Er war mich jetzt los und ich rannte , rannte immer weiter bis ich nicht mehr konnte und ich ein stechen in meiner Lunge spürte. Wie ein messer dass jemand darin versinkt hatte. Ich atmete mehrmals tief durch doch war immer noch völlig außer atem, als ich realisierte was gerade passiert war. Ich hatte Olek verlassen! Weil ich ihn belogen hatte, hatte ich ihn verletzt und wütend gemacht doch statt für meine Fehler einzustehen war ich weggerannt wie ein feiges reh. Doch wie er jetzt war würde es ihm wohl kaum etwas ausmachen. Tief in mir wusste ich das das nicht stimmte und olek ausraten würde wenn er es herausfand doch ich wollte es nicht einsehen. Ich erzählte mir selbst immer wieder das er froh war mich loszuwerden, nur damit ich mich etwas weniger schlecht fühlen musste. Doch es schmerzte, es schmerzte so sehr das ich ihn nicht mehr bei mir hatte. Tränen liefen meine wangen hinunter und es dauerte, bis ich mich wieder eingekriegt hatte. Doch es war auch besser für ihn gewesen. Solange ich bei ihm war stellte ich eine gefahr für ihn da und das konnte und das durfte ich nicht zulassen. Er war mir viel zu wichtig. Ich liebte ihn! Irgendwann realisierte ich das ich mich an irgendeiner hauptstraße neben einer bushaltestelle befand. Dort kam wenig später auch schon der bus und ich kaufte mir schnell eine fahrkarte bis ich den buschauffeur fragte wie man am schnellsten in das gebiet kam, in dem sich lisas wohnung befand. Zum Glück war es mit dem bus, in dem ich saß gut erreichbar so dass ich in weniger als 15 minuten vor lisas haustür stand und auf die klingel drückte. Diese öffnete verschlafen die tür nachdem ich ein paar mal geklingelt hatte doch als sie mich erkannte schrie sie kurz auf und fiel mir dann um den Hals. "Oh mein gott, süße wo bist du bloß gewesen? Ich hab dich überall Gesucht. Ich hatte mich so schlecht gefühlt dass ich doch einfach habe gehen lassen und dann warst du auf einmal weg und du bist einfach nicht mehr wiedergekommen und ich hab schon gedacht du wurdest vergewaltigt und getötet und-" "Warte kurz lisa, du redest wie ein wasserfall." Ich musste kurz lachen doch sie sah mich besorgt an. " Was hat der typ mit dir gemacht? Bist du unter drogen? Oder-"" nein, du verstehst das ganz falsch", unterbrach ich sie wieder," olek ist wirklich süß und er hat mit nicht wehgetan, er hat sich gut um mich gekümmert, ich hatte nur...einen kleinen Unfall auf dem weg nachhause also hat er mich zu sich genommen und wieder..gesund gepflegt." Ich hatte mich rausreden müssen, denn Obwohl lisa meine allerbeste freundin war konnte ich ihr oleks Geheimnis nicht anvertrauen. Ich hatte ihn verlassen da es für ihn besser war, ich wurde ihm also keinen schaden zufügen. Ich würde die schönen Erinnerungen an ihn in meinem Gedächtniss aufbewahren, doch ich könnte nie wieder zu ihm zurück, es war zu gefährlich. Man hatte mir mit seinem Leben gedroht und ich wusste, er würde kommen um mich zu retten wenn sie mir etwas antun würden. Und das konnte ich nicht zulassen. Denn zumindest wusste ich ihn nun in sicherheit. Auch wenn es mich innerlich auseinander nahm und ich am liebsten einfach schreien und heulen wollte und mich von der welt zurückziehen wollte. Ich kannte ihn noch nicht einmal einen monat doch er war mir so unglaublich wichtig geworden das es sich anfühlte als kannnten wir uns schon seit Ewigkeiten. Ich wusste das er sich warscheinlich nicht so fühlte und ich ihm im Moment vielleicht etwas bedeutete doch er würde mich warscheinlich bald vergessen. Ich nicht. Ich würde niemals darüber hinweg kommen das ich ihn verloren hatte. Es tat so Weh. Ich vermiste ihn so und ein Teil von mir wollte einfach nur zurück und in seinen armen gekuschelt einschlafen. Doch mein verstand siegte, mein verstand der mir klar machte wie gefährlich es war, zurück zu gehen. Nicht nur für mich sondern für ihn. Ich blieb noch einige zeit bei lisa, ging allerdings trotz ihrer proteste am Abend nach hause. Ich wusste dass alleine sein vielleicht momentan nicht die beste lösung war, doch würde ich bei ihr bleiben, musste ich lisa alles erklären und dafür hatte ich im Moment einfach noch nicht die kraft. Vielleicht würde ich sie auch niemals aufbringen können, doch im Moment wollte ich einfach alleine sein. Zuhause angekommen, holte ich meine schlüssel die ich auch bei olek die ganze zeit bei mir gehabt hatte und öffnete die Tür. Ich atmete tief ein, roch den Geruch meiner wohnung und lief zittrig in die küche, die in einem Raum zusammen mit der küche war. Dort rutschte ich plötzlich and der wand hinunter und fing an, hemmungslos zu schluchzen. Ich weinte meine ganze trauer aus und griff mir in die Haare, zog daran, schrie meine komplette verzweiflung heraus und versuchte einfach nur noch zu vergessen. Ich weiß nicht wann es aufhörte, wann ich mich beruhigte oder wann es morgen wurde. Ich saß Tag und nacht in meinem zimmer und stand nur auf um ab und zu etwas zu essen, zu trinken oder auf die toilette zu gehen. Ich aß kaum, fühlte mich kraftlos und es war so, als hätte man einen gravierenden Teil aus meiner Seele gerissen. Irgendwann kam ich in eine phase in der ich mich immer wieder übergeben musste, meistens Morgens. Etwa eine Woche später, wurde es mir dann jedoch einfach zu sinnlos also raffte ich mich endlich auf und nahm eine lange, ausgiebige dusche, was tatsächlich half. Danach machte ich mich fertig, zog mir etwas Frisches an und machte mich, mit gepackter tasche zum ersten mal seit wochen auf den weg zur Uni. Ich musste mich dort noch abmelden und hatte mir auch schon eine ausrede zurecht gelegt, mit der ich einen glaubhaften Grund für mein Fehlen geschaffen hatte. Als auch das erledigen war machte ich mich auf den weg zum hörsaal, wo ich meinen nächsten kurs haben würde. Es war fast als wäre wieder etwas normalität in mein leben zurückgekehrt. Im hörsaal angekommen, schlich ich mich leise in eine der reihen in der bereits lisa und rose platzgenommen hatten. Bei den beiden angekommen, legte ich vorsichtig die Hände Auf lisa's Schultern bevor sie sich erschrocken umdrehte, sich jedoch ein stralen auf ihren Gesicht abzeichnete als sie mich erkannte. Bevor ich etwas erwiedern konnte, bevor ich überhaupt reagieren konnte würde ich in eine feste umarmung von sowohl lisa als auch rose gezogen. "Ich hab dich so vermisst" murmelte rose und nachdem wir die umarmung gelöst hatten schaute lisa mir is gesicht. " wo warst du die ganzen wochen?" Fragte sie und ich zuckte mit den schultern. " Hab noch etwas erholung gebraucht, geschlafen und so." Sagte ich schwanmig und lisa nickte nur, immer noch misstrauisch. Die nächste wochen fühlten sich endlich wieder normal an. Es war jetzt zwei monate her dass ich olek verlassen hatte und obwohl ich jeden tag an ihn dachte hatte ich mich wieder ins normale leben mit uni, freunden und ohne vampire eingeklinkt. Nur die anhaltende übelkeit nervte mich total. Ich musste mich morgens immer übergeben und ich aß auch nur bestimmte sachen denn beim großteil der dinge, die ich normalerweise aß wurde mir schnell schlecht. Es war am samstag als lisa rose und mich mitschleppte um einkaufen zu gehen. Wir waren in einem kleidungsgeschäft und bei einem schuhgeschäft und bei einem juwelier bis wir vollgepackt zum drogeriemarkt liefen, bevor wir noch zum frisör gehen wollten. Beim drogeriemarkt angekommen lief lisa zielstrebig zu den schmerztabletten, bevor sie sich zu den periodenprodukten begab. Dort fand sie auch schnell was sie suchte doch ich war beim regal stehengeblieben und starrte stumm auf die bunten verpackungen voll binden und tampons. "Marlies, alles klar?" Hörte ich rose fragen und sie und lisa kamen auch schon auf mich zu. Doch mir war gerade etwas aufgefallen. Meine letzte periode war kurz vor meinem geburtstag gewesen. Dieser war inzwischen drei monate her. Ich hatte sie bei olek nicht gehabt da sie seit mehreren jahren regelmäßig einmal im monat kam. Ich hätte sie also etwa eine woche nachdem ich olek verlassen hatte bekommen sollen. Warum hatte ich sie dann nicht? Und dann waren da noch die morgentliche Übelkeit, die gelüste und mein bauch. Denn das hatte ich davor in einem der kleidergeschäfte bemerkt, beim anprobieren. Mein bauch war etwas angeschwollen gewesen. War ich etwa- nein ich konnte es mir nicht vorstellen. Plötzlich hatte ich einen flashback vor augen, der abend bevor ich olek verlassen hatte. Wir hatten nichts benutzt. Ich hatte auch danach nichts genommen. Ich war SCHWANGER?! Mein herz schlug mir bis zum hals und als ich aus meiner schockstarre erwachte rannte ich so schnell ich konnte zu den tests. Es gab viele. Große, kleine, für die ersten wochen oder welche für die ersten monate. Ich schnappte mir einfach eine hand voll verschiedener tests und eilte zur kasse. Als ich bezahlt hatte verstaute uch die tests in meiner tache und wartete vor dem Laden. Als meine besten Freundinnen heraus kamen fragte lisa ganz verwirrt:" was war das denn gerade?" Ich schüttelte nur den kopf und rief uns ein taxi. Zuhause setzten sich lisa und rose(die mitgekommen waren zu mir nachhause) in die küche während ich im bad verschwand und auf 10 verschiedene testkits pinkelte. Als ich mit gewaschenen händen und den tests in der hand wieder rauskam, erklärte ich den beiden erschöpft von meiner vermutung und wie ich darauf kam. Als ich fertig war mit reden schauten mich die beiden erschrocken an und dann auf die umgedrehten kits auf der anrichte. 