Rea und Samu schliefen in dieser Nacht beide einen tiefen, aber dennoch nicht erholsamen und irgendwie unruhigen Schlaf. Samu erinnerte sich morgens, irgendwelches wirres Zeug geträumt zu haben, in dem auch Rea irgendeine Rolle gespielt hatte. Auch der merkwürdige Gedanke vom Abend davor kam ihm wieder in den Sinn, doch er schob ihn beiseite und sagte sich, er würde später darüber nachdenken, wenn er etwas Ruhe hatte.
An diesem Tag hatten Rea und Samu bei der Arbeit nicht besonders viel miteinander zu tun. Jeder probte einzeln mit seinen Talenten, und in den kurzen Übergangsphasen und Pausen schafften sie es immer, sich zu verpassen. Und obwohl es sich Rea sich nicht eingestehen wollte: Er vermisste Samu. Jedes Mal wenn jemand den Raum betrat, in dem er sich gerade aufhielt, hoffte er insgeheim, dieser jemand wäre Samu.
Es war nicht so, dass es ihm mit den anderen keinen Spaß machte, oder dass er nichts zu tun gehabt hätte. Er dachte auch nicht permanent an Samu, und doch fehlte er ihm irgendwie.
Was Rea nicht wusste: Samu erging es in der Zwischenzeit ähnlich. Auch er war zwar durch jede Menge Arbeit abgelenkt, aber immer wenn er eine kurze Pause hatte, lief er unter irgendeinem Vorwand zu den Räumen in denen Rea gerade war, in der Hoffnung, ihn zu sehen und dann vielleicht ein bisschen zu reden oder so, aber jedesmal wenn er dort ankam, war Rea entweder nicht da, oder er durfte gar nicht erst hinein, weil gerade gedreht wurde. Da ihn das frustrierte und ihm auch langsam aber sicher die Vorwände ausgingen, hörte er schließlich damit auf und verbrachte seine ohnehin weniger werdenden Pausen nur noch damit, die Tür anzustarren, in der Hoffnung, Rea würde hineinkommen.
Es sollte bis zum Ende des Tages dauern, bis die beiden sich begegneten.
Sie trafen sich auf dem Flur, Rea war gerade drauf und dran zu gehen, denn er hatte jetzt Feierabend, Samu war gerade auf dem Weg zu einer letzten Aufnahme und ziemlich in Eile, weswegen es eine sehr kurze Begegnung blieb. Sie sagten nur kurz Hallo, sprachen kurz darüber, wie viel im Moment doch los sei, und dann kam vom anderen Ende des Flures irgendein Praktikant und rief Samu zu, er müsse nun endlich kommen, so dass dieser nur noch kurz Rea umarmte, "Bis Morgen!" sagte, und dann dem Assistenten nacheilte.
Rea blieb noch einen Augenblick stehen und sah ihm nach. Er fühlte noch immer Samus starke Arme, die ihn eben kurz gedrückt hatten, hatte noch immer Samus Duft in der Nase und wunderte sich dann, als er realisierte, dass er schon minutenlang so dagestanden haben musste, über sich selber und ging dann schließlich langsam, lächelnd und leicht den Kopf schüttelnd, auf den Ausgang zu.
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Follow your heart
Fanfiction[Rea Garvey x Samu Haber] Eigentlich sind sie nur Kollegen, als Juroren bei The Voice of Germany. Oder höchstens platonische Freunde. Denn eigentlich stehen sie beide nur auf Frauen. Eigentlich...
