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"Warum?!"
Schrie ich Hidan nach, bevor er die Tür ins Schloss fallen gelassen hatte.
Die Tür hörte auf sich zu bewegen und er drehte sich um.
Die Tür war offen und er schaute mir in die Augen.
"Skyla... komm schon. Du bist wohl nicht so dumm wie du tust."
Sagte er stumpf.
"Du hast keine Ahnung wer ich bin!
Aber ich weiß du bist ein Arschloch."
Giftete ich zurück.
"Nein nein nein, DU hast keine Ahnung wer ich bin."
Diese Wörter warf er in den Raum und die Luft wurde dick.
Wir waren beide angespannt.
Ich lief auf hidan zu und alles was in meinen Kopf kommen konnte in diesem Moment war ihn zu schlagen.
Ich versuchte eine Faust zu landen, ohne Erfolg.
Er war nicht grob sondern nahm mein Handgelenk, wehrte den Schlag ab und hielt mich mit seinen Händen an den Armen fest.

"Skyla.."
Er schluckte und schaute in meine Augen.
"Ich wollte euch nicht kaputt machen."

"Und wieso.. Wieso hast du mich dann geküsst?"
Der Augenkontakt brach als sein Blick zu Boden fiel.
Ich bemerkte wie sein Daumen über meine Haut strich.

Ich fühlte diese Wärme in seiner Berührung, von jemandem so kalt, dass sie sich wie ein trügerisches Versprechen anfühlte – sanft auf der Oberfläche, doch voller Dunkelheit darunter.

Ich betrachtete ihn genau und mir fielen die kleinen Texturen ihn seinem Gesicht auf.
Eine kleine Narbe an einer Augenbraue und eine an seiner Wange.
Sein Nacken war wie aus Stein gemeißelt, die feinen Sehnen zeichneten sich unter der blassen Haut ab, die im Licht schimmerte, als würde sie von innen glühen.
Seine dunklen Pinken Augen wirkten wie verschüttetes Weinrot, durchzogen von einem leuchtenden Glühen, das jeder Bewegung Leben verlieh.
Im nächsten Moment lehnte Hidan sein Gesicht zur Seite.
Ich bemerkte wie perfekt seine Nase und sein Seiten Profil war.
Mein Blick glitt über sein Gesicht, und ich konnte nicht leugnen, wie schön er war – auf eine Art, die mir den Atem raubte und mich gleichzeitig verwirrte. Seine silbernen Haare waren zurückgegelt und fielen nicht in sein Gesicht, wodurch seine markanten Züge noch deutlicher hervortraten.
Sie schimmerten im Licht wie Mondstrahlen und bildeten einen seltsamen Kontrast zu seinen dunkel-pinken Augen. Diese Augen... Sie waren so intensiv, dass ich mich in ihnen verlieren könnte, wie in einem Sog, der mich hinabzog, ohne dass ich mich wehren wollte.
Seine Wimpern waren erstaunlich lang, wie ein Schattenvorhang, der seine Augen noch geheimnisvoller wirken ließ. Sie schlugen fast sanft gegen seine Wangen, wenn er den Blick senkte – eine weiche Bewegung, die den scharfen Linien seines markanten Gesichts einen seltsamen Ausgleich verlieh.
Seine Knopfnase schien fehl am Platz in all dieser Härte, fast kindlich in ihrer Unschuld, doch sie verlieh ihm eine gewisse Eigenart, die ihn umso faszinierender machte. Alles an ihm war eine Mischung aus Gegensätzen – sanft und gefährlich, einladend und abweisend zugleich.

Ich konnte nicht aufhören, ihn anzusehen. Egal, wie sehr ich es wollte.

Plötzlich schaute er mir mit festem Blick in meine Augen.
"Fertig mit starren?"
Sagte Hidan während er lächelte.
Es war ein ehrliches Lächeln, das selten zu sehen war.
Für einen Moment schien die Kälte in seinen Augen zu verschwinden, und seine Züge, die sonst so hart und distanziert wirkten, wirkten sanfter. Es war ein Lächeln, das tief aus ihm herauskam, als ob er für einen flüchtigen Augenblick ganz bei sich selbst war. Es war unerwartet, fast unangemessen in der Intensität, die es vermittelte, und doch hatte es eine seltsame Wärme, die mich für einen Moment völlig in den Bann zog.
Ich schaute in seine Augen und ich gab nach.
Ich hatte noch nie die Chance ihn so nah zu betrachten.
Er atmete ruhig und tief.
Die Luft zwischen uns war geladen,
jeder Blick schien mehr zu sagen, als es Worte je könnten. Ich spürte die Nähe zu Hidan, seine Wärme, die wie eine unsichtbare Mauer alles andere um uns herum verdrängte. Ich wollte etwas sagen, doch meine Lippen öffneten sich nur für einen Moment, als er plötzlich einen Schritt näher trat.
Sein Atem strich über mein Gesicht, und bevor ich reagieren konnte, hatte er mich bereits leicht an die Wand gedrückt.
Die Intensität in seinen Augen ließ mein Herz schneller schlagen, während seine Hand sanft an meinem Hals ruhte, als wollte er sicherstellen, dass ich nicht entkommen konnte.
„Du bist so... anders", flüsterte er, seine Stimme rau, als er sich langsam zu mir neigte. Ich spürte den Druck seines Körpers gegen den meinen, die Spannung in der Luft fast greifbar.
Ich kam seinem Gesicht immer näher und legte meine Hand auf seine Wange.
Die andere Hand legte ich auf seine Schulter und umfasste diese.
Unsere Nasenspitzen berührten sich und er legte seine Stirn auf meine. Ich konnte nichts sagen. Alles, was ich tun konnte, war, meine Augen zu schließen und auf das Unvermeidliche zu warten Und dann berührten seine Lippen meine, zögerlich zuerst, als ob auch er sich selbst vergewissern musste, dass es wirklich passierte. Doch dann zog er mich näher, der Kuss wurde intensiver, fordernder, als wären all die unausgesprochenen Worte und Emotionen jetzt in diesem einen Moment gefangen.

Meine Hände fuhren unwillkürlich zu seinem Nacken, griffen in sein silbernes Haar, während sich die Welt um uns herum auflöste. Es gab nur noch diesen Kuss, die Wärme seines Körpers, die unmissverständliche Nähe, die uns alles andere vergessen ließ. Seine Hände wanderten langsam von meinem Hals hinab, bis sie meine Taille fanden, fest und bestimmend, aber nicht zu fordernd. Sein Kuss wurde tiefer, drängender, und ich spürte, wie die Hitze zwischen uns wuchs, als wäre der Raum plötzlich viel kleiner geworden.
Meine Finger glitten über die Linien seiner Schultern, seine Brust, fühlten die Spannung unter der Haut, die nur noch mehr von seiner Kontrolle und Stärke verriet. Hidan zog mich noch näher an sich, seine Lippen wanderten von meinem Mund zu meinem Kiefer, dann zu meinem Hals, wo ich seinen Atem warm und fordernd spürte.
„Du machst mich verrückt, weißt du das?" murmelte er, seine Stimme rau, fast wie ein Knurren. Ich konnte fühlen, wie sein Atem immer schneller ging, wie die Beherrschung in seinen Bewegungen zu schwinden begann.
Meine Hände fanden ihren Weg unter den Stoff seines Shirts, die Wärme seiner Haut und die Linien seines trainierten Körpers schossen wie ein elektrischer Impuls durch meine Fingerspitzen.
Sein Griff an meiner Taille verstärkte sich, und ich konnte spüren, wie sein Körper gegen meinen drängte, jede Berührung intensiver, jeder Atemzug tiefer.
Er sah mich an, seine dunkelpinken Augen funkelten mit etwas zwischen Verlangen und Kontrolle, bevor er mich erneut küsste – wilder, fordernder. Mein Herz raste, und alles um uns herum verschwand, bis es nur noch ihn gab, nur noch diesen Moment, in dem die Grenze zwischen Verlangen und Kontrolle immer dünner wurde.

Zerbrochene Illusionen FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt