm dabei ein. Er wollte ja nicht, dass er ihn für einen Stalker hält oder ähnliches. Theo blieb noch einige Stunden wach, bis auch bei ihm das Sandmännchen vorbei schaute. Diesmal träumte er wie schon die letzten Tage gewohnt von Liam. Er war ihm nahe und Liam wehrte sichnicht mehr. Er konnte mit ihm machen, was er wollte. Das nutzte derChimera natürlich schamlos aus. Obwohl Theo wusste, dass es nur einTraum war, hatte er die stille Hoffnung, das Geträumte auch in dieRealität umsetzen zu dürfen. Irgendwann.Wenn es nach ihm ginge,eher früher als später.













Thiam Liebeszauber ❌noch Nicht Vollständig BearbeitetWo Geschichten leben. Entdecke jetzt