Hey Leute, hier wieder ein neues Kapitel aber das brauche ich ja nicht extra zu sagen ;) Ok, mal wieder das übliche, der voten Knopf ist auf eurem Bildschirm oben rechts, falls ihr das Kapitel gut fandet, und weiter unten könnte ihr mir in den Commis Wünsche für die Geschichte, eure Kritik oder vielleicht sogar Lob da lassen. Dann noch viel Spaß beim lesen :)
Eure Maddi
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Jessica half mir dabei meine Tasche zu packen, verlor jedoch kein einziges Wort über das was ich ihr hier gerade antat. Es schmerzte mich zu sehen wie sie mit allen Mitteln versuchte mir ein fröhliches, unbeschwertes Gesicht zu zeigen, damit ich nicht mit einem Bild verschwand auf dem sie traurig aussah. In vier Jahren war sie oftmals mein einziger Halt gewesen wenn ich traurig war, meine einzige Rettung wenn mich die Geschehnisse einholten und in die Knie zwangen. Wie konnte ich ihr bloß so etwas antun? Theoretisch hätte ich ihr ja auch sagen können, dass ich nur für eine bestimmte Zeit weg sein würde, doch ich wollte ihr keine Hoffnungen machen. Es wäre schlimmer wenn sie von irgendjemand gesagt bekommen würde das ich tot sei, da sollte sie lieber denken, dass irgendwo in England ganz unbeschwert mein Studium zu Ende führte. Sorgsam legte sie mein letztes T-Shirt in den Koffer, ihre Hand verweilte dort und man sah wie sich ihre Fingerknöchel weiß färbten, so sehr spannte sie sich an. Meine Augen wanderten zu ihrem Gesicht hinauf, ihr Blick war stur in den Koffer gerichtet als wäre dort eine Lösung wie ich doch bleiben könnte. In ihren Augen schimmerten Tränen, doch sie blinzelte sie jedes Mal wenn sich eine versuchte ihren Augen zu entschlüpfen weg. „Jessica, ich muss gehen, wir haben fast zwölf…“, meine Stimme versagte als Jessica ihren Blick hob und mir mit verschleierter Sicht in die Augen schaute. „Sag mir das du wieder kommst.“, flüsterte sie. Ihr flehender Blick, ihre Traurigkeit und diese Hoffnung in ihrer Stimme ließen mir die Tränen in die Augen schießen. Ich schüttelte den Kopf: „Das kann ich aber nicht.“ „Okay.“, sagte sie nur. Sie fragte nicht warum, sie fragte nicht wieso und sie fragte auch nicht aus welchen Gründen ich so etwas zu sagen bereit war. Sie senkte lediglich den Blick und schaute auf ihre Finger, die sich schwach auf ihren Schoß gelegt hatten. Sie schüttelte schnell den Kopf, wobei eine Träne von ihr wegflog und einen schwarzen durchnässten Punkt auf dem Teppich verursachte. Ihre Finger glitten sofort zum Koffer, schlossen den Deckel und zogen zitternd den Reißverschluss zu. „Jessica?“, fragte ich vorsichtig als sie sich nicht mehr rührte. Sie antwortete nichts, schaute nur auf meinen schwarzen Koffer und atmete in kleinen Zügen…
Die kalte Nachtluft wehte mir abermals um die Nase, nur dieses Mal empfand ich es als unangenehm kalt. Die letzte Umarmung mit Jessica hingegen war warm gewesen und mit so viel Herzlichkeit wie es einem nur mit der besten Freundin wiederfahren konnte. Ich spürte noch jetzt einen eisigen Schauer an meiner Schulter, wo mich ihre Tränen berührt hatten, es waren so viele. Eigentlich wollte Jessica unbedingt stark sein, doch ihr Körper hatte dies nicht zulassen wollen, das kannte ich nur zu gut aus eigener Erfahrung. Verzweifelt hatte sie mich gefragt ob sie mit mir draußen warten sollte, aber ich hatte dankend abgelehnt, es würde nur noch schlimmer werden und das wollte ich nicht, unter keinen Umständen. Erschöpft lehnte ich mich an eine große Straßenlaterne die in einem unangenehm weißen Licht unaufhörlich flackerte. Das Metall war kalt, doch nicht annährend so kalt wie die eisige Luft die hier draußen auf der Straße wehte. Frierend zog ich meinen schwarzen Mantel fester um mich, es war wirklich sonderbar kalt für Mitte Oktober, doch was sollte man schon dagegen machen außer sich vielleicht unter eine warme Bettdecke krümeln. Doch rein konnte ich jetzt leider nicht mehr. Warum musste mir immer alles genommen werden was ich liebte?! Zuerst meine Eltern, dann Louis und jetzt Jessica. Obwohl, meine Eltern sowie Louis hatte ich ja wiedergesehen also möglicherweise auch Jessica irgendwann. Falls mich die Mafia nicht mit einem kurzen Kopfschuss sofort außer Gefecht setzen würde. In meinen Gedanken hörte ich plötzlich das leise Brummen eines Motors der immer näher kam. Na endlich kamen die Jungs, noch ein paar Minuten länger und ich würde wohl für alle Zeiten an dieser Laterne festgefroren bleiben. Der schwarze Combi, den ich schon damals zum Schreien komisch fand, da an ihm nun wirklich alles nach Kidnapping ausschaute, kam langsam vor mir zu stehen. Ich löste mich von dem kalten Metall und öffnete mit einer einzigen geschmeidigen Bewegung die schwere Autotür. Ohne ein einziges Quietschen gab sie nach und fast augenblicklich leuchteten mir zwei Augenpaare entgegen. Harry und Zayn funkelten mich belustigt an, als sie meinen großen schwarzen Koffer sahen. „Sagt ja nichts, Jungs!“, zischte ich sie an. Ich hatte ja keine andere Wahl gehabt und musste diesen Koffer nehmen, meine Lüge hatte mir keine andere Alternative gelassen. Ich vernahm das tiefe Lachen von Harry, ignorierte es aber und reichte ihm prompt meinen schweren Koffer. Harry stöhnte sogleich überrascht auf, als sich das Gewicht meines Koffers bemerkbar machte. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, woraufhin Harry mich beleidigt spielerisch gegen die Schulter boxte. „So viel zum Thema starke Jungs.“, konnte ich es mir nicht nehmen lassen ihn zu necken. Ich vernahm das belustigte kichern von Zayn, der das Geschehen auf seinem Platz am Fenster amüsiert beobachtet hatte. Ich schüttelte meinen Kopf um das Grinsen zu vertreiben, das sich so langsam anbahnte, es schien mir nicht richtig jetzt fröhlich zu sein wo Jessica so traurig war. Vielleicht machte mich die Vorahnung in wenigen Tagen ins saure Gras beißen zu müssen auch einfach nur verrückt. Ich ließ mich neben Zayn sinken und erhaschte den besorgten Blick von Louis, welcher sich heute mal hinter das Steuer gesetzt hatte, ob er darüber so erfreut war, mochte ich zu bezweifeln. „Hey Katja, hast du alles dabei?“, fragte er mit tiefen Sorgenfalten auf der Stirn. „Ja, habe ich. Von meinem Pass bis hin zum letzten Funken Überlebenswillen ist alles dabei.“, antwortete ich unbeschwert, in der Hoffnung die Stimmung ein wenig aufzulockern und diesen bekümmerten Ausdruck auf Louis Gesicht wegwischen zu können. Doch ich scheiterte kläglich mit meinem Versuch, sein Blick verdüsterte sich zusehends und er wandte sich wieder der Straße zu. Im Rückspiegel konnte ich die gequälte Miene sehen, die sein Gesicht plötzlich zierte. Na toll, hoffentlich würde sich das noch ändern, denn je nachdem wie lange wir fahren würden, wäre es doch ziemlich anstrengend immer wieder versuchen zu wollen ihn zum Lächeln zu bringen. Ich seufzte leise auf, vielleicht würde es ja jemand bemerken und fragen wie mein Abschied so war, obwohl wollte ich das wirklich? Nein, eher nicht. Zum Glück beachtete mich im Moment niemand sodass mein trauriger Seufzer unbemerkt blieb. Harry schloss mit einem dumpfen Geräusch den Kofferraum, setzte sich wieder ins Auto, zurück neben mich und schloss die Tür mit einem ebenfalls dumpfen Geräusch. „Ich glaube es wäre so langsam mal ein guter Zeitpunkt um zu erfahren wo wir überhaupt hinfahren.“, sagte ich in die Runde, als Louis mit Bedacht den Schlüssel im Zündschluss drehte und der Wagen sich geschmeidig wie eine Katze in Bewegung setzte. Harry räusperte sich: „Ähm, ja du hast ja recht.“ Gespannt sah ich ihn an, woraufhin er sich verlegen mit der Hand durch die Haare fuhr. „Die Mafia hat einen ihrer Sitze in Italien, nahe am Meer.“ „In Italien?!“, entfuhr es mir. Harry bejahte meinen Ausruf und nachdem ich Zayn einen kurzen Blick zugeworfen hatte, nickte auch er. „Oh man Italien…naja wenigstens werde ich einen schönen Ausblick haben wenn ich sterbe….“, murmelte ich leise, eigentlich schmerzten mich diese Worte ungemein, aber nicht jetzt. Ich empfand mehr Glück, mehr Vorfreude und kindliche Begeisterung als Trauer und Angst vor dem Tod. „Katja hör sofort auf damit!“, brüllte plötzlich Louis von vorne. Wir alle wandten unsere Blicke zu ihm, sein plötzlicher Gefühlsausbruch schien uns wohl alle ziemlich überrascht zu haben. „Warum soll ich aufhören? Du weißt genau das es doch so ist.“, erwiderte ich trotzig. Louis stöhnte wütend auf: „Es ist eben nicht so! Du wirst nicht sterben und wenn es sein muss werde ich dir das noch tausend Mal sagen! Wir werden nicht zulassen das dich die Typen anfassen!“ Erschrocken zuckte ich zurück, solch einen Wutausbruch hatte ich noch nie bei ihm mitbekommen. Vielleicht hätte ich mich zusammenreißen und all meine Worte die mir im Hals steckten runterschlucken sollen doch ich war von Natur aus keine die sich unterbuttern ließ, deswegen konnte ich nicht anders als doch zu probieren das letzte Wort zu haben: „Um mich zu töten brauchen sie mich ja auch nicht anfassen.“ Ich bereute sofort jedes meiner Worte, warum konnte ich nicht auch nur einmal meine Klappe halten?! Louis schnaubte wütend, trat jedoch nicht aus Wut auf das Gaspedal sondern er bremste. Er fuhr ohne ein einziges Wort zu sagen an den Straßenrand und stellte den Motor aus. Ängstlich rutschte ich tiefer in meinen Sitz, als Louis seine Tür auf machte und schnellen Schrittes um das Auto herum joggte. „Ach Katja…“, hörte ich Zayn links neben mir verzweifelt murmeln und auch Niall schien besorgt zu sein. Er schaute sich nämlich zu mir nach hinten um und warf mir einen vorwurfsvollen Blick zu, ich machte nur ein unschuldiges Gesicht, doch das war nicht sonderlich einfach, denn fast sofort riss Louis die Autotür auf und funkelte mich wütend aus zu Schlitzen verengten Augen an. Er sagte kein Wort, nahm nur mit festem Griff, der mir ein leises wimmern entschlüpfen ließ, meine Hand und zog mich aus dem Auto. „Wir kommen gleich wieder, könnte eine Weile dauern.“, sagte er schnell zu den anderen, dessen Blicke uns verwirrt musterten. Eh ich mich versah wurde ich schon um die nächste Ecke gezogen und die Straße herunter Richtung Park geschleift. „Louis hör sofort auf damit!“, schrie ich ihn von hinten an, doch er ignorierte mein wütendes Gezeter. „Louis…“, begann ich erneut doch Louis hielt abrupt inne, drehte sich zu mir um und musterte mich wütend. „Warum sagst du jedes Mal, dass du sterben wirst?!“, fuhr er mich an. Ich hielt einen Moment inne und betrachtete sein aufgebrachtes Gesicht. Erst jetzt erkannte ich den Schmerz in seinen Augen, der mir vorher durch die Wut nicht aufgefallen war. Er war also nicht wütend auf mich, sondern einfach nur unglaublich besorgt. „Katja, ich will dich nicht verlieren…nicht noch einmal.“
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In love with my kidnapper?! 2: Es ist doch nicht zu Ende...
FanfictionVier Jahre sind vergangen, seit Katja die Jungs das letzte Mal gesehen hat. Alles schien ruhig um sie, sie hat ihr Studium in Leipzig begonnen und hat gelernt damit umzugehen, das sie die Jungs nie mehr wiedersehen würde, doch das plötzliche auftauc...