Meine Eltern hatten zum Glück nicht herausgefunden, dass ich mich an dem Tag herausgeschlichen hatte, da ich mich 5 Minuten, bevor sie zurückgekommen waren rechtzeitig ins Haus schleichen konnte. Glücklich über diesen Abend, den ich mit James verbringen konnte, habe ich mich dann auf das Sofa fallen lassen, während mein Vater mich argwöhnisch begutachtete und sich wahrscheinlich fragte, warum ein leichtes Lächeln auf meinen Lippen lag. Aber keiner sprach mich weiter an, womit ich vollkommen zufrieden war.
Die nächsten paar Tage hatte ich nicht gerade die Chance mich mit ihm heimlich zu treffen, da meine Eltern überall um mich herum zu sein schienen. Ich konnte ihm nur Textnachrichten schreiben, wenn er irgendwie Lust hatte zu antworten. Die zwei blauen Haken waren da und signalisierten mir, dass er es gesehen haben musste und trotzdem antwortete er nicht, abgesehen von dem einen Okay einmal.
Derweil informierte ich mich mehr über mein College, falls das überhaupt noch möglich war, da ich mir eh schon alle möglichen Informationen aus dem Internet zusammengesucht hatte. Genauer gesagt befand es sich in Providence, Rhode Island, also doch einige Meilen von zuhause entfernt von dem Ort, an dem ich aufgewachsen war. Was tut man nicht alles für seine Träume? Die paar Meilen konnte ich glatt vergessen, wenn ich an einer der besten Colleges die Chance hatte Journalismus zu studieren. Es war schon immer mein großes Ziel gewesen und als ich dann eben an der Brown angenommen wurde, war die Freude umso größer. Niemals hätte ich damit gerechnet, deshalb werde ich nicht dort einfach nicht faul in meinem Zimmer rumliegen, sondern mir meinen Arsch aufreißen.
Einen Weg um James immer noch zu sehen, würde ich mir irgendwie ausdenken. Egal wie schwer es sein wird, denke ich, dass wir sehr gut in der Lage wären eine Fernbeziehung zu führen. Wenn wir das mit meinen Eltern ausstehen konnten, kriegten wir auch das noch locker hin.
Seufzend schaute ich auf mein Bett, wo ich zwei verschiedene Kleider hingelegt hatte und mich seit mehr als 20 Minuten nicht entscheiden konnte. Das linke war schwarz und hauteng, während das rechte eher locker war und einen tiefen Rückenausschnitt hatte. Wenn ich mich nicht endlich bald entschied, konnte ich die Party getrost vergessen. Ich musste mich schleunigst auf den Weg machen, doch das Kleiderproblem zog es in die Länge.
Ich bemerkte gar nicht, wie sich Zack in mein Zimmer reinschlich und mich von hinten erschreckte. Meine erste Reaktion war einen lauten Schrei von mir zu geben und ihm danach ein Kissen ins Gesicht zu werfen.
"Wie oft habe ich dir gesagt an meiner Zimmertür zu klopfen und mich verdammt nochmal nicht zu erschrecken?", rief ich und warf ein 2. Kissen auf ihn.
"Okay, Okay. Kannst du damit aufhören?", grummelte er und versuchte sich mit seinen Händen zu schützen.
"Erst, wenn du aus meinem Zimmer verschwindest und mich somit ihn Ruhe lässt"
"Warum hast du da 2 Kleider auf deinem Bett liegen? Warte, gehst du vielleicht weg auf eine Party?", fragte er grinsend.
"1. Das geht dich gar nichts an und 2. Geht es dich immer noch nichts an"
Zack hatte mir gerade noch gefehlt. Konnte er sich nicht einfach um seinen eigenen Dreck kümmern und nicht seine Nase in Angelegenheiten stecken, die ihn nichts angehen? Aber das tat er schon immer. Er war extrem neugierig und nichts und niemand konnte das leider ändern.
Anscheinend war er taub oder wollte wirklich nicht auf mich hören, da er sich auf mein Bett setzte und die Kleider aus der Nähe begutachtete. Sein Gesichtsausdruck änderte sich, als er mich ansah und seinen Blick wieder auf die Kleider richtete.
"Falls du auf eine Party gehst, willst du doch nicht ernsthaft diese nuttigen Dinger anziehen oder? Du bist meine Schwester. Bei anderen Mädchen ist es ja kein Problem, aber bei dir?", sagte er abwertend.
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Until Revenge
Fiksi RemajaZita, Lucy und Carrie sind drei grundverschiedene 18-jährige Mädchen, die sich nicht kannten, bis plötzlich alle auf einmal von Problemen der Liebe eingeholt wurden. Während Zita und Lucy ihren festen Freund verloren haben, erfährt Carrie, dass ihr...
