Chapter 7 - Angst

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Als wir wieder zurück kommen, sitzen auch Pam und Annie bei Brock und unterhalten sich. Während wir unterwegs waren, ist uns aufgefallen, dass wir ja vielleicht etwas hätten mitnehmen sollen, womit wir das Essen transportieren, aber diese Erkenntnis kam leider zu spät. Dementsprechend laufen wir jetzt mit Armen voll mit Beeren und Pflanzen durch die Gegend.

„Ich habe keine Ahnung, ob diese Sachen jetzt giftig sind oder nicht, aber wir haben immer nur die genommen, die am gesündesten aussahen." Ich legen meine Sachen auf dem Boden ab.

Als wir alle Platz genommen haben, Keith Ryder schläft immer noch, sehen wir alle ein bisschen beklommen auf die Pflanzen. „Am besten sollte immer einer zuerst kosten und wir gucken dann, ob es gesund ist?" Selbst Brock sieht etwas beklommen aus. „Gibt es irgendwelche Freiwilligen?"

„Hm, ich werde wohl anfangen, anders werden wir ja nie erfahren ob man das essen kann. Darf ich mir aussuchen, was ich nehme?" Pam sieht fragend in die Runde. Ich nicke und sie greift zu einer violetten Beere. Zuerst riecht sie dran, dann leckt sie einmal drüber und zum Schluss schiebt sie sie sich in den Mund. Nach einigen Malen kauen schluckt sie. „Hm, ich glaube giftig ist das nicht. Es schmeckt zwar auch nicht so besonders gut, aber ich denke man kann es essen."

Wir probieren auch alle anderen Dinge und zum Glück scheint nichts von diesen Dingen giftig zu sein. Als wir fertig sind, machen wir einen Plan, wer von uns was machen wird. Annie und Pam sollen Material suchen, mit dem das Baumhaus gebaut werden kann. Farrell soll Keith Ryder wecken, mit ihm zusammen einen passenden Platz für das Baumhaus finden und mit Annie und Pam dann aufzubauen. Brock und ich werden derweilen ein Stückchen zurück zu der Wiese gehen uns dann nach links wenden, Brock meinte, als wir dort gewesen sind, einen Fluss oder ähnliches gesehen zu haben. Wir sollen dann nach Trinkwasser gucken, da wir uns ja nicht nur von Beeren und trockenen Pflanzen ernähren können.

Kurz darauf machen wir uns also alle an die Arbeit. Nach einigen Minuten sind wir an der Wiese angekommen. Wir wenden uns nach Rechts und gehen ein ganzes Stück. „Bist du dir sicher, dass du hier einen Fluss gesehen hast? Ich glaube selbst diese Stelle ist, von der Wiese aus, nicht mehr zu sehen. Vielleicht sollten wir doch wieder zurück gehen und aus dem See Waser holen."

„Ich weiß nicht, lass uns noch ein kleines Stück gehen, wenn wir dann nichts finden, gehen wir zurück." Er sieht ein wenig in der Gegend umher. „Lass uns ein wenig weite in die Richtung gehen." Er deutet ein Stückchen links von uns.

Nach weinigen Minuten sehe ich tatsächlich etwas in der Sonne schimmern. „Brock, ich glaube du hattest Recht, da ist etwas."

„Ja, lass uns hingehen."

Doch desto näher wir dem Fluss kommen, desto mehr packt mich die Angst. Ich habe zwar keine Ahnung, warum ich jetzt Angst kriege, aber ich bleibe erstmal stehen. „Spürst du das auch? Dieses Gefühl von Beklemmnis?"

„Ja, ich kann mir keinen Reim darauf machen, wieso ich jetzt Angst habe. Lass uns einfach weiter gehen." Als wir kurze Zeit später mit schlotternden Knien und einem riesigen Gefühl von Angst am Ufer des Flusses ankommen, ist mir noch unwohler als je zuvor. „Ich glaube aus diesem Fluss sollten wir lieber kein Wasser nehmen. Das sieht nicht gesund aus, außerdem glaube ich sollten wir hier schleunigst verschwinden. Mir ist echt unwohl." Gerade als ich das gesagt habe schießt etwas aus dem Wasser. So schnell wie ich kann drehe ich mich um und laufe. Ich merke, dass auch Brock mir dicht auf den Fersen ist und laufe durch das Adrenalin nur noch schneller.

Erst, als wir wieder auf der Wiese angekommen sind halten wir an, um eine Verschnaufpause zu machen und uns ratlos anzusehen...

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