Vergangenheit
Aang war der Sohn zweier unbekannter Luftnomaden.
Schon in seiner Kindheit war er ein sehr talentierter Luftbändiger, so erfand er zum Beispiel den Luftroller und brachte ihn seinen Freunden bei. Mit dem Erfinden dieser Technik verdiente er sich seine Pfeil-Tätowierungen, die ein Luftbändiger bekommt, wenn dieser seine Ausbildung abschließt oder, wie Aang, eine neue Technik erfindet. Eine enge Freundschaft führte er mit Mönch Gyatso. Dieser war sein Vormund, Erzieher, Lehrer und Freund. Sie verbrachten eine Menge Zeit miteinander, in der Aang von ihm das Luftbändigen erlernte. Die beiden spielten auch miteinander Pai Sho oder backten Kuchen. Eines Tages reisten die jungen Mönche zum östlichen Lufttempel, wo Schwester Lio ihnen erklärte, wie sie einen Himmelsbison für ihr Leben finden konnten: Sie mussten einen Apfel in der ausgestreckten Hand halten. Der richtige Bison würde sich dann entscheiden, zu wem er geht. Aang fand sofort einen treuen kleinen Bison und nannte ihn Appa. Die beiden wurden wirkliche Freunde fürs Leben.
Mit seinen Freunden Kuzon aus der Feuernation und Bumi aus dem Erdkönigreich, erlebte Aang vor Ausbruch des Hundertjährigen Kriegs einige Abenteuer und hatte viel Spaß mit ihnen. Zum Beispiel begegneten Aang und Kuzon einmal einem echten Drachen.
An einem Tag baten die alten Mönche Aang zu sich und zeigten ihm seine Lieblingsspielzeuge aus Babyzeiten. Sie seien bereits die Lieblingsspielzeuge der vorherigen Avatare gewesen, was bedeutete, dass Aang der neue Avatar sein musste. Normalerweise sei es üblich, dem Avatar erst zu seinem 16. Geburtstag sein Schicksal zu offenbaren. Aber es "zogen dunkle Wolken auf" und man befürchtete, dass es Krieg geben würde, sagte Mönch Gyatso. Als der schockierte und frustrierte Aang zu seinen Freunden zurückkehrte, die bereits ein Spiel mit dem Luftroller spielten, hielten alle inne. Als Aang mitmachen wollte, meinten sie, dass das Team, dem Aang zugehörig wäre, einen Vorteil habe, da dieser nun der Avatar ist. Das machte ihn noch trauriger und er lief gekränkt davon. Wenig später belauschte er ein Gespräch der erwachsenen Mönche. Sie redeten darüber, dass es für Aangs Ausbildung zum Avatar nicht gut sei, dass er so viel Zeit mit Gyatso verbringe: Dieser versuchte Aang so oft wie möglich Freizeit einzuräumen und ihn weiterhin wie einen normalen Jungen zu erziehen. Da dies Aang aber von seiner eigentlichen Bestimmung nur ablenke, müsse man sie trennen, indem man den Jungen in einen anderen Tempel schickte. Während Aang sich in seinem Zimmer versteckte, fasste er den Entschluss, von zu Hause fort zu gehen. Er hinterließ einen Brief für Mönch Gyatso, packte seine Sachen und flog mit Appa davon. Die beiden flogen übers Meer, wo sich nach und nach ein Sturm zusammenbraute. Schließlich wurden sie unter Wasser gedrängt. Bevor sie ertranken, geriet Aang zum vermutlich ersten Mal in den Avatar-Zustand und erzeugte eine Blase, in der er und Appa eingefroren wurden.
Nur wenig später begann die Feuernation den Krieg und rottete alle Luftnomaden aus, da sie wussten, dass der nächste Avatar ein Luftbändiger sein würde und die Macht hätte, die Feuernation zu besiegen. Aber Aang überlebte im Eisberg, sicher und versteckt in den Tiefen des Meeres.
Buch 1: Wasser
Die Geschichte begann mit der Entdeckung Aangs durch Katara und Sokka. Durch die beiden erfuhr er, dass inzwischen ein hundertjähriger Krieg ausgebrochen war. Sie halfen Aang, nach Bändigungslehrern zu suchen, damit er alle vier Elemente beherrschen und den Krieg beenden könne. Das erste Ziel war der Nördliche Wasserstamm, damit er und Katara ihr Wasserbändigen verbessern konnten. Auf dem Weg dahin erfuhr er, dass er nun der einzige und letzte Luftbändiger bzw. Luftnomade war. Im Südlichen Lufttempel, dem die drei auf dem Weg zum Nördlichen Wasserstamm einen Besuch abstatteten, fanden sie das Skelett von Gyatso, was Aang so traurig und wütend machte, dass er in den Avatar-Zustand wechselte. Jedoch gelang es Katara, ihn zu beruhigen, als sie sagte, dass sie und Sokka jetzt seine Familie seien und sich um ihn kümmern würden. So wurde er wieder in den Normalzustand versetzt, bevor er hätte gefährlich werden können. Noch im Lufttempel fanden die drei den Fluglemuren Momo, den Aang nach einer Frucht benannte (Pfirsich), die Momo Sokka klaute. Das Team besuchte weitere Orte der Welt, so zum Beispiel die Insel Kyoshi. Dort musste sich Aang nicht nur vor weiblichen Fans retten, sondern auch mit dem Unagi und mit Prinz Zuko kämpfen. Außerdem besuchte er in der Stadt Omashu seinen alten verrückten Freund Bumi. Auch nahm er das erste Mal die Vermittlerfunktion des Avatars zwischen der Menschen- und der Geisterwelt wahr. In einem Tempel der Feuernation erfuhr Aang von seinem Voravatar Roku, dass er bis Ende jenen Sommers alle Elemente meistern müsse, da Zosins Komet erscheinen würde, welcher der Feuernation eine unfassbare Macht gebe, die ihnen ermögliche, den Krieg zu gewinnen. Katara brachte ihm deshalb schon einmal die Grundlagen des Wasserbändigens bei, was Aang sehr schnell meisterte. Auch das Feuerbändigen wollte er so schnell wie möglich lernen. Und als er auf Jeong Jeong traf, einen Deserteur der Feuernation und großen Feuerbändigungsmeister, dachte er, dass dies die perfekte Gelegenheit sei, dieses Element zu erlernen. Aber Joeng Joeng erkannte sofort, dass Aang noch nicht bereit dazu war, und willigte erst ein, als Rokus Geist ihn dazu überredete. Aang verbrannte dabei versehentlich Katara, weshalb er sich fortan das Feuerbändigen nicht mehr zutraute. Nach einem Kampf gegen Zhao, den der Luftbändiger für sich entscheiden konnte, floh das Team Avatar weiter Richtung Norden.
