Zum Muttertag - Hormone

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Ich stehe neben mir
Und sehe zu
Wie mein Körper randaliert
Wie mein Hirn die Kontrolle verliert
Wie ich schreie, brülle, verletze
Jeden Schlag gezielt neu setze
Meine Sprache voll von Hetze
Es sind nicht mal ganze Sätze
Und doch müssen sie Dich schmerzen
Ganz tief drin in Deinem Herzen
Ich geb keine Ruh
Und fühle doch mit Dir

Es tut mir so Leid
Doch ich kann's Dir nicht sagen
Denn wie kann ich wagen
Einen weiteren Streit

Ich werde erwachsen
Und unabhängig
Ich werd' Dir entwachsen
Doch unbeständig

Ist noch meine Persönlichkeit
Der Umbau ist lange und reicht weit
Ich kann es sehen, in Deinem Blick
Du weißt, Du kriegst mich nicht mehr zurück

Ich stehe neben mir
Und schäm' mich
Und Du stehst neben mir
Und weinst
Ich werde wieder
Ruhig und friedlich
Jedoch nie wieder
So wie einst

SommerregenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt