Die folgende Woche verlief vergleichsweise ruhig. Ariana hatte noch einen kleinen Ausbruch aber Aberforth konnte verhindern das es eskalierte so wie in der Nacht nach der Beerdigung. Albus hatte sehr viel Zeit mit seiner kleinen Schwester verbracht. Sie waren sogar einmal zusammen raus gegangen. Hinter dem Dorf war ein kleinen Feld und wenn man es komplett durchquerte gelangte man an einen kleinen See. Albus und Aberforth hatten Ariana unter wachsamen Augen und im Schutze der Frühe durch das Dorf und zum See geführt. Es war ein atemberaubender Anblick die Sonne über dem Wasser aufgehen zu sehn. An diesem Tag hatte Albus ein bisschen von dem alten Leuchten in Arianas Augen gesehen was er immer so geliebt hatte, bevor ihr Vater nach Askaban geschickt wurde.
Jetzt saß Albus grade in seinem Zimmer auf seinem Bett und laß. Die Nachmittags Sonne schien in den Raum und ließ kleine Staubkörnchen durch das Zimmer fliegen. Endlich schien sich der Sommer dazu entschieden zu haben auch über das kleine Dorf im Westen von England hereingezogen zu sein. Mit einem Seufzen klappte er das Buch zu. Nachdenklich schaute er aus dem Fenster und strich sich eine rotbraune Haarsträne aus dem Gesicht. Es war ein wunderschöner Tag und das Wetter war viel zu sonnig um ihn drinnen zu verbringen. Er entschloss sich dazu nach Aberforth und Ariana zu schauen und dann vielleicht einen Abstecher zu eben beschriebenem See zu machen. Er fand seine Geschwister in dem kleinen Gehege auf der Ostseite des Hauses, wo Aberforth sich seine heißgeliebten Ziegen hielt. Ariana war grade dabei Mr. Jones eine Karotte zwischen die Zähne zu schieben und meinte dann stolz zu Albus „Ich glaube Ms. Jones ist schwanger! Sie dir ihren Bauch an!" begeistert deutete sie auf den kugelrunden Bauch einer Ziegendame, die in der Ecke lag und langsam, mit ausholenden Kreisbewegungen ihres Kiefers Heu kaute. „Sagst du ihr das Ms. Jones nur unter Blähungen leidet?" murmelte Albus leise, den Kopf zu seinem Bruder geneigt. „Untersteh dich! Siehst du nicht wie sehr sich sich freut?" zischte Aberforth zurück. „Mm ok. Ich wollte noch zum See gehen aber ich mache heute noch Abendessen. Klappt das hier?" fragte er etwas lauter und schaute seine Geschwister fragend an. „Alles klar! Oh kannst du mir dann eine von diesem gelben Blumen mitbringen, die ich Vorgestern dort gesehen hab?" fragte Ariana und wie hätte Albus bei solch strahlend blauen Augen ‚Nein' sagen können. Er warf noch einen fragenden Blick zu Aberforth der aber nur nickte und ein leises ‚na geh schon' murmelte.
Überrascht über die milde Reaktion seines Bruder und ein bisschen aufgemuntert dadurch, machte er sich mit neuem Elan auf den Weg zu See. Sein Buch von vorhin unter den Arm geklemmt. Immer noch über das ungewöhnlich friedliche Verhalten seines Bruders nachgrübelnd merkte er nicht das er fast in jemanden reingelaufen wäre. „Oh nana wer ist den hier in Gedanken?" fragte ihn die hohe Stimme einer alten Dame. Es war Bathilda. „Oh Hallo Mrs. Backshot, es tut mir leid ich hab sie nicht gesehen" entschuldigte er sich rasch. „Alles gut mein Junge, ich..." doch sie wurde mitten im Satz unterbrochen. Ein leises Wusch war zuhören und in der Mitte des Dorf auf dem Marktplatz stand auf einmal ein junger Mann. Albus wunderte sich, es kam nicht oft vor das Besucher oder Touristen nach Godrics Hollow kamen. Aber Bathilda schien ganz erfreut. Mit einem strahlenden Alte-Oma-Grinsen dackelte sie auf den jungen Mann zu und winkte. Dann viel es Albus wieder ein. Bathilda hatte beim Essen letzte Woche doch erzählt das in naher Zukunft ihr Neffe zu ihr ziehen wurde. Sie hatte weder gesagt wann genau er anreisen würde oder wie lange er bleiben würde, aber das musste er sein. „Gellert mein Junge wie schön dich zu sehen!" rief sie aus und überrumpelte ihren ziemlich verschreckt aussehenden Neffen mit einer Umarmung. Schmunzelt begab sich Albus in ihre Richtung und lehnte sich lässig an den Brunnen in der Mitte es Dorfes. „Hallo Bathilda, auch schön dich zu sehen" sagte der junge Mann und schloss etwas distanziert ebenfalls die Arme um seine Tante. Soweit das natürlich möglich war, schließlich war die alte Dame grade dabei ihn in ihrer Knochenbrecher Umarmung zu erdrosseln. Als sie ihn wieder frei gab konnte Albus einen ersten Blick auf seinen wohl neuen Nachbarn werfen.
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Der Sommer 1899
FanfictionIch erzähle die Geschichte von dem Sommer 1899. Die Liebesgeschichte von zwei außergewöhnlichen Zauberern. Lasst euch in die Welt von Albus Dumbledore und Gellert Grindelwald entführen und erfahrt was wirklich alles in diesem Sommer geschah. Die Re...