Tiefer Schmerz quälte mich. Ich lehnte meinen Kopf gegen die Fensterscheibe des Autos. Die dunkle Nacht und die leuchtenden Hochhäuser huschten an mir vorbei.
Emmy fuhr das Auto. Ich war immer noch still, und verschränkte meine Arme vor meinem Bauch. Der Pulli lag neben mir.
,,Also..." fing Emmy leicht nervös an. ,,Ich bin wirklich sehr froh, dass ich dich adoptieren dürfte, Mel. Auch, wenn es etwas plötzlich kam. Ich warte schon seit Drei Jahren auf ein Kind"
Langsam drehte ich meinen Kopf zu ihr. Und ich sammelte mich.
,,Wirklich?" flüsterte ich mit versagter Stimme.
,,Ja, aber ich bin sehr glücklich" lächelte sie.
Es war das erste Mal, dass ich wieder ein Wort sagte. Mir war übel. Ich schweifte wieder ab.
Ich musste, seitdem Vorfall, einige Stunden auf der Polizei-Station bleiben. Dort hatte man sich um mich gekümmert. Jetzt war es schon Nachts.
Der Mond schien hell. Mit leicht gekniffenen Augen blickte ich diesen an. Mein Kopf schmerzte und mir war immer noch übel.
,,Dein neues Zuhause wird dir sicherlich gefallen..."
Ich bin müde...so müde...
Eine halbe Stunde später hielt Emmy das Auto an. Wir standen vor einem großen, weißen, modernen Haus. Sie stieg aus und nahm wieder meine Tasche.
,,Hey, Mel...du musst keine Angst mehr haben" lächelte sie und öffnete die Autotür. Ich kam langsam raus.
Zusammen gingen wir in das große Haus rein. Ich blickte mich um. Emmy ging mit mir die Treppen hoch.
,,Ich hab dieses Zimmer schon vor einem halben Jahr eingerichtet, weißt du? Ich hatte gehofft, dass bald der Anruf kommen würde"
Das Zimmer war groß. Große Fenster, ein großes Bett. Dazu alles, was ich brauchte und moderne, graue Wände.
,,Möchtest, du, dass ich dir helfe, deine Sachen auszuräumen?" fragte Emmy. Ich setzte mich auf das weiche Bett.
,,Nein...ich...will...am liebsten Schlafen" murmelte ich.
,,Kein Problem, Süße"
Etwas später lag ich in dem großen Bett drin. Meine Gedanken führten ins nichts. Mein Blick wanderte zu den großen Fenstern.
Die Erinnerungen wollten mich nicht loslassen. Es waren zwar jetzt einige Stunden vergangen, aber ich dachte noch dran. Und das änderte sich auch nicht.
,,Kann ich noch was für dich tun?" fragte Emmy, welche im Türrahmen stand.
,,Nein" blockte ich leise ab.
,,Mel...ich bin wirklich glücklich, dass du hier bist" lächelte sie. Sie drehte sich um.
,,Emmy?" hielt ich sie nochmal auf.
,,Ja?" hakte sie nach und blieb stehen.
,,Danke"
Für einige Sekunden war es still. Ich drückte den Pulli wieder an mich. Emmy kam wieder zu mir, hockte sich neben mich und lächelte sanft.
,,Wenn etwas ist, dann ruf einfach nach mir"
...
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kapitel 2...naja 💀
es wird besser 🫶🏻
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removed || aidan gallagher
FanfictionDenn nun war die Wahrheit raus. Kurz war es still. Tränen sammelten sich in meinen Augen. ,,Es ist wahr, Aidan. Ich musste es tun...damals" - Niemand weiß, was Mel für einen Weg gehen musste. In jungen Jahren. Sie lebt in einer gewalttätigen Familie...
