~Ich schätze mal dass ich meine Sachen wohl nicht ganz alleine holen werde. Allein der Gedanke lässt mich unruhig werden. Immerhin ist es mein Onkel und dieser ist selbst für meine Verhältnisse zu stark.. ich hoffe nur dass alles gut läuft...~
Und da saßen wir, Aizawa, Mina, Shinsou, ich..und Mic in Aizawas Auto auf dem Weg zum Haus meiner Tante. Warum Mic mitgenommen war ist mir immer noch ein Rätsel, das einzigste was ich mitbekommen habe ist dass Wind von dem ganzen bekommen hat und dann Aizawa so lange genervt hat bis er mit durfte. Ich und die anderen hatten nicht wirklich was dagegen nur Aizawa war von seiner bloßen Anwesenheit genervt... Dies erinnerte mich irgendwie an ein altes Ehepaar, was mich etwas zum schmunzeln brachte.
Doch mein Schmunzeln verging mir als ich ein bestimmtes Auto vor dem Haus endeckte. Wir waren noch ein Stündchen entfernt doch ich kannte dieses Auto und ich wusste dass dies nichts gutes bedeuten kann. Dies war das Auto meines Onkels. Es war erstaunlich dass man meinen Herzschlag nicht schon Meter weit hören konnte, denn in meinem Kopf war es der einzigste durchdringende Ton denn es gab.
Wir waren angekommen und stiegen aus. Auf dem Weg zu Haus drehte ich mich nochmals zu ihnen um und fragte etwas kleinlaut: ,,Könnte ich erstmal alleine reingehen..?" Sie alle waren nicht begeistert davon aber nach ein paar Überlegungen nickte Aizawa und ignorierte die darauf folgenden Anschuldigungen.Ich ging nun alleine zur Haustür und könnte Mic noch lauthals über Aizawas Entscheidung meckern hören. Mit einem leichten Schulterblick vor der Tür angekommen, konnte ich Shinsou sehen, der seine Arme vor seiner Brust verschränkt hatte und nun zu mir schaute. Man könnte fast meinen das er mich mit seinen Augen zu ihm kommandieren will, und weg von all der Gefahr die hinter dieser Tür lauert. Aber darauf konnte ich nicht hören, obwohl irgendwas in mir sagte das es am sichersten nur bei ihm wäre.
Ich atmete nochmals tief durch, drückte die Türklinke runter und strat ein. Hinter mir schloss sich die Tür und ich bahnte meinen Weg weiter durch die wieder von Alkohol beherrschte Luft, um dann ein kleines aber gut zuhörends Wimmern zu hören. Mein Herz würde schneller, ich kannte diesen Ton und die Stimme von der dieses Wimmern kam nur zu gut. Als ich dann den Erzeuger des Wimmern, unter Treppe neben dem Kücheneingang fand, hatte mich mein Gehör nicht getäuscht. Denn diejenige die ich dort fand war keine andere als Kairi, meine Tante, die nun vor mir im halben sitzen an der Wand lag und mich mit tränengefüllten Augen ansah. Ich verspürte ein stechen in der Brust, in meinem Herzen. War ich etwa der Grund, dass sie nun so...so aussieht? Zusammengekauert , mit blauen Flecken und Haare so wie Kleidung durcheinander, fast so als wäre sie gerade aus einem Kampf herausgekommen. Ich hätte sie nicht alleine lassen sollen selbst wenn es nur ein paar Stunden waren.Ich beschuldigte mich für all das selbst und merkte nicht dass jemand auf uns zu kam. Ernst als er hinter mir war und den Schatten um mich herum bemerkte setzte mein Herz für einen Schlag aus. Ich brauchte mich nicht umzudrehen, um zu wissen dass mein Onkel hinter mir stand.
