Was ist die Seele?
Eine Frage, die sich die Menschheit schon seit Jahrhunderten stellt. Die Antwort jedoch glänzt durch ihre Unauffindbarkeit. Nur eines weiß man sicher: Sie ist unumstritten etwas unfassbares, fantastisches, dessen Verständnis ausserhalb der Reichweite des Menschen liegt. Doch was, wenn man versuchen würde, hinter diesen Schleier zu blicken?
Vielleicht ist die Seele ja wie ein Duft. Ein Hauch von Gefühl, so dünn, dass er kaum wahrzunehmen ist. Oder sie ist wie ein stets präsenter Geschmack, sich unserer Aufmerksamkeit entziehend. Vielleicht ist sie süß wie Schokolade, so cremig wie Kartoffelbrei, so aufmunternd wie Schokokaffee? Mit zarter Verlogenheit hält sie die Macht über uns in ihren Händen, und lässt uns dennoch die freie Wahl der Entscheidung, die wir nie hatten. Um ihren trügerischen Schein aufrecht zu erhalten?
Ist sie vielleicht so hart wie zu lange gebackene Kekse? Ihr feines Aroma eingesperrt in einer unnachgiebigen Hülle, einem einengenden Körper, immer danach trachtend auszubrechen, ihr Gefängnis zu vernichten? Oder ist sie doch wie die Prise Zimt auf einem Apfelkuchen, uns unaufdringlich an ihre Anwesenheit erinnernd? Solange, bis wir nicht mehr ohne sie können.
Oder sie ist ein grausamer Jäger, der sich aus der Jagd nach dem hilflosen Fuchs einen Sport gemacht hat. Er weidet sich an der Angst des Tieres, lacht im Angesicht des Schreckens in seinen Augen, treibt es erbarmungslos ins Niemandsland, bis er sich selbst dort verliert. Getrieben von der Grausamkeit hat er sich im Schwung der Übermut selbst zerstört.
Wendet man seine Wahrnehmung jedoch in eine andere Richtung, so ist sie vielleicht ein Nachhall der Kindheit, ein Ruf der Jugend, das tiefe Luftholen des Alters. Sie ist die Zeit, die jeder von uns in sich trägt, ein abgrundtiefer Brunnen der Hoffnung, an dessen Ende doch nur das Eine uns erwartet. Tod.
Doch nein! In mir fühlt sie sich an wie das Meer. Brüllend im Sturm, alles in ihre Tiefen reißend und niemals wieder hergebend. Ein Orkan aus Gedanken, Gefühlen, Sein. In seltenen Momenten der Ruhe und Ausgeglichenheit jedoch, spiegelt sich in der glatten Oberfläche des Wassers die unendliche Kette der Sterne wieder. Zu rein, zu wunderbar, zu erhaben um sie in Worte zu fassen.
Und am Ende?
Am Ende ist die menschliche Seele doch nur eine Kristallkugel, in deren Nebel man meint schattenhaft etwas zu erkennen, nur, um doch nichts zu sehen. Denn sie war, ist, und bleibt auf immer ein Mysterium.
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Sternenschreiber - Zeig Was Du Kannst
LosoweHi! Wilkommen beim Sternenschreiberarward, wenn du eine Herausforderung suchst bist du hier genau richtig! Also komm und tritt ein. Zu jeder neuen Schreibrunde bekommt ihr 23 Worte mit denen ihr euch 4 Wochen lang Kreativ austoben dürft. Ob Gedicht...
