Hunger Game

442 17 0
                                        

Vincent

April sieht schon seit einigen Minuten echt nicht gut aus. Sie hält sich den Bauch und versucht möglichst nicht zu reden. Ich hab es ihr ja gesagt...,, Ich muss mal kurz... Wohin... " sagt sie dann und steht auf.,, Was ist denn nun los?" fragt ihre Mutter besorgt.,, Der Auflauf" antworte ich und stehe ebenfalls auf.,, Wo ist das Bad? ",, Den Flur entlang, links" antwortet sie.,, Danke" ich gehe durch den Flur und öffne ohne anzuklopfen die Tür vom Badezimmer. Ich Knie mich hinter ihr auf den Boden und übernehme das Haare halten für sie. Dann tastet sie nach der Klo Spülung und drückt mehrmals drauf. Dann schließt sie den Deckel und lässt sich nach hinten fallen.,, Ich habe es dir ja gesagt",, Genauso wie du mir gesagt hast, dass ich nicht weiter gehen soll. Du weißt doch mittlerweile, dass ich zu dumm bin, auf sowas zu hören" sagt sie genervt.,, Dann hör auf so dumm zu sein und hör ab jetzt auf das, was ich dir sage" ich hole aus meiner Jackentasche einen blutbeutel heraus und gebe ihr den.,, Wo hast du das denn her? ",, Aus dem Krankenhaus",, Ich will kein Menschen Blut trinken",, Soll ich dir erst ein Schwein holen? " frage ich. Dann weiten sich ihre Augen.,, Schon gut..." sie will das Teil grade mit dem Fingernagel aufpieksen, da halte ich ihr einen Strohhalm hin.,, Bevor du dich wieder komplett einsaust ",, Halt die Klappe..." beschämt nimmt sie ihn entgegen und schaut dann zu Boden.,, Beeil dich aber ein wenig, deine Eltern machen sich Sorgen" sage ich und gehe wieder raus.,, Wie geht's ihr? " fragt ihre Mutter besorgt.,, Sie macht sich nur noch kurz frisch und kommt dann sofort wieder" antworte ich.,, Ich warte kurz drinnen auf sie, ich muss noch mit ihr reden" ihre Mutter steht auf und geht rein.,, Vince, ich muss auch mit dir reden" sagt ihr Vater zu mir. Ich ziehe die Augenbrauen hoch und warte, dass er anfängt zu reden.,, April ist unser einziges Kind und.... ",, Der Stolz der Familie, ich weiß" verwirrt schaut er mich an.,, Sie hatte vorher noch keinen Freund. Deswegen möchte ich dich darum bitten, sie nicht auszunutzen",, Ich mache nichts gegen ihren Willen" das ist ja schon irgendwo eine Lüge... Ich habe sie gebissen und damit zu diesem Leben gezwungen...,, Nimm das nicht persönlich, doch wenn du sie verletzt, ob seelisch oder körperlich, dann bekommst du es wirklich mit uns zu tun. April hat eine so reine Seele... ",, Ich weiß" unterbreche ich ihn.,, Und solltet ihr irgendwann so weit sein für... Du weißt schon... Dann verhütet bitte" ich kann mir ein grinsen nicht verkneifen.,, Ist angekommen" antworte ich. Seine Gedanken zu hören ist echt lustig. Er hält mich für einen Satanist und er glaubt, dass ich April verderben will. Wenn er wüsste...,, Mooom! " höre ich April von drinnen rufen. Ihre Mutter führt mit ihr genau dasselbe Gespräch. Sie hat echt fürsorgliche Eltern. Das ist ja schon irgendwo süß. Ich schaue zum Himmel hinauf. Wir sollten langsam los, April wird bald wieder hungrig sein und heute Nacht werde ich ihr zeigen, wie man jagt.,, Ich sammel dann mal April wieder ein, wir müssen so langsam mal",, Habt ihr noch was vor? " fragt ihr Vater skeptisch. Er denkt, dass ich sie "Vernaschen" will und deswegen los möchte.,, Meine Eltern müssen wir auch noch besuchen. April ist nämlich auch meine erste Freundin" antworte ich und lächel. Sein verwirrter Blick ist unbezahlbar. Ich gehe rein und muss lachen, als ich diesen Anblick sehe. Ihre Mutter zeigt ihr doch ernsthaft, wie man ein kondom benutzt. Sie vergräbt ihr Gesicht in ihren Händen, während ihre Mutter erklärt, dass wir gefälligst zwei Gummis benutzen werden, wenn sie die Pille noch nicht nehmen will. Die Frau will mir wohl den schwanz abquetschen. Aber wie ich April's Gedanken schon schreien höre, dass sie niemals mit mir ins Bett möchte, hat sich das ja schon von selbst erledigt.,, Tut mir leid, Sabine. Aber ich muss sie euch leider für heute wieder weg nehmen. Meine Eltern warten auch noch" werfe ich dazwischen und reiße sie völlig aus dem Kontext.,, Achso" sagt sie perplex. April schaut beschämt auf. Ich komme auf sie zu und nehme ihre Hand. Dann ziehe ich sie geradewegs mit zur Tür.,, Bis dann, mom! " ruft sie noch. Dann gehe ich mit ihr raus.,, Wieso erklärt man Frauen immer, wie man ein kondom benutzt? Ihr habt doch gar keinen schwanz" lache ich.,, Oh nein, wie viel hast du mitbekommen? "fragt sie.,, Ziemlich viel. Aber keine Sorge, dein Vater hat mit mir dasselbe Gespräch geführt... Nur ohne Vorführung",, Nicht dein ernst",, Oh doch",, Ist das peinlich... ",, Ich fand deine Eltern süß" gebe ich zu. Und als wir die Ecke erreichen, schaue ich mich um, ziehe April an mich heran und appariere nach Hause. Als wir dann im Wohnzimmer stehen, schaut sie mich fröhlich an.,, Du magst sie echt? " fragt sie begeistert.,, Warum sollte ich sie nicht mögen?",, Weil ich ihre Gedanken gehört hab",, Die waren lustig, oder? ",, Schon... Irgendwie...",, Und jetzt zieh dich um, ich bringe dir heute das selbstständige jagen bei",, Das was?! " schockiert schaut sie mich nun an.,, Glaubst du ich habe lust, jeden tag zwei mal für dich mit zu jagen?" frage ich.,, Aber... Ich... " ich schaue sie erwartungsvoll an. Dann presst sie die Lippen zusammen und dreht sich um. Dachte ich es mir.

April steht lockere 15 Meter hinter mir und schaut zu, wie ich mich an ein Reh anpirsche. Ich spüre schon, wie ich die Kontrolle über mich selbst verliere und mich auf das Reh stürze. Ich bin es natürlich gewohnt und finde den Anblick nicht mehr so schlimm. Und wenn ich mich nicht auf das Tier gestürzt hätte, hätte sich eine andere Bestie daran bedient. Nachdem mein Hunger dann gestillt ist, normalisiert sich mein Zustand wieder und ich stehe auf. Ich höre ein schluchzen... Ich drehe mich um und sehe, wie April sich wieder hinter ihren Händen versteckt. Sie sieht in dieser engen Jeans echt sexy aus. Sie hat schöne schlanke Beine und einen echt tollen Hintern. Ich gehe auf sie zu und sehe, wie sie zittert. Ich nehme ihre Arme beiseite und schaue sie an. Ihr Blick ist nach unten gerichtet.,, Schau mich an" sage ich. Nur langsam hebt sie den Kopf. Sie sah nach ihrer ersten mahlzeit nicht besser aus. Es ist nur jetzt das erste Mal, dass sie mich so sieht.,, Wieso weinst du? " frage ich.,, Du.... Hast...." ,, Ich hab dir Angst gemacht, Ja? " zur Antwort nickt sie nur. Ich hätte echt gedacht, dass sie den Anblick nicht ertragen hat. Aber dass ich damit vollkommen daneben lag, war mir nicht klar. Ich streiche über ihre Wange.,, Es ist unsere Natur, Mauerblume" versuche ich sie zu beruhigen.,, Ich will dich trotzdem nie wieder so sehen" antwortet sie. Überrascht schaue ich sie an.,, Du überrascht mich, kleine",, Wieso? " sie wischt sich eine Träne weg und schaut mich an.,, Ich hab geglaubt, du erträgst den Anblick nicht",, Bei den ganzen Kampagnen der Tierschützer habe ich schlimmeres gesehen " schluchzt sie. Dann muss ich grinsen.,, Jetzt bist du dran" ich schiebe sie weiter in den Wald hinein. Sie zittert.,, Keine Sorge, es ist nicht schwer. Du hast einen Instinkt der dein jetziges ich Ausknippst und sich deines Körpers bemächtigt",, Du meinst das, was ich auch letztens hatte? ",, Ganz genau" sie schaut sich kurz um und geht ein paar Schritte allein weiter. Ich lehne mich an einen Baum und schaue ihr zu. Dann tritt irgendwann sogar ein Hirsch zum Vorschein. Ich verziehe mich etwas weiter in den Hintergrund, damit ich ihn ihr nicht verschrecke. Dann geht sie ganz langsam auf ihn zu. Ist sie verrückt? Ich schaue weiter zu. Als sie dann ihre Hand vorsichtig ausstreckt, um ihn zu streicheln, will ich eigentlich schon eingreifen. Sie soll das verfluchte Vieh essen und nicht streicheln. Ich will mich grade vor tasten, da bemerke ich, wie ihre Augen ihre Farbe ändern. Ich würde sagen, jetzt geht's los. Das braun wird zu einem dunklen Rot und aus der kuscheleinheit wird ein ziemlich fieser Hinterhalt. Dann beißt sie endlich zu und vergräbt ihre krallen in dem Tier. Für eine Frau ist sie echt stark in diesem Zustand. Und ich meine, das ist ein Hirsch. Das Vieh hätte sich schon vorher locker wehren können. Ich schaue zu, wie ihre animalische Seite das halbe Tier auffrisst, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Nach einiger Zeit normalisiert sich ihr Zustand wieder und sie sinkt zu Boden. Traurig schaut sie das Tier an.,, Ich hatte schon Angst, du machst diesen Hirsch zu deinem Kuscheltier " lache ich.,, Ich bin widerlich..." sagt sie dann. Ich Knie mich runter und schaue sie an.,, Hast du seinen Blick gesehen? ",, Ja, er hat sich sicher gefühlt" antworte ich und wische ihr ein wenig Blut vom Mundwinkel. Das war ein wahres Massaker.,, Ich habe noch nie gesehen, wie ein Vampir ein Tier so sehr in falscher Sicherheit wiegen kann. Einfach erstaunlich" lobe ich sie.,, Danke... " ich spüre, dass ihr unwohl dabei ist. Daher helfe ich ihr hoch und gehe mit ihr zurück zum Haus.

A Vampire Love StoryGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt