Am nächsten Morgen wachte ich auf dem Sofa auf. „Max und Diane sind verliebt", sangen die anderen Kinder und zeigten auf uns. Wage erinnerte ich mich, dass wir uns gestern noch auf das Sofa gesetzt hatten und lange über Frauke und mich diskutierten. Max wusste, dass wir uns lieben und er wusste auch, dass wir uns stritten wegen ihm.
„Nun ist aber gut, lasst Max in Ruhe. Habt ihr euch schon die Zähne geputzt?", mit dieser Frage meinerseits verstummten die Kinder und schauten verlegen zu Boden. Mit einer Handbewegung schickte ich sie hoch. „Max, warte bitte. Ich hoffe, dass es dir gut geht. Lass dich von den Anderen nicht ärgern. Bist ein toller Junge."
„Morgen!", nuschelte Frauke kurz und ging an mir vorbei. „Denkst du, das macht es besser? Komm lieber zu mir und sag mir richtig Guten Morgen", ich sprang auf und umarmte sie. „Ich brauche etwas Abstand, Diane. Ich muss überlegen. Gut, dass die Eltern heute Nachmittag die Kids abholen." Ihre kühle Art schmerzte in meinem Herzen. „Wir müssen dann dringend reden, Frauke", gab ich ihr zu verstehen und bereitete das Frühstück vor.
Der Tag verging wie im Flug, wir spielten mit den Kindern verstecken und bastelten gemeinsam eine große Collage als Erinnerung an den Ausflug. Ab morgen würde der Alltag wieder beginnen.
Alle Kinder wurden abgeholt, nur Max blieb bei uns. Für gewöhnlich kuschelte er sich immer an Frauke, doch jetzt ließ er mich nicht mehr los. Frauke betrachtete uns und grinste. „Komm mal runter zu mir, Diane", meinte Max und zupfte wild an meiner Bluse. „Ich weiß jetzt wie ich dich nenne." Verwundert schaute ich erst Frauke und dann den Jungen an: „Ach ja? Du weißt doch wie ich heiße." „Na, aber das ist doch voll doof, Frauke nenne ich Mommy und du brauchst auch ein schönen Namen. Ich habe mir Didi ausgesucht. Das passt zu dir. Außerdem finde ich Mommy und Didi ein schönen Namen als Paar." Während Max mich überzeugt anschaute, lachte Frauke laut auf. Es war schön ihr Lachen zu hören.
„Kommt ihr beiden, ich lade euch ein, wie wäre es mit einer großen Portion Eis auf dem Sofa, zusammen mit einem schönen Trickfilm?", meine Idee brachte noch mehr Lachen um mich herum. So saßen wir kurze Zeit später zu Dritt auf dem Sofa und verschlangen unser Eis. Max war völlig gefesselt vom Film, so sehr, dass er vergaß, das Eis aufzuessen.
„Frauke?", versuchte ich so leise wie möglich zu flüstern. Sie drehte sich zu mir um und nickte. „Ich habe mich entschieden!" Sie richtete sich auf und stellte das Eis weg. „Du hast Recht, er ist ein wunderbarer kleiner Junge und ich hoffe, dass er uns später keine Schwierigkeiten machen wird. Er verdient es dort zu sein, wo er sich wohl fühlt. Lass uns nächste Woche bei Frau Gropper anrufen. Wir sollten uns dringend zusammen setzen." Mit den letzten Worten fing Frauke an zu weinen und umarmte mich. „Mommy, ist der Film so traurig? Oder warum weinst du?", Max war sehr aufmerksam. „Nein, alles Gut mein Lieber, alles Gut!"
Ein Versuch war es wert und wenn er nicht bei uns glücklich werden würde, dann könnte ich immer noch nach einer Alternative suchen. Doch nun entschied ich mich, dass er bleiben durfte, als Teil unserer kleinen Familie.
::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
So ihr Lieben, damit es hier nicht langweilig wird und ihr denkt, es würde sich nun alles über die Adoption drehen, möchte ich euch etwas mehr verraten. Es wäre keine typische Parker-Geschichte, wenn nicht noch ein wenig Aktion kommt. Also, so grob:Frauke ist arbeiten und Diane sitzt zu Hause. Als es an der Tür klingelt macht sie auf, doch es liegt nur ein Umschlag vor der Tür. Normalerweise kümmert sich Frauke um die Postangelegenheiten, doch Diane konnte es nicht abwarten. Sie dachte, es sei der Adoptionsbescheid für Max, doch entpuppt sich der Brief als Drohung. Frauke solle die offenen Rechnungen noch begleichen, sonst würde sie auf andere Weise zahlen müssen.
Kurz darauf konfrontiert sie Frauke damit, doch anstatt sich zu erklären rennt sie weg. Vor Wut räumt Diane den Kleiderschrank aus, fest entschlossen, etwas Abstand zu gewinnen. Dabei entdeckt sie einen Karton, voll mit anderen Drohbriefen. Nach und nach versteht Diane, warum Frauke sich so verändert hatte und erkennt die Verbindung zu früher.
Diane vermutet ein paar alte Rekruten aus der Basis, welche hinter diesen Briefen steckten, denn die Rechnungen waren keine Bank oder Kreditrechnungen, nein, es waren "Gefallen" welche Frauke noch schuldete. Mit der neuen Erkenntnis eilt Diane ihrer Frau zur Hilfe. Es kommt zu einer Aussprache. Und während die beiden Frauen über eine Lösung nachdenken, wird Max entführt.
Es beginnt eine Suche nach den Tätern, welche immer neue Anforderungen stellen.
Werden Diane und Frauke ihren kleinen Max wiederfinden?
Ich hoffe meine Idee gefällt euch und macht euch neugierig auf die kommenden Kapitel.
::::::::::::
Noch einmal etwas in eigener Sache:
Die nächsten Wochen könnte es ein wenig ruhiger werden um mich. Ich habe gestern erfahren, dass mein Opa einen Tumor hatte, welcher ihm entfernt wurde. Leider geht es ihm nicht so gut. Ja, es ist "nur" mein Opa, doch war er für mich viel mehr. Mein einziger Halt und Grund zu leben, durch meine ganze Kindheit hindurch.
Jetzt will ich da sein für ihn.
Danke
DU LIEST GERADE
another Parker
RomanceGlück ist etwas, was ich durch Frauke erfahren darf. Ja ich bin glücklich, aber ist sie es auch? Ihre Definition von Glück ist anders, das sehe ich ihr an. Doch kann ich sie überhaupt glücklich machen? Und was ist wenn uns die Vergangenheit einholt?
