Kapitel 10 - Der Anfang vom Ende

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Nachdem Laura und ich uns schließlich so gut wie nichts mehr zu sagen hatten, beschloss ich zu gehen.
Ich packte meine Sachen und fuhr zu Natalie, die mir schon seit einigen Tagen anbot ein Weilchen bei ihr zu bleiben.
Zwischen uns hatte sich einiges entwickelt und ich denke, wir waren sowas wie ein paar geworden.

Laura wusste nichts davon, dass ich zu Natalie fuhr. Ich ließ sie in dem Glauben, ich würde zu einer alten Bekannten fahren, die ich länger nicht gesehen hatte.

Bei Natalie angekommen, schloss sie mich in die Arme und zum ersten Mal seit langem, fühlte ich mich wieder geliebt.
Natalie half mir beim tragen meiner Sachen und wir ruhten uns erst einmal ein Weilchen aus.

Von hier an schien alles recht gut zu laufen. Natalie sorgte sich um mich und ich genoss es mit ihr Zeit zu verbringen. Anfangs unternahmen wir relativ viel, was sich aber schon nach nur wenigen Wochen wieder änderte.

Ich hatte Laura nicht erzählt, dass ich jetzt mit Natalie zusammen war, denn ich wollte sie nicht verletzten und sicher war ich mir selber nicht einmal.
Die ganze Zeit über, die ich mit Natalie verbrachte, gingen mir Laura und unsere gemeinsame Zeit nicht mehr aus dem Kopf und wir schrieben auch immer noch regelmäßig.

Irgendwann bekam Natalie raus, dass ich Laura nicht von ihr erzählt hatte. Ich hatte sie schlichtweg verleumdet.

Es war generell schon ein harter Tag gewesen und nun musste ich Natalie auch noch versuchen zu besänftigen.
Leider gelang mir dies eher weniger gut und sie gab mir eine Backpfeife nach der Anderen, bis mir schließlich schwarz vor Augen wurde, denn die letzte hat gesessen.

Ich versuchte nur sie festzuhalten, tat ihr also Körperlich keinesfalls weh, denn das wollte ich nicht.

Ein langer und lauter Streit halte durch die ganze Wohnung und die Stunden vergingen mit bösen Blicken und Vorwürfen, bis auch ich schließlich keine Kraft mehr hatte.

Wir setzten uns hin und redeten. Wir redeten lange und ich konnte meine Augen kaum noch aufhalten, hatte aber auch Angst davor schlafen zu gehen.

Ich wollte Natalie davor schon öfters verlassen und zog einige Male aus, kam aber leider immer wieder zurück. Warum kann ich mir bis heute nicht erklären doch diese Frau hatte mich so fest im Griff, dass ich nicht anders konnte als ihr zu folgen.

"Ich meine ich zog ja schließlich nicht grundlos aus aber grundlos wieder ein.
Denn das hier war alles andere als Liebe. Es war die reinste Qual und unser zusammenbleiben bestand lediglich aus Angst und auch heute noch habe ich Angst vor dieser Frau."

Als wir schlafen gingen, schrieb Natalie Laura an, fotografierte mich heimlich während ich schlief und schickte das Bild an Laura weiter.

Bis heute weiß sie nicht, dass ich davon weiß. Denn Laura bedeutete mir immer noch alles und ich versuchte immernoch sie zu schützen. Ganz egal, wie das hier ausgehen würde. Ich hielt zu oft meinen Kopf hin für Dinge, die ich nie verbrochen hatte nur um Laura aber auch mich selbst zu schützen.

Natalie sagte einmal, dass sie Laura und mich fertig machen würde, sähe sie uns noch einmal gemeinsam auf der Straße. Ich hatte Angst um Laura und tat von da an alles, was Natalie von mir verlangte.
Ich Beschuldigte mich selbst für Dinge, die ich nicht getan hatte und ich wurde immer schwächer.

Das Leben dahinter Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt