Zusammen kamen wir dann auch wieder Zuhause an. Ich öffnete schnell die Tür des kleinen Hauses und lies die beiden anderen eintreten. >>Mutter! Wir sind wieder Zuhause!<< Ich schloss die Tür hinter mir und schüttete das Holz, was sich in meinem Korb befand, in die Kiste und hing den Korb anschließend an die Wand. >>Schön das ihr wieder da seid. Kommt, wir essen
gleich.<< Wir setzten uns und Eren seine Mutter holte ihren Mann. Nach wenigen Sekunden kam sie, ohne ihn, wie immer, zurück. Er war also in seinem Geheimen Keller, was auch immer er da immer tat. Erens Mutter gab uns allen einen Teller und bald darauf kam auch ihr Mann. >>Was gibt es denn?<< Er setzte sich zu und und sah die Suppe, weswegen er keine Antwort mehr benötigte. Dennoch erhielt er eine. >>Suppe.<< Wir alle saßen ruhig am Tisch und aßen, bis sich Mikasa einschaltete. >>Blue und Eren wollen in den Aufklärungstrupp.<< Eren ließ seinen Löffel fallen und sah Mikasa wütend an, während ich ruhig weiter aß. >>Mikasa, du Petze!<< Mikasa zuckte jedoch nur kurz mit den Schultern, während sich Erens Mutter einschaltete. >>Was!? Nein! Ihr werdet doch nicht dort hin gehen!<< Fast schon verzweifelt schüttelte sie den Kopf und hoffte wahrscheinlich, dass wir klein bei geben würden und unsere Meinung ändern würden. Doch wir blieben standhaft und am Ende wand sie sich an ihren Mann. >>Sag doch auch was!<< Ruhig musterte Dockter Jäger uns, bis er wirklich etwas sagte. >>Blue, warum willst du zum Aufklärungstrupp?<< Ich legte meinen Löffel ab und wischte mir, mit Hilfe des Taschentuchs, den Mund ab. >>Ich will nicht wie eine Maus in der Falle sitzen. Diese Menschen hier trauen sich alle nicht raus zu gehen und zu kämpfen. Aber ich schon!<< Entschlossen sah ich ihn in die Augen und holte kurz Luft, bevor ich weiter redete. >>Ich will etwas tun, wenn sie kommen. Ich will nicht nur Tatenlos daneben sitzen und warten, während die Titanen meine Mitmenschen fressen. Ich will da raus.<< Mein Blick glitt an ihm vorbei und ich sah durch das Glas des Fensters, genau auf die Mauer. Ich glaubte, sowas wie ein winziges Zucken seiner Mundwinkel, im Augenwinkel, gesehen zu haben. >>Und du Eren?<< Eren blickte kurz zu mir und ich nickte ihm zu. Umso Entschlossener, wand er sich nun an seinen Vater. >>Ich will nicht wie ein dummes Schwein hier drinnen hocken und zusehen, wie wir irgendwann sterben. Ich will raus, außerhalb der Mauern und die Welt sehen. Ich will zusammen mit Blue für die Menschheit kämpfen.<< Wir nickten uns zu und sahen nun beide zu Erens Vater. Dieser nickte und stand auf. >>Gut, ich muss dann gleich los.<< Sofort sprang auch Erens Mutter auf und wollte ihn, so wie es aussah, kurz aufhalten. >>Was!? Willst du sie gar nicht davon abhalten?<< Sie sah ihn bittend an, doch er schüttelte stur den Kopf. Guter Mann. Es währe sowieso bloße Zeitverschwendung gewesen. >>Nein. Es gibt keine Worte, die es vermögen, den Menschlichen Forschungsdrang zu unterdrücken.<< Er nahm seine Tasche hoch und sah noch mal zu uns drei Kindern. >>Eren, Blue. Das nächste mal, wenn ich wieder da bin, werde ich euch den Keller zeigen.<< Erstaunt sahen ich und Eren auf. >>Mir?