Natalie und ich verstanden uns immer besser und trafen uns gelegentlich auch alleine um uns über unsere gemeinsamen Interessen auszutauschen.
Ich vertraute ihr komplett und so erzählte ich ihr auch von den Problemen in meiner Ehe und sie hörte aufmerksam zu.
Es schien als wolle sie helfen, sie interessierte sich für mich und vertraute auch mir so einiges an.
Zum Beispiel erzählte sie mir von ihrer Krankheit, welche sich aber nicht auf ihre körperliche Verfassung bezog sondern auf das, was Psychologisch gesehen in ihr vor ging.
Auch ich hörte ihr aufmerksam zu und versuchte mit meinen Worten alles, mir in der Macht stehende zu tun um ihr beizustehen und sie aufzumuntern, denn sie war mir in den letzten Wochen sehr ans Herz gewachsen und wie eine gute Freundin zu mir.
Sie verhielt sich oft so, als würde sie mehr als nur Freundschaft für mich empfinden, was ich aber ignorierte, da ich mir dies erstens nicht vorstellen konnte und zweitens war ich immer noch mit der Frau verheiratet, der ich Liebe bis zum Tot versprach und die ich wirklich noch immer liebte.
Laura und ich jedoch lebten uns immer weiter auseinander und so kam es zu einer Situation, die so niemals hätte geschehen dürfen.
Eines Abends war ich mal wieder zu Besuch bei Natalie und wir unterhielten uns lange Zeit.
Mittlerweile sprach sie Klartext darüber, wie sie für mich empfand und auch ich fand, dass sie eine tolle Frau war. Ich fühlte mich zu ihr hingezogen und bei ihr fühlte ich mich geborgen, mehr wie zu Hause, als ich es in meinen eigenen vier Wänden tat.
Wir sprachen bis spät in die Nacht, sahen uns in die Augen und waren uns einig, dass das hier niemals passieren dürfe. Wir hielten uns beide für schlechte Menschen, dass wir überhaupt erst in solch eine Gedankenspielerische Situation hinein gelangen konnten.
Doch an diesem Abend blieb es nicht bloß bei dem Gedanken daran.
Als ich mich fertig gemacht hatte und aufbrechen wollte, meine Jacke hatte ich bereits angezogen und auch meine Zigaretten wieder eingesteckt, umarmten wir uns so wie jedes Mal zum Abschied.
Dieses Mal jedoch war es anders. Die Umarmung dauerte länger und war viel inniger als jede zuvor und so sahen wir uns wieder in die Augen und sie küsste mich.
Ich wusste, dass es falsch war und fühlte mich wie ein richtiges Arschloch, da ich ihren Kuss erwiderte.
Wir unterhielten uns darüber, was gerade geschehen war und ich sagte ihr, dass ich Laura davon erzählen müsse. Natalie schien nicht gerade begeistert von meinem Vorhaben aber Laura war immer noch meine Frau und ich liebte sie. Sie hatte die Wahrheit mehr als verdient.
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Das Leben dahinter
RomanceMein Name ist Meike, ich bin mittlerweile 23 Jahre alt und dies ist meine Geschichte. Eine Geschichte gefüllt von Trauer, Selbsthass und Emotionen, die nicht einmal ich selbst verstehen kann. Das hier ist das Leben hinter der Maske, der Fassade, di...
