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Es ist so weit. Er ist nun schon so lange auf dem Weg, durch den Nebel seiner Kindheit, über die Meere der Hoffnung, die Sterne der Heimat immer im Blick, geradewegs nach Niemandsland. Die Kette seiner Mutter fest umklammert. Er meint, die Gegenwart ihrer Seele zu spüren und sieht hinaus in den Sturm. Er erinnert sich noch genau daran. Der Fuchs, die Jagd, ihre letzten verzweifelten Worte. Tod. Ihr Leben haben sie zerstört und seines gerade mit.

Bald ist er dort, sagt sein Kompass. Mit Schwung erklimmt er die letzte Mauer, die ihn von ihnen trennte. So viel Sport hat er noch nie gemacht.

Und dann steht er dort. Vollkommen. Das Wort schwirrt in seinem Kopf herum und droht, auszubrechen.

Brunnen gefüllt mit Schokolade. Kekse als Bäume. Apfelkuchen Häuser.

„Vollkommen."

„Kartoffelbrei! Du bist zurück!", schreit es und kurz darauf findet er sich in einer innigen Umarmung wieder. „Schokokaffe!", sagt er, ganz schwindelig ist ihm von den vielen verschiedenen Gefühlen, die sich in seinem Inneren türmen. „Du bist zurück.", wiederholt sein Liebster und küsst ihn zärtlich. Doch er kann den Kuss nicht erwidern. „Wo ist sie?", wird er dann gefragt, er schüttelt nur den Kopf.

Tritt vorsichtig an eine Statue in der Mitte des belebten Marktplatzes heran. Kniet nieder und legt die Kette vorsichtig vor ihren Füßen ab. „Wir sind zu Hause, Mutter.", raunt er. Dann erhebt er sich wieder und verkündet den andächtig lauschenden Untertanen: „Unsere Königin ist von uns gegangen." Dann bricht der junge Prinz mitten auf dem Marktplatz von Niemandsland zusammen, Schreckensschreie ertönen. Nur einer schreit nicht. Schokokaffe beugt sich vorsichtig zu seinem Gatten hinunter. Unter Tränen versucht er den Kronprinzen wieder auf die Beine zu bringen.

„Kartoffelbrei!", hallt sein Schrei wider. Immer und immer wieder. Dann ist es still.

Sternenschreiber - Zeig Was Du KannstGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt