Epilog

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Acht Monate später:

Emilia

„Tesoro, alle erwarten uns, komm wir müssen los!", ertönt zum dritten Mal die Stimme meines Ehemannes.
„Ich komme ja schon!", rufe ich genervt.
Wie ein Pinguin watschele ich aus dem Schlafzimmer zur Tür, wo mein atemraubender Mann auf mich wartet.
„Du denkst auch, dass man als hochschwangere mit ZWILLINGEN so schnell voran kommt!", keuche ich aus der Puste.

„Ich weiß Schatz, aber musstest du wirklich heute drei Mahlzeiten noch vor dem Essen zu dir nehmen? Wir sind eine halbe Stunde zu spät und sind noch nicht einmal aus dem Haus.", beschwert er sich.
„Herr Harden, dass hätten Sie bedenken sollen bevor Sie eine Kochsendung im Fernsehen angemacht haben! Da ist es normal, dass sowohl deine Tochter, als auch dein Sohn randalieren und mich mit Wünschen überfallen!", gebe ich grimmig von mir.

Meine Hände sind rechts und links an meiner Hüfte gestemmt und meine Augenbrauen streng zusammengezogen, mit meinem kugelrundem erscheinen bin ich höchstwahrscheinlich nicht mal annähernd ernst zu nehmen. Was mich wiederum noch mehr nervt. Ich bin fett geworden, habe an meinen Füßen Wassereinlagerungen, sodass diese angeschwollen sind und keines meiner Klamotten passt mir.

Seit dem siebten Schwangerschaftsmonat bin ich der reinste Nervenbündel, während andere Frauen bombastisch aussehen, fühle ich mich neben meinem Mann hässlich und fett.
Bei der Erinnerung daran kommen mir die Tränen hoch.
Zum Glück sitzen wir schon im Auto, da ist nicht die gesamte Aufmerksamkeit meines Mannes auf mir, sonst hätte ich jetzt bei den Tränen ein kleines Problem.
Sam ist seit meiner Schwangerschaft noch fürsorglicher als sonst schon, meine Hormone führen zu einem Up and Down, als hätte ich ein psychisches Problem, doch unterstützt er mich so gut er kann. Meist ist er sogar viel zu verständnisvoll, worüber ich mich nicht beschweren kann, aber trotzdem wird es mir in letzter Zeit zu viel des Guten. Ich hasse mich manchmal selber, während er es einfach so hinnimmt.

Mein Bedürfnis nach Sex stieg nach dem dritten Monat ins Unermessliche! Man könnte beinahe behaupten ich wäre dauergeil, aber jetzt zum Ende hin will ich nichts als Distanz, obwohl ich ihn dadurch sehr vermisse...

Er durfte die letzten Nächte auf dem Sofa schlafen, weil meine Hormone zu einem Hass gegenüber ihm geführt haben. Ich liebe meine Kinder, trotzdem muss ich zugeben, dass sie mir mein Leben während der Schwangerschaft schwer machen...

„Wir sind da bellezza.", benachrichtigt er mich und lässt mich aus meinen wirren Gedanken in die Realität zurückkommen.
Still nicke ich und mache die Tür auf um auszusteigen, abrupt halte ich inne, als ich die Schuhe meines Mannes sehe.
Schnell schaue ich hoch in seine Bernsteinen.
„Wolltest du etwa ohne meine Hilfe aussteigen mein Leben?", fragt er mich empört.
Seine Hände sind nach vorne zu mir gestreckt, langsam greife ich nach ihnen und stelle mich vorsichtig auf die Beine.

„Sam?", kommt es zögernd von mir.
„Ja?"
„Du liebst mich doch immer noch oder? Also ich bin dir nicht zu hässlich?", frage ich weinerlich.
„Wie kommst du denn darauf meine Schönheit? Natürlich liebe ich dich immer noch! Mit jedem Moment sogar noch mehr. Du bist so stark und trägst zwei Lebewesen von uns in dir. Ich bewundere dich, da solltest du mit angeben können und auf keinen Fall an dir zweifeln. Ok?", erklärt er sanft.

Sam weiß einfach wie ich mich besser fühlen kann.
„Danke mein Herz, ich hatte es wirklich nötig, du weißt ja manchmal kann ich meine Gefühle und Gedanken nicht kontrollieren...", erkläre ich.
„Tut mir leid, wenn ich dir das Leben schwer mache...", füge ich hinzu und lasse mein Kopf nach unten hängen.

Jedoch schüttelt Sam nur mit dem Kopf und hebt mein Gesicht am Kinn wieder hoch, zusätzlich gibt er mir einen Kuss auf die Stirn und dann auf mein Mund.
„Na komm, die anderen erwarten uns."

In love with opposites +18Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt