Amy Miller Position
Der nächste Morgen bricht an, die Sonne steht schon warm über dem Sportplatz. Wir stehen direkt neben Kitty und Dae, um Q bei seinem Leichtathletik-Wettbewerb anzufeuern – auch wenn er noch nicht da ist. Yuri und Juliana kommen auf uns zu. ,,Kitty! Hör zu." Kutty löchelt Yuri an. ,,Was ist?" ,,Ich habe meine Mom angerufen. Und sie hat sich dafür entschuldigt, dass sie sich so dämlich verhalten hat. Und sie hat gesagt, wenn ich ein öffentliches Coming-out will, unterstützt sie mich." ,,Oh mein Gott. Das ist fantastisch!" ,,Ja, sie anzurifen war Julianas Idee." Meint Yuri. Daraufhin blickt Juliana zu Boden. Kitty schajt sie an. Was war das? Hier geht irgendwas vor sich. Außerdem klang die Idee eher nach Kitty. ,,Das freut mich so für dich Yuri. Das ist toll." Daraufhin setzen sich die beiden auf die Tribüne. Riley strahlt plötzlich und meint zu Kitty und Dae: „Gut seht ihr zusammen aus.“
Henry nickt zustimmend. „Finde ich auch.“ Stille. Unangenehme Stille.
Ich schüttele leicht den Kopf in ihre Richtung. Bitte nicht jetzt. Nicht so.
Kitty sagt nichts, Dae auch nicht. Ihre Blicke schweifen voneinander weg, als würden sie die Worte nicht richtig einordnen können. Riley beißt sich auf die Lippe. Henry tut so, als würde er sich für irgendetwas auf seinem Handy interessieren.
Und Q? Wo bleibt er nur? ,,Das ist doch seltsam. Wo steckt Q denn?" Fragt Dae. ,,Ich habe keine Ahnung, aber mit dem hat er doch gestern im Klub rumgemacht." Meint Kitty. Wir 4 schauen zum Sportplatz. Seine Haare hängen ihn über die Stirn. ,,Der hatte sich doch letztens über Q lustig gemacht." Meint Henry zu Dae. Dae blickt zu Kitty. ,,Das ist Jin. Q hat mich gestern wegen ihn sitzen gelassen? Q's größter Rivale, 'n mega Arsch." Kitty nickt. ,,Ja und Q ist wohl voll auf ihn reingefallen." Da kommt Alex, der Bruder von Yuri. ,,Läufer! Bitte gehen sie an den Start für den 100-Meter-Qualifikationslauf. Der Gewinner vertritt die Kiss bei-" Da schnappt sich Kitty das Mikrofon von Alex und rennt auf den Sportplatz. Sie blickt zu uns, in Richtung Zuschauer. ,,Wir sind das Team, dass immer gewinnt! Wir sind das Team, niemals pennt!!!" ,,Kitty, geh vom Sportplatz runter!" Ruft Alex. Kitty schaut sich unsicher um und lässt sich auf den Rücken fallen. ,,Was tut sie da?" Fragt Henry. Ich schmunzel. ,,Das erinnert mich an "To All the Boys I’ve Loved Before", oder nicht?" Minho, Yuri und Juliana kommen zu uns angerannt. ,,Was ist mit ihr?" Fragt Minho. Wir zucken mit den Schultern. Als Minho zu Kitty laufen will, ist Yuri bereits schon auf den Weg dahin. Sie blickt zu ihr herab. ,,Omg Kitty! Ist alles okay?" ,,Alles bestens. Ich... genieße hier nur die Sonne..." ,,Ich bin da! Ich bin da!" Ruft Q und kommt angerannt. Kitty steht schnell auf und stellt sich wieder zu uns. ,,Gute Ablenkung." Meine ich. ,,Danke!" Q stellt sich schnell auf seinen Platz. Dann ertönt der Startschuss – der Lauf beginnt. Wir feuern ihn an, rufen seinen Namen, doch am Ende reicht es nicht. Q ist nicht Erster. Kitty sieht ihn an und lächelt sanft. Plötzlich blinzelte ich – und wie aus dem Nichts saßen Kitty, Q und ich auf der Wiese mitten auf dem Sportplatz. Ich schaute irritiert um mich. Schon wieder dieser verdammte Szenenwechsel? Ich hasse das. Es war, als hätte jemand einfach einen Schnitt gemacht und uns hier hingesetzt, ohne zu fragen. Henry, Riley und die anderen standen immer noch am Rand des Sportplatzes, als wäre für sie keine Zeit vergangen. Ich sah rüber zu ihnen, dann wieder zu Kitty und Q. Ich fühlte mich wie in einem Videospiel, in dem plötzlich das nächste Level geladen wird, obwohl du das alte noch nicht fertig gespielt hast. ,,Ich fasse es nicht. Ich wurde wieder reingelegt. Das Universum sagt wohl, keine Jungs dieses Semester." ,,Und ich hätte in ein anderes Zimmer ziehen sollen. Jetzt muss ich mir jeden Tag das Geknutsche von Yuri und Juliana ansehen." ,,Wie bitte?" Erschrocken drehen wie uns um. Professor Lee hat alles mit gehört. ,,Äh, äh.. ich sagte, dass ich mir das Gequatsche von den beiden anhören muss." Professor Lee verdreht sich die Augen und blickt zu Juliana und Yuri die etwas weiter weg auf der Wiese, des Sportplatz stehen. ,,Juliana, Yuri!" Die beiden kommen verwundert zu ihn. ,,Ms. Covey hat mich informiert, dass Sie eine Beziehung haben. Ihre Flitterwochen sind vorbei. Eine von ihnen zieht sofort aus." Daraufhin geht er. Kitty schaut die beiden an, die sie geschockt und gleichzeitig entäuscht anstarren. Es sind ein paar Wochen vergangen. Das Zimmer wirkt leerer, stiller – fast angespannt. Nur noch Kitty, Juliana, Stella und ich sind übrig geblieben. Es ist früher Morgen, die Sonne schleicht sich gerade erst über die Fensterbank, als ich schweigend meinen Salat esse. Neben mir sitzt Juliana, ihren Blick auf ihre Müslischale gerichtet. Sie rührt langsam darin herum, sagt nichts. Seit Yuri das Zimmer verlassen hat, ist die Luft hier ziemlich dick geworden. Die Spannung ist förmlich greifbar, bis Kitty plötzlich das Schweigen durchbricht – kühl und deutlich: „Ich hab es ja gesagt. Ich schwöre, ich wusste nicht, dass Professor Lee hinter uns stand. Oder, Amy?“ Ich nicke und werfe Kitty einen kurzen Seitenblick zu. „Ja, genau. Kitty meinte das nicht so“, sage ich, in der Hoffnung, die Situation irgendwie zu beruhigen. Aber der Druck im Raum bleibt – schwer und unausgesprochen. „Und anderen das Leben zu versauen, ist dann okay?“, sagt Juliana kühl zu Kitty. „Es tut mir wirklich leid“, erwidert Kitty leise und senkt den Blick. Genau in dem Moment vibriert ihr Handy. Kitty wirft einen Blick darauf und lächelt plötzlich.
„Ist es Dae?“, frage ich und versuche, meine Neugier zu verbergen. Kitty schaut mich direkt an, leicht genervt. „Nein. Wieso erwähnst du ihn ständig? Sag mal, kann es sein… dass du ihn magst?“ Erschrocken reiße ich die Augen auf. „Was? Nein! Auf gar keinen Fall.“ Kam das echt so rüber? Das war nicht meine Absicht. Innerlich bekomme ich plötzlich Panik. Kitty grinst nur und sieht wieder auf ihr Handy. Juliana lehnt sich zurück, ihre Stimme sarkastisch: „So siehst du also aus, wenn du etwas bereust.“ Kitty hebt ihren Blick, wirkt kurz nachdenklich. „Die Nachricht ist von Praveena. Ich hatte solche Angst, ich hätte sie total vergrault.“ Juliana verzieht das Gesicht. „Oh, du meinst die Zeit, als du sie komplett ignoriert hast, nur um Yuri hinterherzulaufen?“ Die Worte sitzen. Kitty schweigt. „Ja, aber nur, weil Yuri völlig fertig war. Nur darum. Und du hast das Problem ja gelöst“, sagt Kitty und versucht sich zu rechtfertigen. Juliana nickt langsam. „Ja… auf deinen Vorschlag hin.“ Ihre Stimme klingt dabei ungewohnt leise – fast, als würde sie sich schlecht fühlen.
Kitty lächelt versöhnlich. „Ach, wen kümmern schon die Details.“
Dann dreht sie sich zu mir. „Vielleicht wird Praveena trotzdem mein erster Kuss. Also, erster Frauenkuss, oder?“ Ich zucke mit den Schultern, bemüht mich um ein neutrales Gesicht. „Ich wünsche es mir für dich.“ Obwohl es eigentlich das Gegenteil von dem war, was ich wirklich dachte. Sie muss echt starke Gefühle für Praveena haben… Juliana greift zu ihrem Rucksack. „Ich muss vor dem Unterricht noch was erledigen. Bis dann…“ „Oh nein, warte! Du kannst doch hierbleiben. Dein Frühstück ist noch nicht–“ Aber Juliana ist schon durch die Tür verschwunden. ,,Na super..." Meinte Kitty. Sie legt ihren Kopf auf meine Schulter. ,,Ich bin so froh, dass ihr du wenigstens hier bist." Meint sie. ,,Es wird alles gut. Hoffe ich..."
Hallo, meine lieben.
Ich hoffe, euch hat der Teil gefallen.♡
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In der Welt von XO, KITTY
FanfictionDie 17-jährige Oberschülerin namens Amy Millers landet von einen Tag zum anderen Tag plötzlich mit ihren zwei besten Freunden Riley und Henry in der Serie: XO, KITTY, wo einige Chaotische Dinge passieren. Es sieht so aus, als würde Amy Miller sich z...