<< Ich hatte diese Frage, die zwar nur aus einem Wort bestand, aber dennoch mehr als berechtigt war, verirrt gestellt. Warum wollte er denn mir diesen Keller zeigen? Und warum nicht Mikasa? Dennoch nickte Erens Vater und kam zu uns. Er legte mir eine Hand auf die Schulte und sah zu Eren und dann zu mir. >>Ja, du bist sehr intelligent für dein Alter. Eren wird, wenn ich mal nicht da bin, jemanden brauchen, der ihm erklären kann, was in den Büchern gemeint ist.<< Er verabschiedete sich und ich konnte mich nicht mehr halten und drehte mich zu Eren um. >>Er hat dich gerade dumm genant!<< Prustend hielt ich mir den Bauch, der jetzt schon weh tat. Zugegeben, ich lachte nicht häufig. Beleidigt verschränkte Eren die Arme und sah weg. >>Stimmt doch gar nicht.<< Grinsend beugte ich mich zu ihm ans Ohr. >>Und wie das stimmt.<< Jedoch, als ich ihn gerade weiter necken wollte, drehte sich Erens Mutter zu uns um und sah uns Mahnend an. >>Ihr könnt doch nicht zum Aufklärungstrupp! Ihr werdet sterben!<< Eren und ich standen auf, wobei er mich um mindestens 3 Zentimeter überragte und sahen seine Mutter, die in den letzten Jahren auch für mich wie eine Mutter geworden war, wütend an. >>Wir wollen aber nicht wir dumme Schweine sterben! Wir werden gehen!<< Ohne auf seine Mutter, der Mikasa, zu achten nahm er mich am Ärmel meiner schwarzen Jacke und zog mich mit. Nach wenigen Minuten hörte ich auch Mikasa und bereitete mich innerlich darauf vor, dass ich gleich Sterben könnte. Doch dazu würde ich es nicht kommen lassen, denn immer hin hatte ich die Verantwortung. Mein Blick haftete an der Mauer, wo auch gleich darauf der gelbe Blitz erschien. Eren und Mikasa hatten es ebenfalls gesehen. Nun standen wir hier, zu dritt und sahen erstaunt zur Mauer hinauf. Jedenfalls bis ein Ohrenbetäubender Knall ertönte und Staub, sowie Schutt überall aufgewühlt wurde. Niesend zog ich mir das Tuch von James über die Nase und war froh, dass das meine Allergie unterdrückte. Denn zu meinem Leiden hatte ich eine Hausstauballergie, die oft schon bei der kleinsten Menge Staub zu schlug. Deswegen war ich unweigerlich zum gründlichen Putzen gezwungen, ob ich wollte oder nicht. Zu meinem Glück war das Tuch von James auch ziemlich teuer und somit auch umso stabiler, aber auch dichter. Das hieß, dass es kaum Staub durch das Tuch schafte. Innerlich dankte ich also meinem Kindheitsfreund, doch riss mich aus der starre, als ich den Gesteinsbrocken durch die Luft fliegen sah. >>Eren! Deine Mutter!<< Egal ob wir sauer waren, oder eben nicht. Wir wannten zusammen, so schnell wir konnte, zum Haus. >>Mutter!<< Unbewusst hatte ich sie als meine Mutter bezeichnet, doch mein Schock, auch wenn ich die Szene schon kannte, war zu groß. Ich kannte diese Frau jetzt über 3 Jahre und das letzte was ich tat, war mich mit ihr zu streiten. >>Eren, Mikasa, Blue. Ihr müsst gehen!<<
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Blue - Reise ins Vergangene (AoT FF)
FanfictionBlue ist 23 und ein riesiger Anime Fan seid ihrer Kindheit. Auch jetzt, wo sie eine hoch angesehene Ärztin ist, schreckt sie nicht davor zurück mit Anime Merch durch die Welt zu laufen. Am meisten mit Merch von ihrem Lieblings Anime, Attack on Titan...