Zweiter Tag:
Ich wurde abrupt aus meinem Schlaf herausgerissen, als eine Kirchturmuhr läutete. Gestern hatte ich mich nach meiner Erkenntnis in den Schuppen der Familie verkrochen und war dort fast augenblicklich eingeschlafen.
Grummelnd setzte ich mich auf und verzog mein Gesicht als mir ein stechender Schmerz durch den Rücken schoss. Ich war in einer sehr ungemütlichen Position eingeschlafen, dass mir jetzt alles weh tat und das alles nur weil ich schon so müde gewesen war.
Verschlafen stand ich auf und fuhr mir mit den Fingern durch die Haare, um sie etwas zu richten.
Einen Vorteil hatte das 'Tot-Sein' ja doch:
Wir produzierten keinen Schweiß und somit auch keinen Gestank mehr, unsere Haare wurden nicht mehr fettig, weil der Wachstumsprozess schon beendet war und wir mussten deshalb eigentlich nicht mehr Duschen gehen. Das Duschen war jedoch sehr angenehm und beruhigend - wahrscheinlich weil es so menschlich war - und ich verzichtete nicht sonderlich gerne darauf.
Als ich aus dem Schuppen heraus trat, strahlte mir gleißend helles Sonnenlicht ins Gesicht und ich musste blinzeln, um meine Augen an das grelle Licht zu gewöhnen.
Fast schon automatisch flogen meine Augen zu dem Haus und ich ging um es herum, um wieder bei seinem Fenster hinein zu spähen.
Die offenen Vorhänge unterstützten mein Vorhaben, doch ich konnte ihn nicht in seinem Zimmer finden. Er war nicht da.
Ich runzelte meine Stirn, doch dann kam mir der Gedanke, dass er ja ein ganz normaler Mensch war und deshalb einfach ins Bad gegangen sein musste.
Nach einer Viertelstunde war er aber noch immer nicht in seinem Zimmer und erst jetzt bemerkte ich wie schwach das Gefühl wieder war, dass mich zu ihm führen sollte.
Er war nicht nur nicht in seinem Zimmer, er war auch nicht mehr in der Nähe.
'So ein verdammter Mist! Ich hätte ihn beim Herausgehen abfangen können, aber er muss ja schon weg sein.', schrie ich mich wütend in Gedanken an.
Ich machte mich auf den Weg, dem Gefühl folgend, wohin es mich auch führen sollte.
~~~~~
Leise fluchend lief ich die Straße entlang. Das ziehende Gefühl, das gerade eben noch stärker war, wurde immer schwächer. Abrupt drehte ich um und ging wieder in die entgegen gesetzte Richtung.
Wo war Harry?
Von dem Gefühl wurde ich in eine Seitenstraße gezogen, die zu einem Wald führte. Ich folgte dem Weg und versuchte so viel wie möglich rund um mich herum wahr zu nehmen. Wenn Harry an mir vorbei laufen würde und ich ihn nicht bemerken würde, wäre das eine Katastrophe für die Prüfung und eine riesige Schande für mich.
Ich konnte mein Opfer nicht entkommen lassen. Ich durfte nicht.
Obwohl der Weg, dem ich folgte ziemlich klein war, gingen hier vergleichsweise sehr viele Menschen und ich musste richtig aufpassen, dass ich Harry nicht übersah. Nach meinem Bauchgefühl musste er irgendwo in der Nähe sein.
Ich ging weiter und bald schon stand ich am Rand des Waldes. Das Gefühl zog mich weiter und wurde mit jedem Schritt stärker.
Warum wollte er denn in den Wald?
Nachdenklich lief ich den Weg entlang und stoppte augenblicklich als ich eine raue und wunderschöne Stimme singen hörte.
Das Lied schien durch die Luft zu schweben und sich um alles herum zu schlängeln und alles einzuschließen.
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Sing for your life (Zarry)
FanfictionZayn Malik ist ein Schüler des Todes. Ihm wurde aufgetragen einen jungen Mann namens Harry Styles ins Reich der Toten zu holen. Eigentlich nichts aufregendes. Doch dann ist da Harry, der nicht mitkommen will und Zayn bringt es nicht über sich, ihn z...
