Versagt, wir haben versagt!
Nein, nein das kann nicht wahr sein. Unsere Zukunft, unser Frieden, alles ist vorbei. Wir haben gekämpft, wir haben so viele Freunde verloren und ihr Tod soll um sonst sein? Mein Blick verharrt auf Harry. Er ist meine bester Freund, nein er war mein bester Freund. Seine Augen sind leer. Sie sind tot. Harry ist Tod und der Orden hat verloren, wir haben schon zu viele Kämpfer und Kämpferinnen verloren um gegen die Todesser anzukommen. Das Böse hat gewonnen. Als ich klein war, dachte ich das böse sind Drachen oder Monster mit vier Augen, ich habe mir nie vorstellen können, dass Menschen solche Monster sein können. Das Böse ist nicht das was wir erwarten, es ist das, was wir nicht erwarten. Das Böse das uns ertränkt und uns erst dann loslässt, wenn wir schon ertrunken sind.
Weiter links von mir ertönt ein Schrei, ich drehe mich zu der Person die so verzweifelt schreit. Es ist Ginny, für sie muss es noch schwerer sein, ihren Freund Tod zu sehen. Sie haben sich geliebt, sogar als Harry seine kleine Affäre mit Cho hatte. So eine Beziehung hatte ich nie. Auch Voldemort dreht sich zu dem Schrei um er lacht und lacht, sie alle lachen, alle Todesser freuen sich, sie haben den Krieg gewonnen. Die bösen haben gewonnen
,, Du verdammter Bastard, Harry ist Tod, du hast ihn umgebracht" schreit Ginny, ihre Stimme bricht. Ihre Augen füllen sich langsam mit Tränen. Es tut so weh, meine Freundin so zusehen, sie bricht an dem Bild das vor ihren Augen liegt. Ich muss zu ihr, ich muss sie in den Arm nehmen, ihr sagen, dass sie nicht alleine ist. Ich gehe ein Schritt nach vorne, du schaffst das Hermine, heute wirst du nicht sterben.
Voldemorts Augen fallen auf mich,, Probiert das dreckige Schlammblut etwa, sich gegen mich zu erheben oder will sie ihre Freundin, die Blutsverräterin, retten?" ertönt seine Stimme. Ich höre Bellatrix laut und hysterisch lachen. Wie sehr ich sie hasse. Ihre Lache erinnert mich an damals, als Ron und Harry und Dobby mich gerettet haben. Gerettet vor ihr. Noch immer trage ich die Narbe mit mir. ,,Schlammblut" das bin ich für sie. Ich erinnere mich an diesen Tag noch so genau, es war das erste mal, wo mir bewusst wurde, was Hass gegen Schlammblüter bedeutet, wie es sich anfühlt. Draco nannte mich das erste mal Schlammblut, jedes mal als er mich sah schrie er es mir ins Gesicht, voller Hass.
Seit diesem Tag habe ich Panikattacken, grade im Krieg brauchte ich Tabletten um überhaupt aufstehen zu können. Ich hatte Depressionen, ich habe mich leer gefühlt und trotzdem musste ich immer Hoffnung ausstrahlen. Das war schon immer meine Aufgabe, zu lächeln.
Rons entsetzter Gesichtsausdruck, als er meine Narbe sah. Wann sah er mich das letzte mal an ohne Wut in seinen Augen?
Harrys Augen die voller Mitleid waren. Lucius sah so stolz aus. Und dann war da auch noch Draco, Draco wie er zusah, er stand die ganze Zeit daneben. Er hat zugeschaut, wie ich breche. Vielleicht war auch in seinen Augen Mitleid, er hätte mir helfen müssen, er hätte... Bellatrix Stimme reißt mich aus meinen Gedanken,, Lord, bring sie um, mache es jetzt, ich würde es freiwillig umbringen." Ich schlucke, hat sie mich "es" genannt?
,, Gib mir keine Anweisungen! Ich bin dein Lord! Da du, Schlammblut, so gerne deinen Freunden hilfst,ah nein, du rettest sie ja nicht, du schickst sie in den Tod? Man hat mir berichtet, dass du mehr geheilt hast, als zu kämpfen und trotzdem sind so viel gestorben. Wegen dir!" das traf, ich schaue ihn an. Es stimmt ich habe mehr geheilt als zu kämpfen, aber die ganzen Verletzungen die ich sehen musste, alle starben. Es gab Tage da habe ich keine Luft bekommen und trotzdem habe ich alles für Harry getan, ich wäre für unseren Orden gestorben.
Schon wieder dieses leise weinen neben mir, dass von Ginny kommt. Sie steht circa 20 Meter von mir entfernt. Ich würde den Weg schaffen.,, Na los, Schlammblut, geh doch zur Blutsverräterin. Probiere es aus!" Zögerlich trete ich einen Schritt nach vorne. Meine Augen gleiten durch die Menge und bleiben an Draco hängen. Klar, dass er neben Lucius steht, das perfekte Duo.
Seine Augen schauen mir genau in die Seele. Er schüttelt leicht den Kopf, möchte er mir damit sagen, dass ich stehen bleiben soll, zu schauen soll, wie Ginny zerbricht. Aber das ist ja eher seins, zuschauen, wie jemand zerbricht. Aus irgendeinem Grund lächle ich ihm beruhigend zu. Ich gehen einen weiteren Schritt auf Ginny zu. Verharre und gehe noch einen Schritt. In dem Moment wo ich bei Ginny ankomme bricht sie zusammen, im letzten Moment kann ich sie auffangen und wir gehen beiden auf den Boden. Wir sitzen hier auf einem Platz des Krieges, ich halte sie in den Armen, sie krallt sich an meinen Armen fest, als wären sie ihr Rettungsanker. Auf dem Platz herrscht plötzlich Ruhe. Man hört nur mein beruhigendes flüstern und Ginny hysterisches schluchzen. Das Schluchzen, dass noch nie lauter hallte, als hier. Alle Augen sind auf uns gerichtet.
In dem Moment sehe ich wie Cho ihren Zauberstab anhebt und mich anschaut und lächelt. Mir ist sofort klar, was sie plant.,, Ginny, Ginny, Steh auf! Du musst durchhalten, noch einmal kämpfen, noch einmal für Harry!" flüstere ich ihr zu. Ihre Augen werden kämpferisch und sie sagt lauter,, für Harry!". Ich nicke Cho zu und ziehe auch meinen Zauber Stab ein letzter Mal. Für Harry!
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Caught by a death eater
FanfictionNach dem Krieg bricht Hermines Welt zusammen, denn der Orden hat verloren. Hermine begibt sich auf die Flucht, doch schon bald wird sie gefangen und an den kalten Draco Malfoy gegeben , um einen Erben zu erzeugen. Und da wäre ja auch noch Bellatri...
