Lucifers Sicht
Alastor beobachtete ihn und grinste über den Fakt, dass der Engel freiwillig etwas trank. Doch war besagtem Engel das gerade egal. Um dieses Gespräch weiterzuführen, brauchte er etwas in seinem Blutkreislauf. Denn beinahe hatte er so das Gefühl, dass der Dämon noch nicht alles an Informationen preisgegeben hat und bestimmt auch nicht hier war, um ihm das alles mitzuteilen. Er hatte Hintergedanken und die herauszufinden, könnte ihn potenziell noch mehr frustrieren.
"Was noch?", fragte er, nachdem er sich sein erstes Glas Whiskey eingeschenkt und dieses sofort hinunter gekippt hatte. Das Zeug brannte in seiner Kehle, gab ihm aber genau das, was er jetzt brauchte. Ein kurzes Gefühl von Taubheit in seinem Körper. Er verstand schon, weshalb so viele Menschen dem Alkohol verfielen, doch nutzte es bei ihm als Engel rein gar nichts. Könnte er wirklich so betrunken werden, um sein ganzes Leben zu vergessen, hätte er dies wohl schon vor Jahrhunderten getan. "Weshalb denkt Ihr, das da noch etwas ist? Ist die Tatsache, dass der Himmel eure Tochter angreifen möchte, nicht bereits schlimm genug?" Der Radio Dämon grinste, was der Teufel nur mit einem strengen Blick erwiderte. "Lass den scheiß, Alastor. Du kamst bestimmt nicht nur deshalb her. Was genau möchtest du? Schutz? Keine Ahnung, wo du dich die letzten Jahre vor der Ausrottung versteckt hast, aber, dass du jetzt im Hotel bist, macht auch dich zur Zielscheibe." Insgeheim beunruhigte Lucifer diese Tatsache. Denn egal wie stark der Höllenbaron auch war, gegen Adam und seine Bitches konnte er rein gar nichts ausrichten.
Besagter Baron begann schallend laut zu lachen, als er diese Worte hörte. "Schutz? Also wirklich, nun beleidigt Ihr mich aber, eure Majestät. Ich benötige wirklich nicht euren Schutz." Der Engel rollte daraufhin mit den Augen, kippte sich dann aber noch ein Glas ein. "Und was willst du dann von mir? Erwartest du etwa, dass ich jetzt vor dir auf die Knie gehe und darum bettel, dass du meine Tochter beschützt? Das haben weder sie noch ich nötig. Aber wenn du mich wirklich so sehr vor dir auf den Knien sehen möchtest, kann ich das gerne tun. Aber was ich dann mache, wird uns nur weiter vom Thema ablenken, mein Lieber," provozierte er, da er genau wusste, damit Alastor ärgern zu können. Wenn er ihn schon die ganze Zeit nervte, indem er mit ihm spielte, konnte er das ebenso. Nur halt auf seine Weise.
Und es klappte, denn kaum hatte er das gesagt, verschluckte sich der Dämon an seinem Whiskey und sah ihn mit verstörten Augen an. Wie ein unschuldiges Reh... "Darauf verzichte ich doch glatt...", murmelte er und wischte sich mit einem Taschentuch, das er aus seiner Hosentasche gezogen hatte, den Alkohol vom Mantel. Lucifer derweil grinste nur weiter, stützte seinen Ellbogen auf der Sessellehne ab und sein Kinn auf seine Handfläche. "Bist du dir sicher? Hast du schon vergessen wie geschickt und lang meine Zunge ist?" Um ihn noch mehr zu provozieren, streckte er seine Zunge, die sehr der einer Schlange ähnelte, raus und grinste dabei. Der Sünder verzog noch mehr sein Gesicht und drehte sich weg. Wie goldig diese Reaktionen doch waren...
"Es reicht schon das ich mir jeden Tag diese Anzüglichkeiten von Angel Dust anhören muss, aber jetzt auch noch von euch? Wird man heutzutage überall nur noch belästigt?", dass der Dämon sich ernsthaft darüber aufregte, ließ den König schmunzeln. Wie gerne hätte er das ganze nun weiter getrieben mit ein paar Berührungen, doch sollte er nicht den Fokus verlieren. Alastor konnte er auch noch wann anders ärgern. Jetzt war es wichtig, mehr Informationen aus ihm heraus zu quetschen. "Och Bambi, reg dich nicht so auf. Du bist eben ein attraktiver Mann. Kein Wunder, das dir viele Avancen machen... Doch kommen wir lieber zum Wesentlichen zurück. Worum geht es jetzt genau? Charlie kann in diesem Hotel nichts passieren, auch wenn der Himmel angreift. Eher solltest du dir Sorgen um dich und die anderen machen, sofern sie dir etwas bedeuten. Ihr werdet das ganze wohl kaum überleben," wechselte er das Thema, kippte sein mittlerweile drittes Glas weg und schenkte sich und Alastor nach.
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More than anything
Fanfic[Radioapple] || Der König der Hölle und der Radio Dämon... Wer würde auch nur im Traum daran denken, die beiden in einem Satz zu erwähnen? Während Lucifer sich über die Jahre immer mehr zurückgezogen hat und kaum noch vor jemandes Gesicht trat, trei...