Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht.
Die Schlechte: Das hier ist das letzte Kapitel der Geschichte.
Die Gute: Ich arbeite an einem neuen Teil der Reihe.
Viel Spaß!
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Während die 13 jährige im Polizeiwagen auf Neuigkeiten hoffte, wurde die Lage für die FBI Agenten zunehmend angespannter.
Reid, Hotch, Prentiss und Morgan tasteten sich langsam an Eastons Haus vor, in dem sie Gloria samt ihrem Vater vermuteten.
Es dauerte nicht lange, bis sie die ersten Stimmen hörten und vom Hinterhalt heimlich auf den Tatort blicken konnten.
„Du hast unser Leben kaputt gemacht. Du bist ein Mörder, Dad. Du und dein widerlicher Freund. Und Mum trifft die gleiche Schuld. Ihr wolltet mich und Ben zu Killern machen."
Zum Entsetzen der Profiler war es nicht John, der die Waffe auf seine Tochter oder seine Frau gerichtet hatte. Gloria hielt den Revolver in den Händen, den sie gleichbleibend auf den Kopf ihres Vaters hielt. Ihre Mutter lag bereits blutend auf dem Boden, krümmte sich vor Schmerzen, da sie offenbar noch vor dem Eintreffen der Polizei getroffen worden war. Bewacht wurde sie von niemand geringerem als ihrem Neffen, der ihr ein Messer an den Hals hielt.
Den Sachverhalt allmählich realisierend sahen sich die Agenten viel sagend an. So war das also. Glorias Vater besaß offenbar eine homosexuelle Neigung und hatte seinen Freund zum Mittäter auserkoren.
„Wir greifen ein", gab Hotch seinen Kollegen über Funk zu verstehen, damit sich Emily und Derek zur Erkennung gaben.
„Reid, Sie holen Ihre Tochter aus dem Wagen, geben ihr eine kugelsichere Weste und kommen mit Hannah hier her", gab der Schwarzhaarige Chef als Anordnung. Spencer sah den Älteren entsetzt an.
„Aber ist das nicht viel zu riskant?"
„Stellen Sie meine Anweisungen in Frage?"
Spencer verneinte schnell, setzte sich dann unsicher in Bewegung, während Derek sein gesamtes Wissen in angespannten Situationen unter Beweis stellte.
„FBI. Gloria, lass die Waffe fallen", bekam Reid über Funk mit, während er geschäftig zum parkenden Auto hetzte.
Irritiert musterte ihn Hannah von weitem von der Beifahrerseite, ehe er mit selbstsicherer Bewegung die Tür der Beifahrerseite öffnete und hinter seinem Rücken eine blaue Weste mit der Aufschrift des FBI hervor holte.
„Was ist los?"
Völlig außer Atem versuchte ihr Spencer die aufklärenden Worte entgegen zu bringen.
„ Gloria hat den Spieß umgedreht und ihren Vater und ihre Mutter in der Gewalt. Ben ist auch da und bedroht seine Tante und seinen Onkel. Hotchner hat vorgeschlagen, dass du mit beiden redest. Natürlich unter Aufsicht von Morgan und Prentiss. Was meinst du, bist du dazu bereit?"
Sie nickte, sah ihren Vater aus vor Angst geweiteten Pupillen an.
„Was muss ich tun?"
„Hier, zieh die Weste an und dann bleibst du ganz in Nähe der Tür, gehst mit Gloria auf Augenkontakt. Keine Provokationen, keine Vorhaltungen."
„Und worüber rede ich jetzt mit denen? Dad, ich hab sowas noch nie gemacht."
„Hör zu, du wirst sie geschickt, aber vorsichtig in die Enge treiben. Argumentiere mit der Zukunft. Halte ihnen vor Augen, dass sie Verantwortung für ihr Handeln tragen, dass du dich gut in sie hinein versetzen kannst, aber dass sie gerade den gleichen Fehler, den ihr Vater und Onkel getan hat, auf eine ähnliche Art wiederholen."
„Okay. Ich machs", schnallte sie sich ab, griff mit zitternden Fingern nach dem kugelsicheren Kleidungsstück, dass sie sich umschnallte.
Hilfesuchend warf sie einen letzten Blick auf den neben ihr sitzenden Polizeibeamten, bevor ihr Spencer den Arm um die Schultern legte und sie mit schnellen Schritten in Richtung Haus lotste.
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„Seit Jahren hat er mich geschlagen und gedemütigt, wenn er getrunken hat. Als er dann auch noch seinen Job verlor, ist er völlig durchgeknallt. Er wollte sich rächen. Zuerst an Michelles Mutter und dann an den anderen Mitarbeitern. Er hat Ben und mich gezwungen, seine letzte Tat gemeinsam zu planen. Andernfalls hätte er uns erschlagen. Wir waren sein Köder, der Michelle in eine Falle gelockt hat", machte Gloria den Agenten ein Geständnis, während sie ihre Eltern noch immer in der Gewalt hatte und sich Hannah langsam von hinten zu Emily und Derek begab. Nachdem das Mädchen ihre Worte beendet hatte übernahm Ben das Gespräch.
„Wir wollten Michelle nicht zu ihm und Jeff Carter bringen. Aber wir hatten keine Wahl. Die haben Waffen, die hätten uns umgebracht."
Emily nickte Hannah verständnisvoll zu. Das entscheidende Zeichen, damit sie sich zur Erkennung geben sollte.
„Aber wie solls denn jetzt für euch weiter gehen?", flüsterte Hannah unsicher, ehe sie neben den Dunkelhäutigen Agenten trat.
Ben zuckte erschrocken zusammen, als er die Stimme des jungen Mädchens wahrnahm.
„Bevor ich in eure Klasse kam und meine Mutter noch lebte, da hatte ich einen Stiefvater."
Glorias Eltern sahen die Blonde hilfesuchend an.
„Sein einziger Tagesinhalt bestand darin, mir das Leben zur Hölle zu machen. Genau wie dein Dad. Er hatte ein Jagdgewehr im Keller und seitdem ich denken kann und er mit meiner Mutter zusammen war, habe ich überlegt, wie und wann ich ihn erschieße. Das war der einzige Gedanke, der mich zwischenzeitlich am Leben gehalten hat. Aber ich habe es nie getan. Und weißt du warum?", blickte Hannah den Anwesenden gleichbleibend ins Gesicht.
Gloria liefen gleichbleibend die Tränen über die Wangen.
Doch sie antwortete nicht.
„Weil ich dann nicht besser gewesen wäre. Und weil ich alles kaputt gemacht hätte. Meine Zukunft, mein Leben. Meine Träume. Einfach alles. Wenn du jetzt abdrückst, dann machst du den gleichen Fehler wie dein Dad, nur auf eine andere Art und Weise."
Geschäftig sah Gloria zwischen ihrem flehenden Vater und ihrer Mitschülerin hin und her, während ihr Kopf auf Hochtouren arbeitete.
„Mir hat mal jemand gesagt, dass es Monster gibt. Menschen, die barbarisch sind und keine Menschlichkeit besitzen. Und dass es in Ordnung geht vor ihnen Angst zu haben. Aber es nicht okay, sie gewinnen zulassen und es ist nicht okay wie sie zu sein."
Ben ließ als Erster das Messer fallen und stürzte in eine sichere Ecke, wo er seine Tante an Emily übergab.
„Gloria, du hast dein Leben in der Hand und ich kann verstehen, dass du deinen Vater unendlich hasst. Aber wenn du ihn umbringst, dann kann er nicht für seine Taten einstehen und du wirst keine Chance auf ein normales Leben haben. Willst du wirklich ein Mörder sein?"
In diesem Moment war es geschehen.
Schluchzend ließ das Mädchen die Waffe fallen, die Morgan sofort vom Boden holte und mit der anderen Hand John Eaton in Gewahrsam nahm.
Mit flinken Schritten rannte Hannah auf die Gleichaltrige zu, ehe sie den weinenden Teenager in die Arme nahm und sie fest an sich drückte.
Sich hilflos aneinander krallend lagen sich die Mädchen in den Armen, während Gloria all die aufgestauten Emotionen zum Ausdruck brachte und leise an der Schulter ihrer Mitschülerin weinte.
Ergriffen von der gesamten Szene, verharrten Reid, als auch Hotchner und Rossi gerührt vor den Jugendlichen und wussten für einen langen Moment der Sprachlosigkeit kaum was sie sagen sollten.
Mit einem traurigen Lächeln zwinkerte Hannah dem jungen Doktor entgegen, ehe ihr vielsagender Blick zu Hotchner hinüber glitt.
„Na, wann willst du bei uns anfangen?", fragte dieser, nachdem Gloria vorerst in Gewahrsam genommen wurde und Hannah kurz darauf zu ihrem Vater und dessen Kollegen trat.
„Mal sehen, was die Zukunft bringt", grinste sie in Richtung ihres Vaters, der ihre Mimik stolz reflektierte und dann nach oben an den Himmel sah. Fast als ob er ihrer Mutter danken würde...
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heaven and hell (Criminal minds)
FanfictionSpencer's Tochter Hannah möchte bei einem Ausflug die Geschehnisse der letzten Wochen vergessen. Doch nur bald darauf verschwinden ihre Freunde auf ungeklärte Weise. Kurz darauf findet sich die erste Leiche. Werden Spencer und seine Kollegen den Vor...