,,Man lässt sich auch mal blicken?" Seine Stimme war ruhig, zu ruhig als dass ich es für etwas gutes abstempeln konnte. Ich bewegte mich kein Stück, erst als er seinen Satz nochmal wiederholte und man nun auch die Wut in seinem Unterton hörte zuckte ich zusammen und duckte mich dadurch ein wenig. ,,Hast du sprechen verlernt ODER WARUM ANTWORTEST DU MIR NICHT?!" Nun konnte jeder seine Stimmung erkennen. Ich zuckte nochmals zusammen, aber hatte entweder den Mut oder einfach nur zu große Angst mich zu bewegen. Das nächste was ich spürte war seine Hand in meinem Magen. Ich rühmte mich vor Schmerzen und konnte nach dem nächsten Schlag ins Gesicht nicht mehr als einen Schrei von mir zulassen.Shinsou's Sicht:
Ich hasste diesen Plan schon von Anfang an und als Azami dann auch noch fragte ob sie erstmal alleine reingehen könnte und Aizawa auch noch zusagte war ich komplett aus der Fassung, am liebsten hätte ich Aizawa deine verpasst. Wie kann er nur dort drinne kann sonst was passieren?! Und ich will sie nicht noch einmal so sehen.
Sie war nun an der Tür angekommen und schaute nochmal kurz über ihre Schulter unserer Blicke trafen sich und ich wollte sie einfach nur sicher in meinen Armen wissen. Doch sich drehte ihren Kopf wieder zur Tür und ging hinein. Die Tür schloss sich und Ruhe so wie Anspannung breitete sich immer weiter in mir aus. Es war nichts zu hören.
Doch nach einer Zeit konnte man erahnen dass drinne gesprochen würde. Man konnte zwar nur ein Grummeln hören, aber es war etwas. Es hörte sich nach einem normalen Gespräch an, doch plötzlich worde die Stimme lauter und nach nicht mal einer Minute hörte man ein Aufschrei. In diesem Moment war mir alles egal, das einzigste was ich wollte war da rein, dort rein wo auch sie war, sie die mir unerklärlicher Weise so viel bedeutet wie noch keiner. Ich stürzte los, hinter mir hörte ich noch Aizawa etwas rufen was ich vollkommen ausblendete und weiter durch die Tür in das Haus hinein stürmte. Darin angekommen ließ ich meinen Blick suchen durch das Haus gehen, und fand auch etwas was ich nicht wollte. Azami saß gekrümmt auf dem Boden, ihren Bauch haltent und schützend vor jemanden. Vor ihr stand ein größerer Mann der seine zu einer Faust geballten Hand etwas hebte und zu einem Schlag ausholte. Ohne nachzudenken rannte ich los und umarmte Azami schützend, schloss meine Augen und wartete auf den Aufprall der Faußt an meinem Körper.
Doch dieser kam nicht, er kam einfach nicht. Ich öffnete langsam wieder meine Augen und erblickte Aizawa der denn Arm des Mannes in seiner Hand hielt und diesen nun außer Gefecht setzte. Dabei aktivierte er seine Macke wodurch seine Augen anfingen zu leuchten und seine Haare zu schweben begannen. Er sah.. wütend aus, so habe ich ihn selten erlebt....
Aber dies war mir nun relativ egal, ich wollte Azami hier raus bringen. Mina kam zu uns und gab mir einen kurzen Blick und wante sich dann zu der Frau neben uns, derweile machte sich Mic daran die Polizei zu rufen, damit wir uns keine Gedanken mehr über diesen Bastard machen müssen.Azami's Sicht:
Ich hatte mich vor Schmerzen hingehockt und hielt mir den Bauch. Das gute war dass Tante Kairi nun nicht mehr sein Ziel war sondern ich, damit wusste ich sie wenigstens in Sicherheit, auch wenn ich nun sein Ziel war und seine ganze Wut einsteckte. Ich sah hin schon im Augenwinkel zum nächsten Schlag ausholen und schloss meine Augen. Doch anstatt das Schmerzes kam Wärme, schöne Wärme, die ein Gefühl von Geborgenheit brachte und sich wie eine Decke um mich legte. Ich hörte ein Aufschreien welchen ich meinem Onkel zuordnete. Langsam öffnete ich meine Augen und wusste nun wovon diese Wärme kam, es wahr Shinsou, welcher mich von oben umarmt hatte um mich vor dem Schlag zu schützen, dieser kam aber nicht und wir beide suchten nun den Grund. Dieser Grund war kaum zu übersehen, es war Aizawa, der nun meinen Onkel im 'Handschellen-Griff' hatte und ihn zurück zog. Aizawa so wie mein Onkel sahen nicht gerade freundlich zueinander. Doch mein Onkel wendete seinen Blick von Aizawa auf mich und fing an zu grinsen. ,,Aww denkst du nur, weil du nicht mehr alleine bist, bist du außer Gefahr?" Er fing an zu lachen und erzählte weiter: ,,Wer weiß was deine Eltern getahen haben dass sie jetzt tot sind und warum diese Leute dich nicht auch getötet haben?! Du wirst niemals ein glückliches Leben haben, NIMALS! HAST DU DAS GEHÖRT!"
Ich zuckte innerlich zusammen und schaute wie gebrochen auf den Boden.
~Hatte er damit recht? Werde ich nie ein glückliches Leben führen, und warum haben sie meine Eltern getötet, aber mich nicht?!~
Diese Fragen übernahmen meinen Kopf und meine Gedanken. Ich merkte wie ich aus irgendeinen Grund anfing zu zittern. Mein Blick ging zu meiner Hand die ununterbrochen zitterte, und mein Schmerz war durch den aufgebauten Adrenalin nicht mehr zu spüren. Mein Atem würde auch unregelmäßiger. ~Ich muss runter kommen. Atme Azami, atme!~
Doch dann......Shinsou's Sicht:
Ich wollte meinem Gehör nicht trauen, wie kann er es wagen sowas zu ihr zu sagen?! Ich war kurz davor im eine zu verpassen, doch mein Blick wanderte zu Azami, die nun auf ihre Hand guckte und am ganzen Körper zitterte, und selbst ihr Atem würde schneller. Sie glaubt doch wohl diese Worte nicht oder?!
Und da war es schon wieder, dieses Gefühl was ich nicht definieren konnte. Es war wie ein Schmerz der mein Herz durchfuhr, wann auch immer ich sie leiden sehe. Und das darauffolgende Verlangen sie zu beschützen und sie glücklich zu sehen.
Ich legte meine Hand auf ihre Schulter und zog sie an mich, in eine Umarmung. Mein Herz beschleunigte sich und ich drückte sie fest an mich.Nobody's Sicht:
Die Polizei die Mic gerufen hatte kam nun auch und sie nahmen Herr Murasaki mit in Gewahrsam und nahmen eine Anzeige an. Mina hatte sich um Kairi Murasaki gekümmert, welche dann mit dem Sanitäter fürs erste ins Krankenhaus gebracht wurde. Azami wurde zu Recovery Girl gebracht da ihre Verletzungen nicht so schlimm waren. Shinsou wollte ihr am liebsten nicht von der Seite weichen und wartete immer auf sie.
Am Ende des Tages war Azami in ihrem Dorm Zimmer eingezogen und ihre Tante durfte am Abend wieder aus dem Krankenhaus. Herr Murasaki wurde durch die Anzeige und den Anschuldigungen fürs erzste hinter Gitter gesetzt und Kairi hat eine Scheidung angefordert, die auch bald genehmigt wurde.-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*
Das hier ist noch nicht das Ende der FF, also keine Sorge!1622 Wörter
Dieses Kapitel war mal 'etwas' länger als sonst, aber ich hoffe es hat euch gefallen!
Kapitel 10 folgt bald!Und ein großes Danke für 200 Leser/(die diese FF gesehen haben) ich hätte niemals gedacht dass so viele diese FF lesen würden.
Danke!~Eure RinFelicita~
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You are important to me![Shinsou×OC]
Fanfic[Shinsou×OC] Die junge Azami Murasaki ist nun endlich einen Schritt weiter zu ihrem großen Ziel, ein Pro-Held zu werden. Doch sie hätte niemals damit gerechnet, dass ihr ein Junge den Kopf verdreht und dann auch noch immer mehr ihre dunkle Vergangen...