5 minuten waren längst um doch ich traute mich beim besten willen nicht nachzusehen. Meine knie fühlten sich am wie wakkelpudding und meine hände zitterten. Irgendwann wurde das schweigen jedoch so schwer das lisa die tests einfach umdrehte. Auch wenn ich es erwartet hatte rutschte mein herz in meine kniekeken als ich die zwei deutlich sichtbaren striche erkennen konnte. Ein Gefühlsrsturm breitete sich in mir aus und ich fing an zu weinen. Ich war geschockt und vertweifelt und wusste nicht weiter aber ich war auch so unglaublich glücklich und dankbar, diese erfahrung zu machen. Ich fasste mir an den bauch und wusste einfach das die tests die wahrheit sprachen. Ich wusste nicht ob das irgendein instinkt war doch ich spürte das kleine lebewesen in mir. All die gefühle der letzten monate brachen heraus und lisa und rose brauchten etwa eine halbe stunde um mich zu beruhigen. Sie gratulierten mir wieder und wieder und versprachen mir durchgehend ihre hilfe. Mein herz floß über vor freude und doch hatte ich angst. Angst, etwas falsch zu machen und davor, eine schlechte mutter zu sein. Am meisten jedoch davor, wie ich das mit olek und dem baby machen sollte. Ich würde es behalten da war ich mir sicher doch ich wusste nicht, wie ich das jetzt mit olek regeln sollte. Aber ich dachte jetzt erst mal an das kind. Mein kind. Oh gott, ich bekam ein kind! Ich musste jetzt so viel vorbereiten. Mein haus kindersicher machen. Babysachen einkaufen. Zum Frauenartzt gehen. Möbel einkaufen. Und so viel mehr. Also stand ich auf und lief zum spiegel. Zog mir meinen pullover aus und schaute mir meine schon vorhandene kugel nochmal genauer an, dieses mal wissend, was sich dort befand. Plötlich spürte ich zwei weitere handpaare auf meinem bauch und schaute zu meinen besten freundinnen, die mich von hinten umarmten. Wir standen eine ganze weile so in meiner Wohnung. Irgendwann lösten sie sich von mir und ich konnte gar nicht ausdrücken, wie glücklich ich war. Ich hatte mein Kind zum ersten mal gespürt, wenn auch nicht so richtig aber wissend das es sich dort befand. Plötzlich lief ich los, ins wohnzimmer und schnappte mir das telefon, mein handy hatte ja olek, und rief die nummer meiner frauenärtztin an. Sie ging auch schon bald ans telefon und begrüßte mich wie immer herzlich. "Hallo liebes, das ist ja eine schöne Überraschung, du hast schon so lange nicht mehr bei mir vorbeigeschaut, 3 monate wenn ich mich nicht irre. Aber was ist los wieso rufst du an? Oder willst du einfach einen termin für deine nächste untersuchung?" Ich lächelte. Meine frauenärtztin war ein wirklich süßer und gesprächiger mensch. " nein nein, sarah, ich bin schwanger! " ich platzte einfach damit raus und Sarah, so hieß meine Frauenärztin, jubelte los. "Oh liebes, wie schön. Komm vorbei dann checken wir doch gleich mal deinen kleinen bauchbewohner ab. Ich hätte heute nachmittag um 17uhr Zeit oder morgen früh um 10 Uhr. " ich schaute auf die Uhr. Es war jetzt 15:27 und ich hatte heute eigentlich nicht mehr viel vor. " ich kann nachher kommen. Aber dürfen meine besten freundinnen mitkommen?" Rose und Lisa, die durch den Lautsprecher mitgehört hatten, nickten sofort. "Aber ja liebes, ich freue mich schon. Bis nachher." "Bis nachher sarah" antwortete ich und hörte schon das tuten in der leitung als sarah aufgelegt hatte. "Okay Leute, ich fang jetzt an die wohnung aufzuräumen. Hier sieht es schlimm aus. Und für mein kind sollte alles schön und sauber sein. " sagte ich lachend zu den beiden und fing an, müll aufzusammeln und dann in einer tüte nach draußen zu bringen. Als ich wieder rein kam sah ich meine besten Freundinnen , die schon fleißig am aufräumen und sauber machen waren. " ihr seid so süß aber das müsst ihr doch gar nicht machen." Lächelte ich und lief zu ihnen, um gemeinsam alles sauber zu machen.
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My Vampire
Vampire"Marlies ist eine junge Dame, frisch von London aus nach York gezogen nachdem sie ihre Eltern bei einem Unfall verlor. Doch als sie an ihrem Geburtstag mit ihren Freundinnen den Club besucht trifft sie auf jemanden, der anders ist als jeder andere m...