Kapitel 11

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Sam

Es klopft an meiner Bürotür, als ich konzentriert an meiner Arbeit beschäftigt bin.

„Herein!"

Meine Assistentin kommt durch die Tür.

„Ich entschuldige mich für die Störung Herr Harden, aber ich wollte sie an ihren Arzttermin von heute erinnern."

Das hatte ich ja richtig vergessen!

Seit fünf Jahren gehe ich zum Psychologen, in erster Linie, wegen meiner Aggressionsstörung, folgend mit meiner Schlafstörung und aus weiteren Gründen.

„Danke für die Erinnerung, Clara. Du kannst gehen."

Ich blicke zur Uhr.

Mein Termin ist schon in einer Stunde.

Langsam fahre ich mein Computer und mein Laptop herunter. Packe mein Ipad, Iphone und mein Laptop ein, um mich in nächsten Moment aus meinem Büro zu bewegen.

Bevor ich raus gehe, statte ich einen kurzen Besuch bei Finn ab.

„Hallo mein Bruder, ich gehe heute etwas früher, aufgrund meines Arzttermins."

„Alles klar, pass auf dich auf."

„Jo, tschau."

Somit steuere ich mich in die Richtung meines BMWs. Ein M8 Competition in schwarz.
Mein Traumauto, welches ich mir vor kurzem gegönnt habe.

-

„Guten Tag Herr Harden!"

„Guten Tag! Ich habe einen Termin für 16:00 Uhr bei Herrn Elbrecht."

„Ja, er nimmt Sie gleich herein, nehmen Sie bitte erstmal Platz." Mit einer Geste deutet die Sekretärin auf die Sitzplätze im Wartezimmer.

Ich hasse es zu warten...

Einige Minuten später kommt Herr Elbrecht endlich auf mich zu.

„Hallo Herr Harden. Wie geht es Ihnen?"

„Vielen Dank, Ihnen?"

„Danke, danke."

„Folgen Sie mir bitte."

Wir gehen zusammen in sein Zimmer. Eine recht schlichte Einrichtung in Brauntönen.

Links befindet sich sein Tisch und gegenüber ein Sessel um es dem Patienten gemütlich zu machen.

Ich fühle mich hier wohl.

Herr Elbrecht hat mein Vertrauen nach viel Mühe gewonnen, sodass ich meine Termine mittlerweile gern annehme.

Es hatte drei Jahre gedauert, bis ich mich ihm öffnen konnte.

Doch halte ich mich noch weiterhin etwas zurück, aber es ist deutlich besser als zuvor.

„Erzählen Sie mir bitte, wie Sie sich in den letzten Monaten gefühlt haben und ob die verschriebenen Medikamente eine Hilfe waren."

Meinen letzten Termin hatte ich vor drei Monaten gehabt, ich hatte die wieder auftretenden Schlafstörungen angesprochen, worauf mir Schlafmittel verabreicht worden sind.

Daneben habe ich auch Beruhigungsmittel gegen meine Panikattacke bekommen, da auch dieser wieder häufiger vorkam.

Komischerweise halfen die Medikamente auch meine Lust in Zaum zu halten und nicht jede Zweite zu vögeln.

„Seit Sie die Medikamente verabreicht haben geht es mir deutlich besser. Ich habe einen besseren Schlaf, werde von keinen Träumen verfolgt und fühle mich ausgeschlafener."

„Und wie sieht es mit Ihrem Sexleben aus? Das letzte Mal war es ja noch so, dass Sie die solche Intimität als Machterkenntnis gesehen haben.

Ist es weiterhin so?"

Mir wird warm als ich überlege, wie ich es ihm am besten beantworten soll.

Ich mag es nicht über solche Themen mit meinem Arzt zu sprechen.

Er weiß auch so schon genug über mich.

Die Tatsache, dass er mich so gut lesen kann, beängstigt mich.

„Ich... Ähm...Ich hatte in der letzten Zeit keine sexuelle Aktivität. Ich hatte kein Bedürfnis es zu machen."

„Wissen Sie, warum Sie kein Bedürfnis mehr hatten?"

„Ehrlich gesagt habe ich mir da keine Gedanken zu gemacht."

„Ich kann Ihnen meine Frage beantworten:

Sie hatten kein Bedürfnis am Sex, da Sie einen besseren Schlaf hatten.
Ihr größtes Problem war, dass Sie nachts nicht schlafen konnten, eher gesagt einen unruhigen Schlaf mit Albträumen durchliefen, die Sie ihre Vergangenheit wieder erleben lies.
Daher belasteten Sie ihr Körper normalerweise mit viel Sport und zusätzlich gingen Sie auch noch ein Machtspiel ein, indem Sie Sex haben und die Bestätigung ihrer Macht durch die Unterwürfigkeit der Frau bewiesen."

Das war eine intensive Analyse.

Ich sag doch, der liest mich wie ein offenes Buch.

„Sagen Sie mir mal, haben Sie denn wieder an das Mädchen mit den wunderschönen Augen gedacht?"

Bei meinem vorletzten Termin war die Begegnung mit diesem Mädchen noch frisch. Es war fast eine Woche her und ich hatte es nicht geschafft meine Erinnerung an ihre Augen zu verdrängen.

Ein komisches Gefühl überkommt mich.

Habe ich mich mit ihrer Abneigung mir gegenüber so hinziehen lassen, dass ich sie nicht vergessen kann?

„Nicht wirklich..."

„Beim letzten Termin erwähnten Sie, dass Sie hin und wieder, wenn es regnet an sie dachten. Hat sich daran was geändert?"

„...Nein..."

Mir gefällt dieses Thema nicht.

„Also denken Sie immer noch an das Mädchen?"

Ich lasse mir Zeit mit meiner Antwort.

„Naja schon..., es ist aber eher negativ als positives Denken.

Sie hatte mich angeschrien und als einzige getraut mir gegenüber laut und frech zu werden...

Das gefällt mir nicht.

Ihre Augen sind wirklich schön, aber ich empfinde eher einen Hass, als eine Bewunderung ihr gegenüber."

„Liegt es daran, dass sie sich Ihnen nicht unterworfen hat wie alle anderen Frauen und Ihnen keine Interesse gezeigt hat, so wie Sie es sonst kennen?"

Mir fällt die Kinnlade herunter.

Wie um Gottes Willen konnte er das wissen?!

„Ich vermute, dass ich mit meiner Annahme richtig liege."

Meine Stille hat es bestätigt.

Ich nicke.

„Vielleicht ist es ein Zeichen für Sie, Frauen nicht nur als  Machterkenntnis und Intimität zu sehen.

Sondern sich selbst zu überwinden und zu sehen, dass es Menschen sind.
Menschen mit einer Geschichte.
Menschen mit Gefühlen.
Menschen mit dem Bedürfnis zu lieben und geliebt zu werden.

So wie Sie genauso geliebt werden möchten, auch wenn Sie es nicht wahr haben möchten."

Ende des 11. Kapitels...


Hey Leute, mir tut es schonmal im Voraus leid, wenn irgendwelche Rechtschreib-, Grammatik-, oder Satzbaufehler beim Lesen auftreten sollten.

Ich lese mir meine Kapitel vorm hochladen sehr oft durch und korrigiere es soweit, aber trotzdem kommt es vor, dass ich etwas übersehe...

Bei diesem Kapitel habe ich gemerkt, dass es echt schwer ist das zu schreiben, was man sich vorstellt. Es soweit gut zu erklären, dass man auch versteht, was gemeint ist.Hoffentlich gefällt es euch trotzdem.

Bis zum nächsten Kapitel<3

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