Nach dem Training am nächsten Tag, machte ich mich wiederholt auf zum Fluss, um meine Gefühle zu ordnen. Mich quälte noch immer der Fakt, dass ich beinahe ohne zu zögern getötet hatte. Ich wusste, dass es die richtige Entscheidung war. Andernfalls wären Unschuldige gestorben und das Leid hätte niemals aufgehört. Dieser Mann war alles andere als unschuldig und schon gar nicht wichtig für diese Stadt. Jetzt war es noch Park Yeongshil der eine Gefahr darstellte. Als ich den Fluss erreichte, sah ich Prinzessin Sookmyung, die wieder an ihrem Lieblingsplatz saß, die Füße im Wasser. Wie zu erwarten war, bemerkte sie mich, bevor ich wieder hätte gehen können. „Setz dich zu mir.“, bot sie mir an. Ich war für einen kurzen Moment erstarrt vor Überraschung und verbeugte mich, bevor ich mich neben sie setzte. „Habt Dank, Prinzessin.“, sagte ich und hängte auch meine Füße in das Wasser.
„Ich werde bald als Repräsentantin Sillas das Nachbar Königreich besuchen und du wirst als meine zweite Leibwache mitkommen. „ Ich sah sie überrascht an. „Wie komme ich zu dieser Ehre Majestät?“, fragte ich, ohne meine Überraschung verstecken zu können. Ich sah ihr kurzes Schmunzeln. „Ich habe nur eine weibliche Leibwache und nehme ebenfalls eine persönliche Auswahl an Hwarang mit. Ebenfalls nehme ich die Tochter des Heilers mit. Ich will auf alles vorbereitet sein.“, sagte sie und überraschte mich erneut mit ihrer Ehrlichkeit. „Verstehe. Ich werde euch gerne begleiten.“, sagte ich lächelnd und beobachtete das Wasser und die Blätter, die darin an uns vorbei zogen. Ich nahm Schritte war und wir drehten uns beide um. Jidwi stand dort, wenig begeistert von unserem Anblick. „Ich muss jetzt gehen. Meine Pflichten warten auf mich. Ich werde bereit sein.“, sagte ich, bevor ich meine Schuhe anzog und zu ihm herüber eilte. Ich wusste, dass es keinen Sinn machte, meine Gefühle für ihn vor ihr zu verbergen. Sie würde es sowieso erfahren.„Du solltest nicht so viel Zeit mit ihr verbringen.“, sagte er missgestimmt, während wir durch den Wald spazierten. „Ist es dir nicht lieber, dass ich mich mit deiner Schwester gut verstehe, bevor wir deine Mutter stürzen und vielleicht mit ihr zusammen arbeiten müssen.“, sagte ich und seufzte frustriert. „Ich soll sie als Leibwache begleiten. Ich werde meine Aufgabe ernst nehmen und hoffen, dass sie sich mir weiter öffnet. Wir können sie auf unserer Seite gebrauchen Jinheung.“
Ich drehte mich zu ihm um als er stehen blieb und war verwundert darüber wie er mich ansah. Überrascht und beinah schon geschockt. „Du nennst mich nie so.“, sagte er und sah sich um, als könnte uns jemand folgen. „Tut mir leid. Das ist nun mal dein Name. Aber das war unvorsichtig von mir.“ Ich drehte mich um weiter zu gehen, doch er hielt mich auf. Er drehte mich am Handgelenk um und zog mich an sich heran. Seine Arme legten sich um mich und er sah mir in die Augen. „Ich mag es wenn du mich so nennst. Es ist mal etwas anderes als wenn meine Mutter es tut.“ , sagte er amüsiert lächelnd und ich musste ebenfalls schmunzeln. „Dennoch sollte ich darauf achten wo ich dich so nenne.“, sagte ich und blickte zurück in seine Augen. Er war mir so nah, dass ich seinen Atem auf meinen Lippen spürte, Mein Herz begann zu rasen, als mein Blick nur einen Sekundenbruchteil auf seine Lippen wanderte. Seine Hand wanderte von meinem Rücken in meinen Nacken und ich bekam Gänsehaut am ganzen Körper. Wenige Millimeter trennten unsere Lippen voneinander. Meine Augen schlossen sich wie von alleine. „Hoheit!“, rief Pa oh nur wenige Schritte von uns entfernt. Mein Herz hörte vor Schreck einen Moment auf zu schlagen. Im selben Moment entfernte ich mich von Jidwi und versuchte die Röte auf meinen Wangen zu verbergen indem ich mich abwendete.
Ein genervtes Seufzen kam von ihm. „Pa oh! Du sollst nicht immer so herum brüllen, willst du das es jeder hört und meine Mutter das gesamte Königreich köpfen lässt?“, fragte er gereizt und ich drehte mich amüsiert wieder zu ihm um. Pahoh sah aus wie ein getretener Hund und schüttelte den Kopf. „Verzeiht eure Ho- Jidwi.“, sagte er und deutete in Richtung Stadt. „Die Hwarang sollen sich sammeln, die Prinzessin möchte ihre Begleitung für ihre Reise wählen.
Man konnte ihm seine schlechte Laune jetzt deutlicher ansehen denn je. Ich ging wieder auf sie zu. „Lasst uns gehen, ich möchte meinen Kopf behalten.“
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(Abgeschlossen)Bitte halt mich fest♡ (Hwarang (Jidwi)FF )
FanfictionHast du schonmal darüber nachgedacht das du plötzlich ganz woanders aufwachst? Und nicht dort wo du eingeschlafen bist? Nein? Nari auch nicht und deshalb landet sie in Shorts und Top im Mittelalter . Hört sich nicht jeder gerne am Morgen als erstes...