Wieder einmal völlig eingefroren erwachte ich aus einem unruhigen Schlaf und versuchte mich zu strecken, aber meine Glieder waren steif. Ich richtete mich mühsam auf und drehte erstmal alle Heizungen auf und versuchte meine Zimmer warm einzurichten. Aber es war kaum möglich, da mir noch nicht warm war, also ließ ich mich wieder an die Heizung fallen und wickelte mich in eine Decke ein.
Nach einiger Zeit ging es mir besser und ich wurde optimistischer, zumindest kurzzeitig konnte ich mich aus der Starre befreien. Dies war ein Schritt in die Richtung und nun musste ich überlegen was weiter folgen sollte.
Erstmal zog ich mein Handy aus der Tasche, aber ich hatte keine neuen Nachrichten was bedeutete, dass mich momentan keiner brauchte also konnte ich meine Zeit dem Problem widmen.
Ich überlegte: Was hat mir bisher geholfen ? Und wie könnte man das verstärken?
Die Wärme hilft und ich konnte mich fast wie immer Sommer verhalten, aber sobald ich mich von Wärmequellen wegbewege erstarre ich wieder. Vor allem außerhalb meiner Wohnung konnte ich kaum etwas gegen die Kälte ausrichten, da es nunmal Winter ist und schneit und dabei ist es nunmal kalt.Also konnte ich erstmal nur dafür Sorgen das ich mich in meiner Wohnung völlig frei bewegen kann und ich vor der Kälte beschützt bin. Als erstes schaute ich mich um, um herauszufinden wo es in meinem Zimmer kalt war. Dabei fielen mir vor allem der Boden, die Fenster und die geflieste Kochnische auf.
Diese Bereiche musste ich wärmen um mich bestmöglichen vor einer Erstarrung zu schützen. Also: Den Boden konnte man abdecken und polstern, sodass die Kälte gemildert wurde und zusätzlich könnte ich ja immer dicke Socken tragen. Damit wäre Punkt eins abgehakt, also zumindest theoretisch, denn Decken und Polster hatte ich leider noch keine.
Aber jetzt sollte ich mich erstmal den anderen Dingen widmen die mir das Leben erschweren. Also waren nun die Fenster dran, die aufgrund des Alters Leider etwas zugig waren. Neue Fenster einsetzen wäre natürlich die einfachste Möglichkeit, allerdings hatte ich einmal keine Lust die Fenster auszutauschen und außerdem auch gar nicht so viel Geld also musste etwas anderes her. Vielleicht tun es fürs Erste auch schwere Vorhänge, die die Zugluft erstmal abhalten könnten. Damit wäre für die zweite Kältequelle ebenfalls eine Lösung gefunden.
Bleibt noch die Küche, was leider nicht ganz so einfach ist, denn die Fliesen sind nunmal da und kann man nicht einfach wegmachen.
Aber irgendeine Möglichkeit muss es ja geben die Fliesen wärmer zu bekommen ohne Schwierigkeiten beim Kochen zu verursachen.
Dafür fiel mir einfach nichts ein also beschloss ich meine Mama anzurufen.
Ich wählte die Nummer und nach wenigen Sekunden hob sie ab:"Hallo Süße! Wie geht es dir ? Was gibt es ?"
"Hi Mama! Bei mir ist alles gut und bei euch? Ich hätte mal eine Frage an dich."
"Papa und mir geht es gut. Was möchtest du denn wissen ?"
"In meinem Zimmer ist es sehr kalt und dabei ist mir aufgefallen, dass vor allem die Küche kalt ist wegen den Fliesen. Da will ich etwas dagegen machen und überlege nun wie man verhindern kann das die Kälte den ganzen Raum einnimmt."
"Oh, das ist natürlich schlecht. Lass mich mal überlegen was man dagegen tun kann."
"Danke Mama. Das wäre echt wichtig für mich."
"Also Schatz soviel kann man da nicht machen. Du kannst höchstens die Küche vom Rest abtrennen."
"Meine Küche abtrennen? Wie denn das ?"
" Naja entweder du stellst eine Pappwand oder ähnliches auf. Aber du könntest auch eine Schiene an der Decke montieren und durch einen Vorhang den Raumteil separieren."
"Der Vorhang ist eine gute Idee. Danke Mama! Du bist klasse! Ich muss dann auflegen. Bis bald!"
"Bis bald Süße! Pass auf dich auf!"
Dann hörte ich ein Klicken und das Freizeichen ertönte. Ich legte mein Handy zur Seite und freute mich das ich nun zumindest ein konkretes Vorhaben hatte.
Nun musste ich nur noch einkaufen gehen und die Dinge montieren und dann sollte zumindest bei meiner Wohnung der Schrecken besiegt sein.
Ich stand auf holte meinen Block und schrieb auf:
Einkaufsliste:
- Kuscheldecken
- Polster
- Vorhangschiene
- Stoffe für einen großen und drei kleine Vorhänge
- dicke KuschelsockenAllerdings wollte ich heute nicht mehr zum Möbelgeschäft fahren, sondern lieber meinen guten Tag der Uni widmen und mich richtig vorbereiten. Außerdem musste ich auch noch John Bescheid sagen wegen unserem Rendezvous.
Ach Mist! Ich konnte nicht mit John ins Kino gehen, denn dort war es kalt und das bedeutete ich würde sprachlos und steif sein und wieder nicht mit ihm kommunizieren können. Also musste ich mir etwas anderes überlegen, weil ganz absagen wollte ich ihm nicht, denn er hatte sich so gefreut.
Langsam ging ich im Zimmer auf und ab und versuchte eine Lösung zu finden.
Da kam mir die rettende Idee: Kino bei mir Zuhause. Ich könnte John anrufen und fragen ob er vorbeikommen und mit mir einen Film schauen will. Anschließend könnten wir ja eigentlich noch gemeinsam kochen und essen. Also beschloss ich ihn nun anzurufen und etwas auszumachen."Hallo?"
"Hi John! Ich bins Ann. Ich rufe wegen dem Kino an."
"Ann! Schön, das du mich meldest. Also wie wollen wir es machen."
"Können wir statt Kino vielleicht lieber zu mir gehen und dort einen Film schauen und danach noch gemeinsam kochen ?"
"Ja klar geht auch! Wann möchtest du dies machen ?"
"Wie wäre es mit übermorgen?"
"Das passt super! Dann sehen wir uns übermorgen. Ich freue mich!"
"Ich mich auch!"
Sorry, dass es etwas gedauert hat bis dieses Kapitel kam, aber meine Klausurenphase hat begonnen und ich hatte nicht so viel Zeit. Über Rückmeldungen zu meinem Kapitel würde ich mich sehr freuen. Danke fürs Lesen :*
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The Day After Summer
Teen FictionDas ist der erste Versuch meine Gedanken und Ideen zu ordnen und zu Papier zu bringen. Das ist das erste Mal das ich meine Gedanken jemandem zugänglich mache also seid nachsichtig mit mir. Was passiert mit einem Sommermenschen im Winter? Wie beeinfl...