Teil 3

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Regengüsse bringen einem zum Nachdenken

Ich habe überall nach einem Ort gesucht, wo ich eine Weile lang mich ausruhen kann, nach all den Strapazen, die ich heute erlebt habe. Doch es lief nicht so wie ich gern wollte. Nun ja.. Die einheimischen haben mich so finster angestarrt und mit Blicken durchbohrt die einem innere Wunden zuführen könnten. Ich fühle mich einfach nicht wohl, nicht nur, dass ich die einzige Verschleierte bin in diesem Ort, nein die einzige wahrscheinlich die mögliche Terror Anschläge planen könnte in deren Sicht.

Aber ich kann ihre Furcht und Wut vor mir nicht übelnehmen. Vor 2 Wochen wurde in Wales also nicht sehr weit von London Attentäter gefasst, die vorhatten einen riesen Einkaufszentrum zu bombardieren. Ich schäme mich bis zu den Knien für diese Menschen, dass sie dies tun im Namen des Islams und somit unsere Religion in den Dreck ziehen. Es tut mir weh zuzusehen wie diese Unmenschen unschuldige Menschen enthaupten, weil sie nicht unsere Religion angehören. Sie sagen sie tun es im Namen Allahs (Gott) doch in Wahrheit steckt da viel mehr dahinter. Jeder zweite weiß, dass Amerika dahintersteckt, doch die Medien und gesamte Menschheit verschließen ihre Augen und, das kann ich nicht ausstehen. Sie sehen nur mit den Augen und vernachlässigen ihre Gehirne.

In meiner High-School Zeit habe ich erst spät bemerkt, dass viele von meinen Mitschülerin Angst vor mir hatten. Vor mir Angst? Als ich es erfahren habe war ich zu belustigt um es ernst zu nehmen aber als mir bewusstwurde, dass sie es tod ernst meinten, fing ich an zu weinen. Irgendwie waren meine Emotionen extrem überfordert zu diesem Zeitpunkt. Aber mir wurde klar, dass ich Verständnis haben musste. Schließlich wurde in meiner Nebenklasse jemand erschossen. Und wer war es wohl? Ein Isis Anhänger. Er war einige Jahre mit einer nicht Muslimen zusammen. Er versuchte sie zum Islam zu überzeugen, aber sie winkte immer wieder ab. Irgendwann schien er dann Kontakt mit Terror Islamisten zu haben. Die müssten seinen Kopf eine Gehirnwäsche verpasst haben und schlagartig veränderte er sich. Jeder bemerkte das Mahmud aggressiver wurde und nicht Muslime anknurrte oder böse Blicke zuwarf. Die einzige die einigermaßen es noch mit ihn aushielt war seine Freundin Sophie. Und die arme musste wegen diesen ... diesen .. diesen Mistkerl sterben, weil sie kein Kopftuch mehr tragen wollte.. Ja .. Er zwang sie Kopftuch zu tragen. Sie hielt es einige Monate aus und verkraftete die vielen Fragen und komischen Blicke der anderen, aber irgendwann wurde es ihr zu viel und ihre Meinung veröffentlichte sie in der Aula. Vor jeden. Mahmud packte seine Pistole und nannte sie Dreckshure und erschoss sie vor den Augen aller Mitschüler. Mahmud drohte jeden von uns zu erschießen, der sich nur einen Millimeter bewegen würde, weil er natürlich vorhatte zu flüchten. Daraus wurde natürlich nichts. Die Bullen wurden von der Sekretärin eingeschaltet und er wurde in Minuten eingefangen.

Einige Tage später wurden alle Muslime an unserer Schule befragt, ob wir was mit ihm zu tun hatten, wie die Bindung zwischen uns war. Man hatte uns nach Waffen durchsucht, uns gedemütigt vor den Augen anderer. Amanda fand das ziemlich unterhaltsam. Sie war die einzige die diese Lage nicht ernstnahm und zog jeden einzelnen Muslim insbesondere mich runter und behaupte ständig, dass wir Schuld an Sophies Tod hätten. Ich hasse sie dafür.

Dann fing James an mich zu ignorieren. Er suchte nach jeder Gelegenheit um mir aus den Weg zu gehen. Und dieses Verhalten von ihm verletzte mich zutiefst. Ich dachte immer er wäre anderes. Doch er war gleich. Er war wie alle anderen und hatten Angst vor mir. Vor mir und meinem Kopftuch.

The veiled girlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt